Mit der Montage des letzten von insgesamt 31.000 Photovoltaik-Modulen hat der Bau des Solarparks Wettersbach entlang der A7 zwischen Welkers und Rothemann einen wichtigen Meilenstein erreicht. Diesen Anlass nutzte die CDU-Kreistagsfraktion für einen Besuch der Baustelle des künftig größten Freiflächen-Solarparks im Landkreis Fulda.
„Das gemeinsame Projekt von RhönEnergie und der FW-Gruppe ist beispielhaft für die Energiewende und schafft zugleich Wertschöpfung in der Region“, sagte Ingo Mihm, Vorsitzender des Arbeitskreises Wirtschaft der CDU-Kreistagsfraktion. Nach seinen Worten zählt der Landkreis Fulda mit Projekten wie dem Solarpark Wettersbach bei der Erzeugung erneuerbarer Energien hessenweit zur Spitzengruppe.
Auf einer Fläche von 12,5 Hektar entsteht entlang der Autobahn A7 die größte Freiflächen-Photovoltaikanlage im Landkreis. Nach der geplanten Inbetriebnahme Anfang Oktober soll sie rechnerisch rund 6.000 Privathaushalte mit Strom versorgen.
Die überwiegende Zahl der Module wurde in Ost-West-Richtung installiert. Dadurch erzeugt die Anlage vor allem in den Morgen- und Abendstunden Strom, wenn viele andere Photovoltaikanlagen geringere Erträge liefern. Ein Teil der Module ist bewusst nach Süden ausgerichtet, um mögliche Blendwirkungen für den Verkehr auf der A7 auszuschließen.
Die RhönEnergie Erneuerbare GmbH und die FW-Holding GmbH des Unternehmers Florian Wehner investieren gemeinsam 8,2 Millionen Euro in das Vorhaben. Gemeinsam mit einem Teil der Flächeneigentümer sind sie Gesellschafter der Projektgesellschaft RhönSolar Rothemann GmbH & Co. KG. Die Finanzierung erfolgt über ein Kreditinstitut aus dem Landkreis Fulda. In den kommenden Wochen wird entlang der Autobahn eine rund 2,5 Kilometer lange 20.000-Volt-Leitung verlegt, bevor der Solarpark Anfang Oktober ans Netz gehen soll.
Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt bezeichnete den Solarpark als „herausragendes Projekt“, das zeige, wie sich Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Entwicklung in der Region miteinander verbinden ließen. Voraussetzung dafür sei, dass die RhönEnergie Gruppe über ausreichenden finanziellen Spielraum verfüge, um konsequent in Zukunftstechnologien zu investieren. Landkreis und Stadt Fulda verfolgten als größte Gesellschafter deshalb nicht das Ziel möglichst hoher Dividenden, sondern stärkten bewusst die Investitionskraft des Unternehmens. Bis 2030 will die RhönEnergie Gruppe insgesamt 360 Millionen Euro investieren. Davon sollen jeweils rund 100 Millionen Euro in Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien sowie in den Ausbau der Stromnetze fließen.
„Mit diesem Projekt unterstreichen wir unseren Anspruch, die Energiewende in der Region aktiv voranzubringen“, sagte Stefan Fella, Geschäftsführer der RhönEnergie Erneuerbare GmbH. „Wir erzeugen sauberen Strom für die Menschen vor Ort – und die Wertschöpfung bleibt ebenfalls in der Region.“ Florian Wehner dankte dem Landkreis Fulda und der Gemeindeverwaltung Eichenzell für die konstruktive Zusammenarbeit bei der Genehmigung und Umsetzung des Projekts. +++


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