Die Halde Neuhof-Ellers ist nach Angaben des Unternehmens K+S standsicher, stellt keinen Sanierungsfall dar und bedroht weder die Umwelt noch das Trinkwasser. Anderslautende Behauptungen, die in dieser Woche auf einer öffentlichen Veranstaltung der Bürgerinitiative Umwelt Neuhof geäußert worden waren, wies das Unternehmen entschieden zurück. Spekulationen über eine angebliche Instabilität der Halde entbehrten jeder Grundlage, schürten Ängste und schadeten den Menschen vor Ort, erklärte K+S.
Nach Angaben des Unternehmens liegen keine Hinweise vor, die die von Ralf Krupp vorgebrachten Behauptungen belegen oder plausibel erscheinen lassen. K+S überwache sowohl die Halde als auch den Untergrund engmaschig. Keine der dabei gewonnenen Daten stützten die Aussagen von Ralf Krupp oder der Bürgerinitiative Umwelt Neuhof. Der Werkleiter Neuhof-Ellers, Dr. Stefan Weber, erklärte, es sei verwerflich, Menschen mit haltlosen Behauptungen zu verunsichern und Ängste zu schüren. Wer derart schwerwiegende Vorwürfe veröffentliche, müsse diese auch belegen. Entsprechende Belege oder Daten habe Ralf Krupp jedoch nicht vorgebracht.
Die 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Neuhof-Ellers stellten nach Angaben Webers täglich sicher, dass der Kali-Bergbau so umweltverträglich wie möglich betrieben werde und höchsten Sicherheitsstandards entspreche. Er verurteilte zugleich, dass die aus seiner Sicht hervorragende Arbeit der Beschäftigten öffentlich diskreditiert werde.
Zur Standsicherheit der Halde teilte K+S mit, dass es sich bei der Rückstandshalde des Werks Neuhof-Ellers um ein technisches Bauwerk handele, dessen Statik nachgewiesen sei und regelmäßig kontrolliert werde. Es gebe keine Hinweise auf turnhallengroße Hohlräume im Inneren der Halde. Ebenso seien keine wasserführenden Risse oder Karstbildungen im Haldenkern vorhanden. Bohrungen in den Haldenkern hätten dies bestätigt. Das Innere der Halde sei fest wie Gestein, hieß es. Behauptungen, wonach sich jährlich turnhallengroße Hohlräume bildeten, die langfristig zu einem Einsturz der Halde führen und eine Abdeckung wirkungslos machen könnten, entbehrten jeglicher Grundlage und gehörten ins Reich der Fabeln, sagte Weber.
Auch eine Gefährdung des Grundwassers wies das Unternehmen zurück. Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Haldenkörper im Bereich des Alte-Wiese-Tals von Grundwasser angeströmt werde. Der Grundwasserspiegel liege sowohl nördlich als auch südlich der Halde unterhalb der Unterkante des Haldenkörpers.
Eine Gefährdung des Trinkwassers bestehe ebenfalls nicht, erklärte K+S. Die Daten der Grundwassermessstellen sowie ergänzende geoelektrische Vermessungen des Untergrunds lieferten keine Hinweise darauf, dass Trinkwasserbrunnen durch die Halde beeinträchtigt würden. Bereiche, die durch Salzwasser beeinflusst seien, ließen sich durch Messungen klar abgrenzen und entsprächen dem erwartbaren Verhalten des Grundwassers. +++

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