Perspektiven für das Bahnhofsumfeld in Fulda

Städtebaulicher Ideenwettbewerb zeigt Möglichkeiten auf - Drei Preisträger

So könnte e

Wie könnte sich das Umfeld des Fuldaer Bahnhofs perspektivisch entwickeln und welche städtebaulichen Potenziale stecken in dem Bereich Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) und Güterschuppen westlich der Gleisanlagen? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigte sich ein städtebaulicher Wettbewerb, den die Stadt Fulda ausgelobt hatte und dessen Ergebnisse wertvolle Impulse für die weitere Diskussion um das Areal erbracht haben. „Die Ideen haben eindrucksvoll gezeigt, welche Potenziale für ein organisches Innenwachstum gerade im Bereich des ZOB schlummern“, betonte Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld.

In dieser Woche sind die eingereichten Entwürfe dieses sogenannten nichtoffenen interdisziplinären Ideenwettbewerbs durch eine Jury begutachtet und bewertet worden. Ziel des Wettbewerbs war es, konzeptionelle Lösungen erarbeiten zu lassen und dadurch unterschiedliche Lösungsansätze und -alternativen für das gesamte Bahnhofsumfeld ausloten zu können. Diese Wettbewerbsart bringt also keinen Siegerentwurf hervor, der dann 1:1 umgesetzt wird, sondern eine Vielzahl an Ideen und Anregungen unterschiedlicher Büros, die im weiteren Beratungs- und Planungsprozess auch ergänzend betrachtet werden können. Ziel ist eine modulare Planung, die in einzelnen Phasen und Bauabschnitten erfolgen kann. Grundsätzlich ist dabei davon auszugehen, dass die zentralen Module (vor allem der ZOB) erst nach weiteren detaillierten Planungsschritten in Angriff genommen werden können. Eine bauliche Umsetzung vor Ende der Landesgartenschau 2023 ist unrealistisch. Voraussetzung sind selbstverständlich auch noch die nötigen Beschlüsse der städtischen Gremien.

Die Jury kürte drei Preisträger und vergab darüber hinaus einen Anerkennungspreis. Erster Preisträger wurde das Büro „yellow z“ aus Berlin. Laut Jury orientiert sich der Entwurf von „yellow z“ am Bestand und greift einige für Fulda wichtige Zukunftsthemen auf. Der Entwurf kann modular umgesetzt werden. Dem Bahnhofsvorplatz wird teilweise eine neue Fassung gegeben, die aus einer raumgreifenden Treppenanlagen sowie einem Mobilitätspavillon besteht. Entlang der Ruprechtstraße (anstelle des heutigen ZOB) könnte sich ein gemischtes Quartier entwickeln, das nach Überzeugung der Jury nicht nur in der Dichte und Höhenentwicklung richtig konzipiert scheint, sondern vor allem die wichtige Funktion des innerstädtischen Wohnens berücksichtigt.

Östlich dieses Quartiers erhält nach dem Entwurf von „yellow z“ und auch in den Entwürfen anderer Büros der Zentrale Omnibusbahnhof für die Stadtregion Fulda einen neuen Standort, der einen direkten Zugang zu Bahnhof und Gleiskörper ermöglicht. Die Aufenthaltsqualität für Reisende könnte sich durch die Großzügigkeit deutlich verbessern. Das Gesamturteil der Jury zum ersten Preisträger: „Insgesamt kann der Entwurf als guter Beitrag zur Weiterentwicklung des Bahnhofareals unter Beibehalt der grundsätzlichen Verkehrsstrukturen gewertet werden.“

Weitere Preisträger sind das Planungsbüro „raumwerk“ aus Frankfurt und an das Büro schneider + schumacher (Frankfurt), einen Anerkennungspreis erhielt das Büro Ortner & Ortner aus Köln. +++ pm

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1 Kommentar

  1. Diese “luftigen” Wolkenplanungen kennen wir ja bereits: Ochsenwiese, Löhertorareal und andere innerstädtische Hässlichkeiten sollen ja umfangreich um- oder neu gebaut werden. Doch inzwischen stockt an vielen Stellen die Bautätigkeit weil dem “Hofbaumeister Küllmer” und anderen Firmen schon jetzt einfach die Leute fehlen für die vielen derzeit offenen Baustellen in Fulda. Daher mein Rat an die Stadt: bevor man solche und ähnliche Riesenplanungen macht erst mal gute Architekten mit der Umsetzbarkeit beauftragen. Und manche innerstädtischen Wohnprojekte scheitern einfach daran, weil auch die Wohnungsbaugesellschaften kaum noch freie Kapazitäten haben. Arbeitet erst mal all das ab, was derzeit noch offen ist. Und dann könnt ihr ja gerne neue “Planungen ” machen. Und noch ein tipp zum Schluss: Gras rauchen bei solchen Planungen sollte man besser bleiben lassen. Was dabei rauskommt sehen wir ja. ;-))

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