„loheland 100 – Gelebte Vision für eine neue Welt“

Ausstellungseröffnung im Vonderau Museum Fulda

Anlässlich ihrem 100-jährigen Bestehen sowie in Anlehnung an das 100-jährige Jubiläum des 1919 in Weimar gegründeten Staatlichen Bauhauses, eine einstige Kunstschule für Architektur und Design, wird die einstige 1919 von Louise Langgaard (1883 – 1974) und Hedwig von Rohden (1890 – 1987) gegründete „Loheland Schule für Körperbildung, Landbau und Handwerk“ (heutige Siedlung „Loheland“) ab Donnerstagabend bis zum 5. Januar 2020 in Kooperation mit dem historischen „Archiv der Loheland-Stiftung“ erstmalig im städtischen Vonderau Museum in Fulda gezeigt. Unter der Überschrift „Gelebte Visionen für eine neue Welt“ reicht das Repertoire, das mit etwa 800 Exponaten gezeigt wird, von tausenden originalen Kunstwerken und Designobjekten über Werkstatt- und Alltagsgegenständen bis hin zu Fotos und Dokumenten, das für seinen Betrachter, so verspricht die Sonderausstellung, „alle Facetten Lohelands erlebbar werden lässt“. Der Fokus der Ausstellung liegt auf der erfolgreichen Tätigkeit der Zeitspanne von 1919 bis 1933. Am Donnerstagabend wurde die Ausstellung in der Kapelle des Vonderau Museums Fulda im Beisein geladener Gäste aus der Politik, Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft feierlich eröffnet.

Die Siedlung Loheland, etwa 10 Kilometer östlich von Fulda, am Fuße der Rhön galt in der Weimarer Republik als Provokation: denn hier wurden Frauen mittels einer Gymnastik-Ausbildung befähigt, selbstbestimmt zu leben. Wie auch das Bauhaus feiert auch Loheland in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag. Elisabeth Mollenhauer-Klüber hat zusammen mit Michael Siebenbrodt die Jubiläums-Ausstellung im Vonderau Museum kuratiert und erzählt, was es mit dem emanzipatorischen Projekt auf sich hatte… „Es ist natürlich kein Zufall, dass das Bauhaus und die Siedlung Loheland dieses Jahr ihren hundertsten Geburtstag feiern. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts – der Krieg war zu Ende, die Monarchie zusammengebrochen – keimt die Hoffnung auf eine neue Zeit. 1919 gibt es eine unglaubliche Menge an Neugründungen von Schulen. Alle gehen der Frage nach, wie man Menschen so ausbildet, dass sie in der Lage sind, diese neue Zeit zukunftsfähig zu gestalten. Aber während sich das Bauhaus fragte, was braucht der neue Mensch? fragten die Loheländerinnen spezifisch, was braucht die neue Frau? Louise Langgaard, eine der Gründerinnen der ‚Loheland Schule für Körperbildung, Landbau und Handwerk‘, hatte eine künstlerische Ausbildung genossen und fühlte sich stark benachteiligt gegenüber ihren männlichen Kollegen. Sie hatte das Gefühl, sie komme nirgendwo rein – auch weil sie eine Frau war. ‚Mir schwebt eine neue Art von Künstlerinnen vor, nämlich Frauen, die ruhig und sicher in sich ruhen‘, erklärte sie 1911 und nahm damit das Motto der späteren Loheland-Gründung vorweg. Hier sollten sich Frauen heranbilden, die sich in der Lage sahen, ihr Leben eigenständig zu gestalten“, so Elisabeth Mollenhauer-Klüber.

„Im Zentrum des Bildungskonzeptes von Loheland stand die Gymnastik. Es ging dabei allerdings nicht um Bodyshaping im heutigen Sinne. Der Gymnastikunterricht verstand sich als umfassende Sinnesschulung. Auch das ist eine Parallele zum Bauhaus. Die Übungen sollten Frauen einen emanzipatorischen Weg aufzeigen. Wie beim Bauhaus lautete der Leitgedanke: Wie gestalte ich mein Leben in Verbindung zu Tieren, Pflanzen und zur ganzen Erde? Wir kennen ja die Bilder von Gymnastiktreibenden auf dem Dach des Bauhauses, aber in Loheland bildete dieser Bewegungsunterricht das Zentrum der Schule. Bei den Übungen kommt es nicht darauf an, etwa ein Bein zu beugen. Vielmehr steht der bewusst handelnde Mensch im Interesse. Ist er in der Lage, das Beugen bewusst wahrzunehmen? Kraft und Anmut sind dabei eher nebensächlich. Ziel der Gymnastik ist es, zu wissen, wie man sich ins Leben stellt. Und anders als beim Bauhaus wurden die Werkstätten und das bildkünstlerische Arbeiten in Loheland nur ergänzend zur Bewegungslehre eingesetzt.“

Die Anfänge der Siedlung Loheland werden auf Mai 1919 datiert. Louise Langgard und Hedwig von Rohden kauften am Fuße der Rhön 540.000 Quadratmeter Wald und Acker und nannten dies „Loheland“. „Es gab dort keinen Strom und kein Wasser“, weiß Elisabeth Mollenhauer-Klüber. „Aber der Verein ‚Bund für klassische Gymnastik‘, dem die beiden Frauen vorstanden, hatte lange vergeblich nach einem Gutshof gesucht, wo eine Schule hätte eröffnet werden können. Zu jener Zeit zählte der Verein etwa 80 Frauen aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland. Das waren polyglotte Frauen aus bürgerlichen Verhältnissen. Diese Frauen haben auf dem lehmigen Acker ein Notwohnhaus aufgestellt und einen gymnastischen Übungsraum. Die Schülerinnen wurden in den umliegenden Bauernhöfen untergebracht, Dachkammern wurden angemietet und diese Stuben mit Erzeugnissen aus der eigenen Weberei und Schreinerei ausgestattet, denn den Loheländerinnen war wichtig, dass die Unterkünfte ihrer Schülerinnen einen bestimmten ästhetischen Anspruch erfüllten.“

Nach 1934 gab es auf Loheland bereits mehr als 20 Häuser, die heute alle unter Denkmalschutz stehen. Das Gelände war auf 540 Quadratmeter erweitert worden. Die Frauen haben gemeinschaftlich gekocht, gegessen, gewaschen und nicht nur ihre Gymnastiklehrerinnen-Ausbildung gemacht: auf Loheland wurde fotografiert, gewebt, getischlert, gedrechselt, getöpfert, es gab eine Korbbinderei, eine Gärtnerei, eine Lederwerkstatt und eine international erfolgreiche Hundezucht. Zudem haben die Frauen das komplette Gelände aufgebaut, knapp 500 Schülerinnen ausgebildet und ihre Erzeugnisse weltweit vertrieben, wie beispielsweise auf der internationalen Kunstgewerbeausstellung in Monza. 1919 in Künzell bei Fulda als Schul- und Siedlungsexperiment gegründet, setzte die Ausbildungsstätte für Gymnastik und Tanz stets von Frauen geführte private Bildungseinrichtung, wie auch das Bauhaus, auf die Einheit der künstlerischen Disziplinen und die Ausbildung aller Talente der Studierenden. Seine Anfänge nahm Loheland auf Schloss Bieberstein, das damals im ständigen Besitz der Fuldaer Fürstäbte gewesen war. Die Gründerinnen der Loheland Schule für Körperbildung, Landbau und Handwerk, Hedwig von Rhoden und Louise Langgard, lebten seinerzeit eine Zeit auf Schloss Bieberstein.

Elisabeth Mollenhauer-Klüber vom „Archiv der Loheland-Stiftung“ fungiert als Ideengeberin und Initiatorin von loheland 100. Die Vorbereitungen auf „loheland 100 – Gelebte Visionen für eine neue Welt“ reichen bis ins Jahr 2014, „die letzten zwei Jahre haben diese sich intensiviert“, so die Initiatorin bei der Ausstellungseröffnung am Donnerstagabend in Fulda. Insgesamt waren an den Vorbereitungen mit Dr. Gregor Stasch, Dr. Sabine Fechter und Dr. Frank Verse drei Museumsleiter des städtischen Vonderau Museums beteiligt.

„Das Vonderau Museum Fulda ist genau der richtige Ort für eine Jubiläumsausstellung wie 100 Jahre Loheland“, beantwortete der Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Dr. Heiko Wingendeld, am Abend der Ausstellungseröffnung in der Kapelle des Vonderau Museum die letzten zwei Jahre vielmals an ihn herangebrachte Frage, ob denn das Vonderau Museum der richtige Ort für eine Ausstellung wie „loheland 100 – Gelebte Visionen für eine neue Welt“ sei. In diesem Kontext verwies er auf das diesjährige Stadtjubiläum (1275 Jahre Klostergründung Fulda). Auch bei „100 Jahre Loheland“ handle es sich, so der Oberbürgermeister weiter, um eine „Jubiläumsausstellung“. „Es ist an der Zeit, dass Loheland erstmals umfassend in einer großen Ausstellung vorgestellt wird“, sagte er. Das Vonderau Museum, so der OB weiter, sei nicht nur ein Stadtmuseum, sondern auch ein Regionalmuseum. „Und die Bedeutung von Loheland – gerade auch in den Jahren 1919 bis 1933 mit seinem damals so beeindruckenden europa- und weltweiten Netzwerk, dass natürlich auch heute noch fortbesteht, geht weit über die regionale Bedeutung des besonderen Ortes Dirlos in der Nähe von Fulda im Landkreis Fulda hinaus. Loheland hat in mehrfacher Hinsicht internationale Bedeutung. Hedwig von Rhoden und Louise Langgaard haben Loheland bewusst als Schul- und Siedlungsexperiment für Frauen gegründet und haben damit baulich in dieser Region etwas absolut Neues geschaffen. Heute ist die einstige Frauensiedlung Loheland, die in der Zeit von 1919 bis 1933 entstand, ein einzigartiges Beispiel für Siedlungsprojekte in der Zwischenkriegszeit und Bauhausepoche.“

Doch Loheland stehe nach dem OB nicht nur für Gebäude, sondern auch für eine ganz besondere Bildungstradition. „Es geht bei Loheland um eine Bildungskultur, die von Anfang an bewusst die ganzheitliche Betrachtung und Förderung des Menschen im Blick hatte“, so Oberbürgermeister Dr. Wingenfeld. „In einer Zeit des Umbruchs, in denen viele Gewissheiten untergegangen waren, haben die Gründerinnen Lohelands nicht darauf gewartet, dass die Welt sich verändert, sondern sie haben sich mit unglaublicher Energie und Innovationskraft neue Wege erschaffen, die bis heute von bleibender Wirkung sind.“ Abschließend warb Wingenfeld dafür, Loheland einmal zu besuchen und sich „inspiriert von der Ausstellung im Vonderau Museum“ auf ganz neue Facetten Lohelands einzulassen. Der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Fulda, Frederik Schmitt, ging in seinem Grußwort zur Eröffnung von „loheland 100 – Gelebte Visionen für eine neue Welt“ auf die Umstände der Gründung im historisch bewegten Jahr 1919 ein und beleuchtete die seinerzeit schwierigen Startbedingungen der mutigen Frauen. Der Landkreis Fulda hatte die Idee, den 100-jährigen Geburtstag Lohelands mit einer Ausstellung zu würdigen, von Anfang an unterstützt sowie die finanziellen Voraussetzungen für diese geschaffen.

„Aus der heutigen Perspektive eines Alltags, der im Straßenwerk von Sportgarderobe geprägt ist, ist es eigentlich kaum noch nachvollziehbar, dass ausgerechnet eine Ausbildung zur Gymnastiklehrerin junge Frauen seinerzeit aus ihrem bürgerlichen Korsett befreien konnte – und doch steckt genau in diesem Zusammenspiel von Körper, Raum und Gesellschaft das große emanzipatorische Potenzial der Jahrhundertwende und speziell der Loheland-Schule“, so die Geschäftsführerin der Hessischen Kulturstiftung, Eva Claudia Scholtz, am Donnerstagabend anlässlich der Ausstellungseröffnung „loheland 100 – Gelebte Visionen für eine neue Welt“ in Fulda. „Gret Palucca, Mary Wigman, Isadora Duncan waren Frauen, die als Ausdruckstänzerinnen Berühmtheit erlangt haben und gleichberechtigt und im gleichen Atemzug möchten wir auch Eva Maria Deinhardt, eine spätere Loheländerin benennen, die genau in diesen Kreis hineingehört. Abstrakte, expressive Kostüme gehörten dazu, wofür die Frauen von Rhoden und Langgaard bekannt wurden. Die Loheländerinnen gingen jedoch noch weiter und sie beschritten mit einem ganzheitlichen Lehrkonzept, das sich seinen Inhalten auf vielerlei Arten näherte, den Weg der Moderne. Der Körper, Raum und als Konsequenz daraus die Bewegung wurden gymnastisch, künstlerisch und lebensweltlich erforscht. In diesem Gleichgewicht aus Leben und Lehre entwickelten die Loheländerinnen eine dem Bauhaus verwandte Schule der Gestaltung, deren historische Besonderheit langsam wieder in das kulturelle Bewusstsein gerückt wird und Ihr einhundertjähriger Geburtstag wird in diese Ausstellung gewürdigt“, so die Geschäftsführerin der Hessischen Kulturstiftung, Eva Claudia Scholtz, in ihrer weiteren Rede zur Eröffnung der Jubiläumsausstellung bezugnehmend dem 100-jährigen Geburtstag von Loheland.

„Loheland und das Bauhaus verbindet nicht nur die Gründung vor einhundert Jahren, sondern eine große Reihe an Idealen und Ideen. Zu allererst ist hier der gemeinsame Gründungsimpuls zu nennen. Beide Schulen, das von Walter Gropius (1883 – 1969) ins Leben gerufene ‚Staatliche Bauhaus Weimar‘ sowie die von Hedwig von Rhoden und Louise Langgaard gegründete ‚Loheland Schule für Körperbildung, Landbau und Handwerk‘, entsprangen dem visionären Ziel, nach dem Schrecken des Ersten Weltkrieges Bildungsstätten mit gänzlich neuen Lehrinhalten zu errichten. Diese sollten sich grundlegend von der bisherigen akademischen Ausbildungstradition unterscheiden. Auf den Ideen der Reformbewegung aufbauend, sahen sie Gropius als auch von Rhoden und Langgaard den Menschen aufgrund seiner ihm innewohnenden Veranlagung zu schöpferischem Wirken und Handeln befähigt. Diese galt es in der Ausbildung zu entdecken und freizulegen, um damit die Basis dafür zu schaffen, eine Veränderung der bestehenden Verhältnisse zu bewirken. Anders als am Bauhaus errichteten die Gründerinnen von Loheland ihre Schule als eine reine Frauenkolonie. Hier sollte den Studentinnen ein selbstständiges und unabhängiges Leben ermöglicht werden, ein soziales Anliegen, das für diese Zeit beispielhaft war. Der an der Körperschule orientierte Unterricht, die Produktion in den verschiedenen handwerklichen Werkstätten sowie das Zusammenleben verschränkten sich auf Loheland auf das engste. Die so verfolgten Grundsätze, etwas sich den konkreten Bedürfnissen einer wachsenden Gemeinschaft durch den sukzessive entwickelten Siedlungsbau anzupassen oder die Idee, durch biologische Selbstversorgung im Landbau weitgehende Autonomie zu erlangen, basieren auf Überlegungen, die heute in abgewandelter Form immer noch virulent sind und Denkanstöße zu einer nachhaltigen Lebensweise geben können. Über diese Beschäftigung mit grundlegenden Wohn- und Lebensfragen hinaus, die auch das Bauhaus in den vierzehn kurzen Jahren seines Bestehens stark bewegten, ist die Ausrichtung der Ausbildung in Loheland vor allem mit der Ära des Bauhauses während seiner Weimarer Zeit vergleichbar“, sagte die Direktorin des Bauhaus-Archivs Berlin, Dr. Annemarie Jaeggi, am Donnerstag anlässlich der Ausstellungseröffnung der Jubiläumsausstellung „loheland 100 – Gelebte Visionen für eine neue Welt“ in Fulda. Weiter sprach Michael Siebenbrodt als Kurator der Ausstellung an diesem Abend zu den Gästen. In seiner Rede zur Eröffnung gab er einen umfassenden Einblick in die anthroposophische Lehre und unterstrich dabei auch die Ernährung. Nebenstehend verwies er auf das Geburtsjahr von Loheland-Gründerin Louise Langgard und den Bauhaus-Gründer Walter Gropius, die beide im Jahr 1883 geboren wurden.

Besondere Dankesworte galten am Eröffnungsabend von Seiten verschiedener Akteure allen, die an „loheland 100 – Gelebte Visionen für eine neue Welt“ in der Vergangenheit beteiligt waren sowie es gegenwärtig auch noch sind. Eigens zur Sonderausstellung wurde ein von der Hessischen Kulturstiftung geförderter Begleitband (200 Seiten; erschienen im Michael Imhof Verlag) realisiert. Dieser ist ab sofort für 19,95 Euro im Museumsshop des Vonderau Museums Fulda erhältlich. Die Initiatorin der Ausstellung, Elisabeth Mollenhauer-Klüber, dankte am Donnerstagabend dem Michael Imhof Verlag für die gute, konstruktive Zusammenarbeit, die beim Erstellen des Begleitbandes beständig gewahrt worden war. Nebenstehend galt ihr Dank am Donnerstagabend den Studierenden der Kunsthochschule Dresden, die mit der originaltreuen Nachbildung der einst auf Loheland entstandenen Tanzkostüme und Masken betraut wurden. Die Originale wurden verbrannt.

Einen musikalischen Eindruck von der künstlerischen Breite der frühen Loheländer Jahre ermöglichten am Abend der Ausstellungseröffnung Marius Staible und Daniel Roth (Ensemble Con:trust) von Hochschule für Musik Franz Liszt, Weimar, die die Vernissage mit zeitgenössischer Musik in einer Bearbeitung für zwei Akkordeons umrahmten – darunter Originalkompositionen von Loheländerinnen, die fast 100 Jahre lang nicht mehr zu hören waren, und eine Fuge des Bauhaus-Meisters Lionel Feininger.

Inhalt der Ausstellung

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Themenkreise, die in vier Ausstellungssälen präsentiert werden:

  1. Loheland im Netzwerk der europäischen Avantgarde – eine Chronologie
  2. Das Herz Lohelands: Körperbildung, Gymnastik, Tanz, Theater und Musik
  3. Die Loheland-Werkstätten: Kunsthandwerkliche Produktion auf der Grundlage gymnastischer Schulung
  4. Bildkünstlerisches Schaffen als Ausgangspunkt für kreatives Leben und Arbeiten
  5. Die Siedlung Loheland und ihre Architektur

Zur Einführung vermittelt ein chronologischer Überblick den Werdegang Loheland 1919 bis 2019. In parallelen Strängen werden die zeitgleichen Entwicklungen in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kunst visualisiert. Darüber hinaus wird das nationale und internationale Netzwerk Lohelands gezeigt. Im Zentrum des zweiten Themenkreises steht der Ausdruckstanz, der bis 1923 zentraler Teil der Ausbildung in Loheland war. Dazu wurden zahlreiche Tanzkostüme und Masken durch Studentinnen der Kunsthochschule Dresden originaltreu nachgebaut, die durch einen Brand in den 1920er Jahren zerstört worden waren. Zu den Tänzen gehörte Musik, die teilweise durch die Loheländerinnen selbst komponiert wurde. Orchester- und Chorarbeit war Teil des kulturellen Lebens in Loheland. +++ jessica auth

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