Markt für Wohnimmobilien 2018: Hohes Preisniveau in deutschen Städten setzt sich fort

Wir brauchen eine langfristig angelegte Wohnungspolitik

Miete, Wohnung

Die Preise für Grundstücke, Wohnungen und Häuser sind 2018 in den deutschen Städten weiter gestiegen. Nach einer Umfrage des Deutschen Städtetages war das im vergangenen Jahr in über 80 Prozent der Städte der Fall. Dieser Trend wird sich auch 2019 fortsetzen, so die Prognose. 81 Prozent von 71 befragten Städten aus der Mitgliedschaft des Deutschen Städtetages registrierten im vergangenen Jahr wachsende Preise für Wohneigentum. Besonders die Preise für Wohnungen kletterten weiter: 90 Prozent der Städte ermittelten für diesen Teilmarkt steigende Preise, das sind vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

„Die Preisentwicklung geht in vielen Städten weiter nach oben. Zwar hat sich gleichzeitig der Rückgang der Verkaufszahlen bei Grundstücken und Wohnimmobilien im Vergleich mit dem Vorjahr nicht fortgesetzt, aber das Ergebnis der Umfrage zeigt: Das Angebot an Wohnimmobilien am Markt bleibt nach wie vor hinter der hohen Nachfrage zurück“, bewertet Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, das Ergebnis. „Um bezahlbaren Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung zu schaffen, mobilisieren die Städte Bauland und werben für mehr Wohnungsbau. Bund, Länder, Kommunen und Immobilienwirtschaft müssen dabei eng zusammenarbeiten, auch um das Bauen zu beschleunigen. Wir brauchen eine langfristig angelegte, kontinuierliche und ressortübergreifende Wohnungspolitik für breite Schichten der Bevölkerung. Nur so ist eine Trendwende möglich.“

Für die Umfrage ermittelten zwölf Prozent der Städte konstante, sieben Prozent sinkende Preise für unbebaute und bebaute Grundstücke sowie Wohnungen und Häuser. Im gleichen Zeitraum entwickelten sich die Kaufvertragszahlen in 36 Prozent der befragten Städte rückläufig, 32 Prozent stellten Abschlüsse auf Vorjahresniveau fest, ebenfalls 32 Prozent eine Steigerung von Verkäufen. Für die Erhebung prognostizierten 70 Städte außerdem die zukünftige Entwicklung am Markt für Wohnimmobilien. Für unbebaute und bebaute Grundstücke erwarten die Städte im Mittel weiterhin konstante Verkaufszahlen und steigende Preise. Der Trend der Vorjahre würde sich damit auch 2019 fortsetzen.

Für die Umfrage zur Entwicklung des Marktes für Wohnimmobilien wertet der Deutsche Städtetag jährlich die Datensätze aus den Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte in den beteiligten Städten aus. Diese erhalten aufgrund gesetzlicher Verpflichtung u. a. alle von den Notaren beurkundeten Immobilienkaufverträge. Die vorliegenden Ergebnisse ermöglichen eine erste, auf den tatsächlichen Immobilientransaktionen und den dabei gezahlten Kaufpreisen beruhende Auswertung über das Marktgeschehen des vergangenen Jahres.

Die Daten werden aus einem repräsentativen Durchschnitt von insgesamt 76 Mitgliedstädten des Deutschen Städtetages bereitgestellt. Die untersuchten Städte sind geografisch den Analyseregionen Nord, Süd und Ost zugeordnet. Für das vergangene Jahr konnten 71 Städte Datensätze zur Umfrage beisteuern. +++

Es gibt einige Regeln, die alle Diskussionsteilnehmer einhalten müssen. Wir bitten um Beachtung.

[Kommentarregeln hier klicken]

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Demokratie braucht Teilhabe!