Kiews Bürgermeister sieht neue Raketenangriffe als Kriegsverbrechen

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Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, bezeichnet die neuen russischen Raketenangriffen auf die ukrainische Hauptstadt als Verstoß gegen das Völkerrecht. Der "Bild" sagte Klitschko: "Es sind eindeutig Kriegsverbrechen, die von Putins Regime begangen werden und die darauf abzielen, die zivile Infrastruktur in der Ukraine zu zerstören." Weiter sagte er: "Der Angriff auf das Herz unserer Stadt, der Angriff auf viele Städte im ganzen Land zeigt die unfassbare Grausamkeit und Brutalität, zu der Wladimir Putin und Russland bereit sind: Unschuldige Zivilisten wurden von russischen Raketen getroffen." Der Kiewer Bürgermeister forderte vom Westen, dringend benötigte Waffensysteme zu liefern, um die Ukraine vor den russischen Angriffen zu verteidigen. Klitschko: "Wir brauchen dringend mehr westliche Unterstützung, um die Menschen zu schützen, dazu zählen insbesondere Luftverteidigungs-Systeme, die auch nach fast acht Monaten Krieg noch nicht ausreichend geliefert wurden genauso wie Kampfpanzer. Der heutige Tag zeigt erneut: Jede Verzögerung kostet Menschenleben."

Außenpolitiker Kiesewetter erwartet "heiße Phase" in Ukraine-Krieg

CDU-Außenpolitiker und Oberst a. D. Roderich Kiesewetter sieht in den Raketenangriffen auf die Ukraine einen Racheakt Russlands nach dem Angriff auf die symbolträchtige Krim-Brücke. "Der Raketenbeschuss auf Kiew und weitere ukrainische Städte kann als Vergeltung gewertet werden, insbesondere weil sich die Zentrale des Geheimdienstes SBU im Stadtzentrum Kiews befindet", sagte Kiesewetter dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Die gezielten Angriffe auf Wohngebiete seien "ein klares Zeichen, dass Russland den Krieg konventionell militärisch nicht mehr gewinnen kann und deshalb umso brutaler in der Ukraine eskaliert". "Parallel flankiert Russland diese Angriffe mit Attacken auf europäische kritische Infrastruktur und mit nuklearer Erpressung", sagte Kiesewetter. Er rechnet mit weiteren brutalen Angriffen insbesondere auf die Zivilbevölkerung in der Ukraine einer Zunahme an Luftangriffen auf die Westukraine. "Wir müssen damit rechnen, dass es von Seiten Russlands in eine heiße Phase geht", so der Außenpolitiker. Er forderte die Bundesregierung zu mehr militärischer Unterstützung auf. "Damit meine ich auch explizit die Lieferung von Kampf- und Schützenpanzern." +++


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