Fränkischer Bund erinnert an Breitenkultur und Heimatpflege

Diskussion um Schlösserstiftung missachtet Brauchtumspflege

Nach Ansicht des Vereins Fränkischer Bund bedeutet die aktuelle Diskussion um die geplante gemeinsame Schlösserstiftung in Thüringen und Sachsen-Anhalt eine Herabwürdigung der Leistung der in Brauchtums- und Heimatpflege aktiven Ehrenamtler. Eine Kulturregion anhand der neuzeitlichen architektonischen Hinterlassenschaften eines einzigen Herrschergeschlechts zu definieren, wird nicht nur der historischen Vielfalt des Gebiets nicht gerecht, sondern beziehe sich ausschließlich und das auch nur eher schwach auf die sogenannte Hochkultur. Dabei werde die historisch gewachsene sogenannte Breitenkultur insbesondere des dörflichen und kleinstädtischen Umfelds völlig ignoriert. Unter anderem Mundartpflege, Trachtenpflege, Volksmusik im eigentlichen Sinne und die Pflege der vielen Traditionen zu Festivitäten und anderen Anlässen im Jahresverlauf und das hierfür eingebrachte Engagement vieler Ehrenamtler spielen hierbei keine Rolle. Dazu erklärt Martin Truckenbrodt, 3. Vorsitzender und Inhaber der Geschäftsstelle Thüringen des Vereins Fränkischer Bunde e.V.: „All die Menschen im heutigen Thüringen und Sachsen-Anhalt, die sich in Ihrer Freizeit um die Brauchtums- und Heimatpflege bemühen, und deren Engagement finden bei der aktuellen Diskussion keine Berücksichtigung, egal ob diese im Eichsfeld und im Norden Sachsen-Anhalts ostfälisch-niedersächsisches, südlich des Rennsteigs fränkisches oder nördlich des Rennsteigs und im Süden Sachsen-Anhalt thüringisch-obersächsisches Brauchtum und Kulturerbe pflegen.“ +++

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