Hattdorf. Am Standort Hattorf des Verbundwerkes Werra wird die Rohsalzförderung und -verarbeitung am heutigen Donnerstag wieder aufgenommen. Aufgrund der gestiegenen Wasserführung der Werra kann das Verbundwerk damit zumindest vorübergehend wieder an allen drei Standorten voll produzieren.
Die Niederschläge der vergangenen Tage haben zu einem deutlichen Anstieg der Wasserführung in der Werra geführt. Dadurch können die täglich anfallenden Haldenabwässer vollständig eingeleitet werden. Zudem konnten in den vergangenen Tagen bereits gespeicherte Produktionsabwässer in die Werra eingeleitet werden. Somit besteht vorerst wieder ausreichend Entsorgungssicherheit, um die Produktion an diesem Standort wieder anfahren zu können.
Ohne weitere Versenkmöglichkeiten bzw. anhaltend hohe Pegel in der Werra ist eine volle Produktion über einen längeren Zeitraum im hessisch-thüringischen Kalirevier jedoch nicht möglich. Trotz des effizienten Abwassermanagements können je nach Wetterlage in den nächsten Wochen erneute Produktionseinschränkungen nicht ausgeschlossen werden, da die Prüfung der von K+S beantragten Fortsetzung der Versenkung von salzhaltigen Abwässern bis Ende 2021 weiter andauert. Die von der Aufsichtsbehörde übergangsweise genehmigte Versenkmenge von 725.000 Kubikmetern für das laufende Jahr ist seit Ende Oktober ausgeschöpft. Die bereits implementierten temporären Maßnahmen (Springen und Bergmannssegen-Hugo) helfen, können die fehlende Versenkerlaubnis jedoch nicht kompensieren. Daher ist die Entsorgung der Produktions- und Haldenabwässer auch weiterhin maßgeblich von der Wasserführung der Werra abhängig.
Die Produktionspause am Standort Hattorf hatte am 4. Mai 2016 begonnen und konnte lediglich im Juni für einige Tage unterbrochen werden. Rund 1.300 der insgesamt 4.400 Mitarbeiter des Verbundwerks Werra waren zuletzt von der Kurzarbeit betroffen. +++

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