Gauck erinnerte an Opfer des Amoklaufs in München

In Momenten wie diesen stehen wir fassungslos

Joachim Gauck

München. Bundespräsident Joachim Gauck hat an die Opfer des Amoklaufs in München erinnert. „Neun unschuldige Menschen sind tot, weil ein Zehnter entschied, ja, sich anmaßte, ihnen das Leben zu nehmen“, sagte Gauck bei einem gemeinsamen Trauerakt der Bayerischen Staatsregierung, des Bayerischen Landtags und der Landeshauptstadt München am Sonntag, bevor er die Namen der Todesopfer verlas. „In Momenten wie diesen stehen wir fassungslos vor den Abgründen der menschlichen Existenz“, so der Bundespräsident. „Taten wie diese lassen uns erstarren, sie führen uns an die Grenze dessen, was wir ertragen können.“ Gauck lobte den Einsatz der Polizei während des Amoklaufs und die Solidarität der Menschen in München. Gleichzeitig warnte er vor allzu schnellen Schlüssen aus den Geschehnissen: „Weder steckt in jedem, der eine Persönlichkeitsstörung aufweist, ein Straftäter; noch entlässt sie einen Straftäter gleich aus seiner persönlichen Verantwortung“, so Gauck. „Gewiss ist aber: Diese Menschen planen ihre Tat meist präzise und lange voraus. Es gibt oft Anzeichen für die Entwicklung – wenn man sie denn wahrnehmen will und kann. Die Gesellschaft darf diese Menschen, gerade junge Menschen, nicht allein lassen und dulden, dass sie auf gefährliche Weise zu Randständigen werden.“ +++ fuldainfo

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