Marcel Reif: Frauenfußball-Wahrnehmung nie wie bei Männern

Der Sportkommentator Marcel Reif glaubt nicht, dass die Begeisterung für den Frauenfußball nach dem erfolgreichen EM-Auftritt der deutschen Nationalmannschaft in England lange bestehen bleiben wird. „Der Fußball der Frauen wird nie die Wahrnehmung erzielen wie jener der Männer“, sagte er der „Südwest Presse“. Er glaube nicht, dass die Fußballfrauen in Deutschland den Männern den Rang ablaufen könnten. „Abseits der Länderspiele kommen zu den Ligaspielen der Frauen im Schnitt 800 Zuschauer. Wenn die Frauen das nicht akzeptieren, werden sie immer ein Problem haben“, sagte Reif. Einen Vergleich zwischen den Fußballfrauen und den Fußballmännern hält der 72-Jährige ohnehin nicht für sinnvoll: „Ein Vergleich ist doch absurd. Die Wucht bei den Männern, das Tempo, die Zweikampführung sind ganz anders. Zum Glück.“ Das will Reif nicht als Häme verstanden wissen: „Ich habe damit begonnen, Frauenfußball ernst zu nehmen, als die Fußballerinnen nicht mehr darauf aus waren, von einem Mann zu hören: Hey, so schlecht ist es ja gar nicht. Das ist ja fast wie Männerfußball.“ Aus seiner Sicht ist Frauenfußball eine andere Sportart. Dem Kommentator zufolge könnten die Männer auch von den Frauen lernen: „Bei den Frauen ist weniger Theatralik, weniger Ego im Spiel. Und es ist fröhlicher und leichter.“

Coronadaten

Da am Wochenende nur noch wenige Gesundheitsämter und Landesbehörden Daten an das RKI übermitteln, werden keine Daten am RKI eingelesen, sodass es bei den absoluten Fallzahlen keine Veränderung zum Vortag gibt. Die Änderung der 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag beruht lediglich auf einer Änderung des Bezugszeitraums (jeweils 7 Tage vor dem Tag der Berichterstattung).

Letzte Aktualisierung: 08.08.2022, 06:22 Uhr
 Inzidenz7-Tage-Fallzahl
Fulda
482,9 ↓1077
Vogelsberg614,2 →648
Hersfeld
551,1 →663
Main-Kinzig359,0 →1514

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