Korridorvorschläge SuedLink – Ein erster Erfolg des Aktionsbündnisses

Bürgerinnen und Bürger sollen Antragskonferenzen zahlreich besuchen

Petersberg. Die Übertragungsnetzbetreiber Tennet TSO und Transnet BW haben jetzt den neuen Korridorvorschlag für den SuedLink veröffentlicht. Mit großer Spannung wurde erwartet, ob der Vorschlagskorridor in Thüringen oder Hessen verlaufen wird. Jetzt steht fest, dass eine Variante in Thüringen als Vorschlagskorridor beantragt wird. Dieser Korridor soll auch gemeinsame Stammstrecke für die beiden SuedLink-Projekte Wilster-Grafenrheinfeld und Brunsbüttel-Großgartach sein. Der SuedLink soll nach den Plänen ausschließlich als Erdkabel ausgeführt werden. Damit wird dem gesetzlichen Erdkabelvorrang Rechnung getragen.

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Allerdings gibt es weiterhin auch Alternativkorridore in Hessen. Die Alternativkorridorsegmente 104, 105 und 106 verlaufen östlich von Fulda in den Gemeindegebieten von Petersberg, Künzell und Eichenzell. Gegenüber den bisherigen Plänen ist das Korridorsegment 102 nördlich von Horwieden bei Almendorf, Stöckels und Steinhaus entfallen, weil die Windvorrangflächen Roßkuppe und Rotlöwenkuppe zwischen Marbach und Hünfeld geschont werden sollen. Die Gemeinden Petersberg, Künzell und Eichenzell haben sich bereits im Sommer 2015 zu einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen, um zu verhindern, dass die Trassen des SuedLink auf ihren Gemeindegebieten verlaufen, weil die Raumwiderstände hier einfach zu hoch sind und weil die Gemeindegebiete bereits durch Infrastrukturen extrem vorbelastet sind. Es ist schlicht kein Platz mehr für ein weiteres Leitungsprojekt. Das Aktionsbündnis befürwortete von Anfang an den Erdkabelvorrang statt Freileitungen, denn dadurch wird das Landschaftsbild deutlich geschont. Ziel des Aktionsbündnisses war auch immer eine gemeinsame Stammstrecke der beiden SuedLink-Projekte, weil dadurch Kosten für die Erdverkabelung gespart werden und die Akzeptanz in der Bevölkerung gesteigert werden kann. Auch die Natur wird weniger belastet. Es ist besser, wenn für die Erdkabel nur eine Grabentrasse gezogen werden muss anstelle von zwei unterschiedlichen Trassenverläufen.

Die neuen Pläne sind daher ein erster Erfolg des Aktionsbündnisses. Es haben viele Gemeinden, Institutionen, Bürgerinnen und Bürger in Hessen an einem Strang gezogen und dadurch wurde viel erreicht. Durch intensive Vorarbeiten und Engagement in den bisherigen Beteiligungsverfahren konnte aufgezeigt werden, dass die Thüringer Variante schonender für Mensch und Natur ist als die Varianten in Hessen. Die neue Planung mit der gemeinsamen Stammstrecke in Thüringen und den reinen Erdkabelkorridoren ist allerdings nur ein Teilerfolg. Noch steht die endgültige Planung nicht fest. Es ist immer noch möglich, dass eine hessische Variante im weiteren Verfahren der Bundesfachplanung letztlich ausgewählt wird. Der Widerstand gegen eine Korridorvariante in Hessen muss unbedingt intensiv fortgesetzt werden. Man darf sich jetzt nicht auf dem Erreichten ausruhen. Die Übertragungsnetzbetreiber werden den förmlichen Antrag auf Bundesfachplanung Mitte März 2017 stellen. Danach wird es Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen von öffentlichen Antragskonferenzen geben, die voraussichtlich im April oder Mai 2017 stattfinden und im Internet unter www.netzausbau.de angekündigt werden. Das Aktionsbündnis fordert die Bürgerinnen und Bürger auf, sich an diesen Antragskonferenzen zahlreich zu beteiligen und eigene Vorschläge und Einwände bei den Übertragungsnetzbetreibern einzubringen. +++

 
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1 Kommentar

  1. Der technische Fortschritt sollte demnächst um den Landkreis Fulda einen Riesenbogen machen. Denn hier gibt es nichts, wogegen sich nicht eine Bürgerinitative mit heftigstem Widerstand, sponsored by Brand (CDU) und Kömpel (SPD) findet, die dann erfolgreich alles verhindert.

    Ich empfehle daher ebenfalls, alle Handymasten im Fuldaer Land wegen der Kopfschmerzen der Bewohner abzubauen und sofort in allen Industiegebieten den Betrieb komplett einzustellen, insbesondere in Eichenzell.

    Und alle Windräder rings um Fulda und in der Rhön werden umgehend abmontiert, damit die geplagten Anwohner endlich Ruhe haben.

    Demnächst dürfen in Fulda nur noch Kartoffeln angebaut und Rinder- sowie Hühnerzucht betrieben werden.

    Der ganze neumodische Schnickschnack ist sofort abzuschalten, Internet inklusive. Denn die klugen Fuldaer informieren sich traditionell ja über die Heimatzeitung. Sonst brauchen die hier nichts.

    Und wer das hier liest, noch ein Smartphone hat, das Internet nutzt, um sich darüber zu informieren und nicht die Heimatzeitung liest sollte Fulda schleunigst verlassen. Für so Leute ist hier nämlich nichts, aber auch gar nichts zu tun.

    Und jetzt liebe Fuldaer: abschalten!

Demokratie braucht Teilhabe!