Katastrophenschutzübung ziviler und militärischer Kräfte

Aufstellung vor dem Gesundheitsamt des Landkreises: An drei Wochenenden absolvierten zivile und militärische Kräfte des Landeskommandos Hessen gemeinsam eine mehrtägige Katastrophenschutzübung. Foto: Leoni Rehnert

Gemeinsam für die Sicherheit: Rund 180 Angehörige ziviler Rettungsorganisationen und Reservisten des Landeskommandos Hessen absolvierten in Fulda eine mehrtägige Katastrophenschutzübung. Aus diesem Anlass honorierte hoher Besuch das wichtige Engagement: Brigadegeneral Olaf von Roeder dankte als Kommandeur des Landeskommandos Hessen gemeinsam mit Landrat Bernd Woide für den freiwilligen Einsatz.

An drei Wochenenden befassten sich die Teilnehmenden aus insgesamt zwölf nördlichen Landkreisen Hessens im Gesundheitsamt des Landkreises Fulda damit, effiziente Organisationsstrukturen zu schaffen, um die vielfältigen und massiven Herausforderungen einer angenommenen Hochwasserlage zu bewältigen. Die militärische Übungsleitung hatte Oberstleutnant Jörg Kerkow, Leiter des Kreisverbindungskommandos Fulda, inne. Die zivile Leitung übernahmen seitens des Landkreises Matthias Strott (Leiter Katastrophenschutz) und Frank Reith (Fachdienstleiter Gefahrenabwehr), die diese Form der Übung als elementar wichtig erachten: „Die Zusammenarbeit erfordert ein hohes Maß an Abstimmung und fördert das Verständnis für die Situation des jeweils anderen, weil der Blick aufs Ganze gerichtet werden muss. Das ist unabdingbar für die Effizienz und Effektivität eines zielgerichteten und wirksamen Handelns.“

Ausgangspunkt der Übung war eine Unwetterlage, die besonders den nördlichen Teil des Landkreises Fulda getroffen hatte und in der Konsequenz den gesamten Landkreis sowie die angrenzenden Kreise in Mitleidenschaft zog. Angenommen wurde ein Zeitpunkt, bei dem bereits 2100 Kräfte eingesetzt sind. Die vier Einsatzräume, in die das Gebiet eingeteilt wurde, stellte die Arbeitsgruppen vor unterschiedliche Probleme wie etwa den teilweisen oder gänzlichen Ausfall der Strom- oder Trinkwasserversorgung, Beeinträchtigungen des Kommunikationsnetzes, unpassierbare Verkehrswege und die Sicherstellung der Betreuung von Menschen, die nicht in ihre zerstörten Häuser und Wohnungen zurückkonnten, erläuterte Frank Reith.

Das Fazit der Übungsleitung fiel am Ende überaus positiv aus: „Der Arbeitsaufwand hat sich gelohnt. Und man muss sagen, dass es in der Tat ein Erfolg ist, wenn eine solch umfassende Übung stattfinden kann. Man muss es wirklich hoch anrechnen, dass sich für die drei Wochenenden insgesamt jeweils bis zu 60 Freiwillige zur Teilnahme bereit erklärt haben“, resümierte Matthias Strott. Das wertschätzten General von Roeder und Landrat Woide, die sich am Samstag persönlich ein Bild von der Übung machten. Sie dankten den zivilen und militärischen Kräften, dass sie sich uneigennützig in den Dienst der Gemeinschaft stellen. Das sei wichtiger denn je und werde in diesen Zeiten offenkundig: „Wir müssen wieder zu bewährten Strukturen zurückfinden.“ Der General zeichnete in diesem Zusammenhang Frank Reith und Matthias Strott für ihr Engagement mit einer Medaille des Landeskommandos Hessen aus. +++ pm

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