Kunst gegen Komasaufen: Schülerinnen aus Fulda werden 3. Landessieger

Auszeichnung durch Gesundheitsminister Stefan Grüttner

Fulda. Auszeichnung für Schülerinnen aus Fulda: mit ihrem Plakat belegten die beiden 17-jährigen Alexandra Gaurun und Marie Jahn von der Ferdinand-Braun-Schule beim Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ den 3. Platz in Hessen. Im Frühjahr hatten sich mehr als 7.000 Schüler mit kreativen Ideen an der Kampagne der DAK-Gesundheit zum Thema Rauschtrinken und Alkoholmissbrauch beteiligt.

„Die rückläufigen Zahlen von hessischen Kindern und Jugendlichen, welche aufgrund einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden müssen, geben Anlass zur Hoffnung. Dennoch gibt es immer noch eine zu hohe Anzahl von Alkoholexzessen bei Heranwachsenden und wir dürfen nicht nachlassen in unserem Engagement gegen das so genannte Komasaufen und gegen Alkoholmissbrauch“, so Gesundheitsminister Stefan Grüttner als Schirmherr der Kampagne. „Durch den übermäßigen Konsum von Alkohol können schwere körperliche und seelische Probleme auftreten. Insbesondere beim ‚Komasaufen‘ wird aus Spaß schnell Ernst und eine erhöhte Gefahr der Alkoholabhängigkeit besteht. Gerade deshalb ist es wichtig, eine Initiative wie ,bunt statt blau‘ gegen den Alkoholmissbrauch zu unterstützen.“

„Wenn es um den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen geht, sind junge Künstler die glaubwürdigsten Botschafter“, sagt Christian Beser, Chef der DAK-Gesundheit Fulda. „Ihre Bilder verdeutlichen offen und schonungslos die Risiken beim Rauschtrinken und zeigen gleichzeitig Alternativen auf.“ Das diesjährige Siegerplakat trägt den Slogan: „Laß Dich nicht von deiner Sucht ertränken“ und zeigt einen Jugendlichen der droht im Alkohol unterzugehen. Auf der anderen Seite zeigt das Bild auch die Freude junger Menschen an einem Leben ohne Alkohol.

Auch das Bild der beiden Drittplatzierten besticht durch eine einfache und klare Botschaft. „Wir heben ab – ohne Alkohol“, fordern Alexandra Gaurun und Marie Jahn. „Mit unserem Plakat wollen wir sagen, dass man auch abheben kann und Spaß haben kann ohne Alkohol. Es ist nicht nötig sich zu betrinken. Alkohol kann die Persönlichkeit verändern, deshalb sollte man seine Grenzen kennen.“ Den zweiten Platz belegte die 16-jährige Schülerin Elena Fink von der Friedrich-Fröbel-Schule in Viernheim. Den Sonderpreis „Junge Künstler“ gewann Jona Luisa Trux (13) aus der Gesamtschule in Hungen, Landkreis Gießen. Hessische Landessiegerin wurde die 15-jährige Noemi Bloh vom Johanneum-Gymnasium in Herborn.

Zahlen und Fakten zur Kampagne

Nach aktueller Bundesstatistik kamen 2015 erneut rund 22.000 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 19 Jahren mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Auch in Hessen mussten 1.289 Kinder und Jugendliche deshalb in die Klinik. Gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 12 Prozent. Nach einer Begleitstudie wirkt sich die Teilnahme am Wettbewerb beim Alkoholkonsum Jugendlicher positiv aus. Jeder Fünfte sagte, er denke jetzt anders über die Wirkung von Alkohol. Ferner beteiligten sich Jugendliche nach der Aktion seltener am Rauschtrinken als Schüler ohne Teilnahme. Deshalb laden die DAK-Gesundheit und Gesundheitsminister Stefan Grüttner Jugendliche jedes Jahr zum Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ ein. Die Aktion gibt es seit acht Jahren. Mit inzwischen über 87.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gilt sie laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne und erhielt dafür mehrere Auszeichnungen wie beispielsweise den internationalen Deutschen PR-Preis 2014.

Wanderausstellung der Siegerplakate

Die Bundesgewinner 2017 werden in wenigen Tagen am 23. Juni in Berlin ausgezeichnet. Die besten Plakate aus allen 16 Bundesländern sind im Internet zu sehen unter www.dak.de/buntstattblau. Außerdem werden die Bilder nach den Sommerferien in einer bundesweiten Wanderausstellung in Schulen gezeigt. Die Kampagne „bunt statt blau“ ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, mit der die DAK-Gesundheit bereits seit 12 Jahren Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt. Der Plakatwettbewerb wird im Frühjahr 2018 fortgesetzt. +++

BU-FD

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