Linnemann soll Gesundheitsminister werden – Warken wechselt ins Kanzleramt

Carsten Linnemann (CDU)
Carsten Linnemann (CDU)

Nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn zeichnet sich in der CDU ein umfassender personeller Umbau ab. Nach übereinstimmenden Berichten der „Bild“-Zeitung und des „Handelsblatts“ soll der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann neuer Bundesgesundheitsminister werden. Die bisherige Amtsinhaberin Nina Warken (CDU) soll demnach als Nachfolgerin von Thorsten Frei ins Bundeskanzleramt wechseln.

Den Berichten zufolge soll Warken künftig das Amt der Kanzleramtsministerin übernehmen. Frei hatte das Bundeskanzleramt bislang geführt. Mit dem Wechsel würde zugleich das Bundesgesundheitsministerium neu besetzt: Carsten Linnemann soll erstmals in das Bundeskabinett einziehen und die Leitung des Ressorts übernehmen.

Auch innerhalb der CDU-Parteiführung werden weitere Veränderungen erwartet. Nach Informationen des „Handelsblatts“ soll Franziska Hoppermann die Nachfolge Linnemanns als CDU-Generalsekretärin antreten. Zudem soll Philipp Amthor (CDU), derzeit Staatssekretär im Digitalministerium, im Bundeskanzleramt die Funktion des Staatsministers für die Bund-Länder-Zusammenarbeit übernehmen und damit Michael Meister ablösen.

Auslöser des Personalumbaus ist der Rücktritt von Jens Spahn als Vorsitzender der Unionsfraktion. Spahn war in die Kritik geraten, weil er privat die Dienste einer Leihmutter im Ausland in Anspruch genommen hatte, obwohl er sich politisch für ein Verbot dieses Modells ausgesprochen hatte.

Eine offizielle Bestätigung der Personalentscheidungen lag zunächst nicht vor. Die Berichte berufen sich auf Informationen aus CDU-Kreisen beziehungsweise auf eigene Recherchen. +++


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