Wenn im Ernstfall jede Minute zählt, entscheidet oft die Qualität der Warninfrastruktur darüber, wie schnell Menschen erreicht werden. Die Gemeinde Kalbach setzt deshalb den Ausbau ihres Sirenennetzes konsequent fort und ersetzt schrittweise die noch vorhandenen Motorsirenen des Typs E57 durch moderne elektronische Anlagen. Gleichzeitig werden zusätzliche Standorte geschaffen, um die Warnabdeckung in allen Ortsteilen weiter zu verbessern. Ziel ist es, die Bevölkerung im Katastrophen- oder Gefahrenfall schneller und zuverlässiger alarmieren zu können.
Ein erster wichtiger Schritt war bereits im Jahr 2023 erfolgt. Damals wurden die Sirenenanlagen in Mittelkalbach und Niederkalbach modernisiert. Die Gemeinde konnte hierfür Fördermittel aus dem Sonderförderprogramm „Sirenen des Bundes“ nutzen. Nachdem dieses Programm ausgelaufen war, wurde die Modernisierung mit Unterstützung des Landes Hessen fortgesetzt. Über das Sonderförderprogramm „Sirenen in Hessen“ erhielt Kalbach für jeden neuen Standort einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 5.000 Euro.
In den vergangenen Wochen wurde die nächste Ausbaustufe abgeschlossen. Elektronische Sirenen wurden an fünf weiteren Standorten installiert. Die neuen Anlagen befinden sich in Eichenried an der Kreisstraße 13a, in Heubach an der Friedensstraße 21a auf dem „Killeplatz“, in Oberkalbach in der Straße Am Fennbach 25, in Uttrichshausen in der Heubacher Straße 11a sowie in Veitsteinbach in der Landrückenstraße 55. Mit jeder neu errichteten Anlage wächst das Netz moderner Warntechnik, das im Bedarfsfall die Bevölkerung über Gefahrenlagen informieren soll.
Die baulichen Lösungen unterscheiden sich dabei je nach Standort. In Heubach und Eichenried wurden freistehende Mastanlagen errichtet, während in Oberkalbach, Uttrichshausen und Veitsteinbach die bereits vorhandenen Standorte weiter genutzt werden konnten. Grundlage für diese Entscheidungen waren zuvor extern beauftragte Schalldruckmessungen. Sie sollten sicherstellen, dass die Warnsignale die Bevölkerung möglichst flächendeckend und mit ausreichender Lautstärke erreichen.
An der Umsetzung des Projekts waren mehrere Unternehmen beteiligt. Die Firma Hörmann Sirenen lieferte die Anlagen und übernahm deren Errichtung. Die Tiefbauarbeiten führte die Firma Auth-Tiefbau aus Kalbach aus. WEMO-tec stellte den erforderlichen Hubsteiger zur Verfügung. In Uttrichshausen übernahm die Firma Karl Bedachung die Abdichtungsarbeiten am Dach, während die Firma Glock-Bau dort Zimmererarbeiten ausführte. Für sämtliche Elektroinstallationen war die Firma E-Tec verantwortlich. Die Hausanschlüsse der Mastanlagen wurden durch Osthessen Netz Fulda hergestellt.
Mit dem weiteren Ausbau der Sireneninfrastruktur verfolgt die Gemeinde Kalbach das Ziel, den Bevölkerungsschutz dauerhaft zu stärken und die Alarmierung in allen Ortsteilen an die heutigen technischen Anforderungen anzupassen. Die Modernisierung sei Teil einer Entwicklung, mit der Kommunen ihre Warnsysteme nach und nach erneuerten und auf einen zeitgemäßen Stand brächten, so Kalbachs Bürgermeister Mark Bagus. +++ pm
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