Frank Lortz hat Ende Oktober nach 44 Jahren sein Mandat im Hessischen Landtag abgegeben. Lortz stammt aus Seligenstadt (Kreis Offenbach) und gehörte seit 1. Dezember 1982 mit zwei kurzen Unterbrechungen dem Parlament an, so lange wie kein Abgeordneter vor ihm. Der 73 Jahre alte Diplom-Betriebswirt wurde 2003 erstmals zum Vizepräsidenten gewählt. Das Amt führte er bis zuletzt aus. Am Tag seiner letzten Plenarsitzung kamen Wegbegleiter zu einer Abschiedsfeier zusammen.
Frank Lortz habe als Sitzungsleitung selbst unübersichtliche Situationen mit Ruhe, Übersicht und Humor gelöst. Dabei habe er stets ausgleichend gewirkt, aber auch mit der gegebenen Strenge, wenn sie erforderlich war“, sagte Vizepräsidentin Martina Feldmayer bei der Verabschiedung des CDU-Politikers. Ministerpräsident Boris Rhein, der von 2019 bis 2022 im Präsidium mit Lortz zusammenarbeitete, würdigte Lortz in seiner Rede als „geradlinig, sachlich und ehrlich“. „Als Landtagsvizepräsident war er bodenständig, ansprechbar und hatte immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Menschen. Nähe war bei ihm nie ein politisches Schlagwort, sondern seine Art, Politik zu machen“, sagte Rhein im Rahmen der Feierstunde.
Frank Lortz, führte der Ministerpräsident weiter aus, könne in der Sache hart streiten und trotzdem am Ende alle an einen Tisch holen. Für ihn gehörte zum politischen Streit immer auch die Bereitschaft, miteinander im Gespräch zu bleiben und nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen. Diese Verbindung aus Geradlinigkeit und Verlässlichkeit habe ihm großen Respekt über Parteigrenzen hinweg verschafft. +++

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