Nach Demo in Köln: Hessen kündigt hartes Vorgehen gegen Hooligans an

Peter Beuth (CDU)
Peter Beuth (CDU)

Wiesbaden. Nach den Krawallen von Köln hat die schwarz-grüne Landesregierung in Hessen ein hartes Vorgehen gegen gewaltbereite Hooligans angekündigt. „Was in Köln einige Hooligans getan haben, ist pures Ausleben von Gewalt gegen die Polizei“, agte Landesinnenminister Peter Beuth (CDU) der „Welt“. „Gegen solche Straftaten werden wir mit allen rechtsstaatlichen und polizeilichen Mitteln konsequent vorgehen.“ Über die Fußballvereine müsse zudem erreicht werden, dass gegen Gewalttäter „Sanktionen erlassen werden“, so Beuth.

Am Sonntag hatten mehrere Tausend Anhänger der Vereinigung „Hooligans gegen Salafisten“ in der Kölner Innenstadt demonstriert. Trotz eines Großaufgebots der Polizei kam es dabei immer wieder zu schweren Gewaltausbrüchen: Die Demonstranten warfen etwa mit Flaschen, Steinen und Pyrotechnik. Zudem wurden die Beamten mit Leuchtpistolen beschossen. Die Polizei reagierte darauf mit dem Einsatz von Schlagstöcken, Pfefferspray und Wasserwerfern. Mindestens 44 Beamte wurden verletzt, 17 Randalierer wurden festgenommen.

De Maizière verlangt Verbot von Hooligan-Demonstrationen

Demonstrationen wie die in Gewalt umgeschlagene Aktion von Hooligans in Köln müssen nach Ansicht von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) verboten werden. „Was wir in Köln erlebt haben, hat mit Terrorismus nichts zu tun“, sagte der Minister der „Bild-Zeitung“. „Das waren üble, gewalttätige Ausschreitungen, verbunden mit viel Alkohol.“ Die Gewalt habe sich vor allem gegen Polizei, Rettungskräfte und Medien gerichtet. „Solchen Exzessen mit Ansage müssen und werden wir mit aller Härte entgegentreten. Das hat mit Demonstrationsfreiheit nichts mehr zu tun und sollte dementsprechend untersagt werden.“ Bei schweren Ausschreitungen im Zuge einer Demonstration von Hooligans waren am Sonntag in Köln Dutzende Polizeibeamte verletzt worden. +++ fuldainfo


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