Auf dem Areal der Langebrückenstraße 14 entstehen in der Fuldaer Innenstadt mit dem Wohnquartier „An der Fulda-Aue“ auf einer Grundstücksgröße von insgesamt 7.256 Quadratmetern auf einer Wohnfläche von 6.700 Quadratmetern sieben Häuser in einer Größenordnung zwischen 10 und 13 Wohnungen. Die Wohnungen sind zwischen 46 und 120 Quadratmeter groß. 19 der insgesamt 86 entstehenden Wohnungen sind Sozialbauwohnungen im Bereich der Zwei- bis-Vier-Zimmer-Wohnungen. Heute erfolgte für das Wohnungsbauprojekt An der Fulda-Aue die Grundsteinlegung. Das Bauprojekt gilt mit einem Investvolumen von 25 Millionen Euro als das bislang größte Investitionsprojekt der Investoren, Dipl.-Ing. Martin Geisendörfer und Christopher Burg. Die 19 Wohneinheiten im Bereich des Sozialen Wohnungsbau werden von der Stadt Fulda mit 685.000 Euro und dem Land Hessen gefördert. Die Fertigstellung des Wohnungsbauprojekt ist auf Spätsommer 2021 datiert.
„Dass wir heute so weit sind, um den Grundstein legen zu können – bis hierher war es ein steiniger Weg“, sagte heute Investor Martin Geisendörfer, der zusammen mit Investor Christopher Burg die Anwesenden auf der Baustelle willkommen hieß. Hatten archäologische Arbeiten im Vorfeld nicht nur den Zeitplan nach hinten geworfen, sondern auch Kosten der Baumaßnahme in die Höhe getrieben. Ein kleiner Trost für das Fuldaer Stadtarchiv, dass wertvolle Funde gesichert werden konnten. Martin Geisendörfer dankte der Stadt Fulda mit ihrem Bauaufsichtsamt sowie den Fachplanern und Ingenieurbüros. „Ich denke, die Planung ist gelungen“, sagte er. Dankesworte galten auch den Mitgliedern des Bauausschusses, der parteiübergreifend immer hinter den Investorfamilien gestanden habe. Bei dem Wohnungsbauprojekt sind vorwiegend Firmen aus der Region beteiligt; Einzig die Burger Bau GmbH & Co. KG aus Bad Kissingen, die hier den größten Einzelauftrag erworben hat. Investor Martin Geisendörfer sagte heute, dass gegen Herbstende des kommenden Jahres die ersten Wohneinheiten an die ersten Käufer übergeben werden können. Etliche Reservierungen lägen bereits vor. Ein Großteil des Pkw-Verkehrs wird über die Tiefgarage abgewickelt werden. „Das macht das Bauobjekt meiner Ansicht nach sehr hochwertig“, befand heute Geisendörfer.
Bei der 7.256 Quadratmeter großen Grundstücksgröße – hiervon betragen die Außenanlagen 4.500 Quadratmeter – sind etwa 6.000 Kubikmeter Beton, 1.300 Tonnen Stahl sowie 2.900 Quadratmeter Stahlspundwand verbaut außerdem 11.000 Kubikmeter Erdaushub getätigt worden. Dies spräche nach den Investoren für die Größenordnung des Wohnbauprojektes. Investor Christopher Burg dankte der Sparkasse Fulda, diese heute durch ihren Vorstand, Uwe Marohn, vertreten wurde. In diesem Zusammenhang sprach er von einem Glaubensbekenntnis an die Investorfamilien und die Region Fulda. „Die Sparkasse Fulda ist seit Jahren ein verlässlicher Partner“, sagte Geisendörfer. „Solche Objekte kann man ausschließlich mit verlässlichen Partnern verwirklichen.“
„Unsere Stadt wächst; Das ist erfreulich“, sagte heute Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. „Dies stellt uns aber auch vor die Aufgabenstellung, dass es gelingen muss, Wohnraum zu schaffen, und wir glauben, dass es der richtige Weg ist, dass die Stadt ‚von innen‘ heraus wächst.“ Weiter ging Wingenfeld auf die Besonderheiten des bislang größten Bauvorhabens in der Stadt ein. In ganz besonderer Weise stehe dieser Ort für die Fuldaer Stadtgeschichte. „Vor mehr als tausend Jahren hat an diesem Ort die Stadtentwicklung ihren Anfang genommen“, sagte er. „Dies ist mitunter auch der Grund dafür, warum wir heute so dankbar dafür sind, dass es in einer konzertierten Gemeinschaftsleistungen gelungen ist, mit der notwendigen Sensibilität und Vorsicht, mit diesem Ort umzugehen.“ In den folgenden Jahrhunderten habe „dieser Ort“ noch einmal eine weitere Entwicklung genommen. So habe beispielsweise der Archäologe Joseph Vonderau, der die Stadt- und Regionalgeschichte Fuldas erforschte, Ende des 19. Jahrhunderts auf dem damaligen Fabrikgelände der Firma Richard Schmitt Grabungen durchführen lassen, durch diese die ersten Einblicke in die Fuldaer Stadtgeschichte ermöglicht wurden.
„Wir als Verantwortliche für die Stadt haben seit mehreren Jahren für die Stadt ein Potential gesehen, hier Wohnraum entstehen zu lassen. Umso froher sind wir heute, dass wir mit der Grundsteinlegung das Signal dafür geben können, dass es voran geht“, so Wingenfeld. „Ich glaube an die Zukunft des Projektes!“ Oberbürgermeister Wingenfeld dankte den Investorfamilien sowie allen, die an dem Wohnungsbauprojekt beteiligt sind. Ein besonderer Dank gebührte denjenigen, die sich im Rahmen des Förderprogrammes „Stadtumbau“ über mehrere Jahre für das Bauvorhaben bemüht haben zur Ermöglichung dieser Quartiersentwicklung. Ferner galt sein Dank Dr. Frank Verse als zuständigen Stadt- und Kreisarchäologen. Gerade im Jubiläumsjahr, so Wingenfeld, stehe dieses Bauprojekt „für das, was wir uns wünschen: Nämlich Wohnraum in einem gemischten Quartier im Herzen der historischen Stadt entstehen zu lassen.“ Dass das entstehende Bauobjekt in so zentraler Lage verortet sei, unterstreiche nach Wingenfeld einmal mehr seine Eignung als Wohnquartier, worin Menschen mit ganz unterschiedlichem Geldbeutel die Möglichkeit gegeben werden, inmitten der Innenstadt wohnen zu können. „Da freuen wir uns als Stadt – und da spreche ich auch für Stadtbaurat Schreiner. Es ist nicht selbstverständlich, dass es gelingt, im Herzen der Stadt einen solchen Wohnraum entstehen zu lassen. Das Wohnquartier ‚An der Fulda-Aue‘ ist meines Erachtens eine Quartiersentwicklung, die zukunftsweisend ist“, sagte der Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld, abschließend. +++ jessica auth
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