Die Stimmenverluste der AfD bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hat der Ehrenvorsitzende der Partei, Alexander Gauland, „einen Weckruf für die AfD“ genannt. Der Fraktionschef im Bundestag, der sich im Streit um die Ausrichtung der Partei mit Parteichef Jörg Meuthen überworfen hat, will seinem Kontrahenten aber keine Empfehlung über die künftige Wahlkampfführung geben. „Welchen Weg er da gehen will, muss er selbst wissen“, sagte Gauland dem „Spiegel“, doch sollten die internen Kämpfe in der AfD „schleunigst beendet“ werden. „Streit hilft uns im Wahlkampf nicht“, so Gauland. Als Konsequenz aus den Wahlverlusten müsse die AfD „mit ihren Botschaften besonders stark die Gruppe der Nichtwähler ansprechen“. Indirekt kritisierte Gauland die Meuthen-Anhänger. „Bürgerlich kann nicht heißen, dass wir die Arbeiter links liegen lassen.“ Diese seien eine „der wichtigsten Säulen unseres Erfolgs“. Im Bundestagswahlkampf müsse klar werden, dass man auf diese Menschen setze. +++
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