Getötete oder verwundete Zivilisten und Soldaten, zerstörte Infrastruktur, Häuser, Wohnungen, Kraftwerke, Staudämme und Straßen – vertraute Bilder aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine seit bald drei Jahren. Und ein Frieden kaum in Sicht. Für den Landesverband Hessen des Deutschen Journalistenverbands (DJV) mit seinem Fachausschuss Europa und den beiden Kooperationspartnern, der Katholischen Akademie des Bistums Fulda sowie der Fuldaer Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) Grund genug, sich über eine Foto-Ausstellung im Bonifatiushaus mit teils dramatischen Motiven diesem sensiblen Thema anzunehmen. Insbesondere aus der Sicht von Journalistinnen und Journalisten. In vielen der Kriegsfotos sind sie während ihres oft lebensgefährlichen Einsatzes zu sehen. Etliche der Medienschaffenden haben ihren Einsatz an der Front mit dem Leben bezahlt. Am 24. Februar 2022 hat der mörderische Konflikt in einer Kernregion Europas mit dem Ein-marsch russischer Truppen in die Ukraine begonnen: ein völkerrechtswidriger Akt gegen ein freies und souveränes Land, ein klarer eklatanter Bruch der europäischen Friedensordnung.
Gefährlicher Einsatz
Mittlerweile gehören die Schreckensbilder aus dem vom Krieg heimgesuchten Land fast schon zum Alltag. „Wären da nicht Journalistinnen und Journalisten, die durch ihre gefährliche, beharrliche Arbeit immer wieder gegen Gleichgültigkeit, Desinteresse oder politische Fehleinschätzung ankämpfen und wachrütteln wollen“, beschreibt der DJV-Fachausschuss-Vorsitzende Michael Schwab die Intention der Ausstellung und warum sie gerade auch in Hessen zu sehen ist. „Uns allen war und ist es wichtig, deutlich zu machen, dass es gerade Medienschaffende sind, die der Weltöffentlichkeit und bis hin zu uns die ganze Grausamkeit sowie die Folgen dieses Konflikts schonungslos vor Augen führen.“ Beispielhaft dafür steht die Aufnahme einer Geburtsklinik in Mariupol. Iryna Kalinina (32) wird aus dem Krankenhaus herausgetragen, das durch den Luftschlag erheblich beschädigt worden ist. Ihr Baby Miron, was so viel wie Frieden bedeutet, ist tot auf die Welt gekommen. Kurze Zeit später verstirbt auch die Mutter. Das Foto der Geburtsklinik in Mariupol wurde durch „World Press Photo“ als Foto des Jahres ausgewählt. Das Pulitzer Preisträger-Team der Associated Press mit Vevhen Malolietka, Mstyslav Chernov und Vasylisa Stepanenko war das einzige, das im belagerten Mariupol geblieben war und für die Weltöffentlichkeit über die durch russische Soldaten begangenen Grausamkeiten berichtete. Dieses sowie weitere herausragende Fotos renommierter ukrainischer Fotografinnen und Fotografen haben mit der von Sergiy Tomilenko kuratierten Ausstellung „Ukraine: Journalists in WAR zones“ Stationen des Krieges Russlands gegen die Ukraine auf Initiative der National Union of Journalists of Ukraine (NUJU) sowie der International Federation auf Journalists im Bild gebannt – dokumentarisch, dramatisch, authentisch.
Gute Zusammenarbeit
Die Ausstellungs-Partner wollen mit den gezeigten Motiven auf die Bedeutung der gefahrvollen Arbeit der vielen in- und ausländischen Journalistinnen und Journalisten für die öffentliche Meinung aufmerksam machen. Schwab freut sich im Zusammenhang über die „hervorragende Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie und ihrem Direktor Gunter Geiger. So ist es uns gelungen, die Ausstellung, die unter anderem bereits in Berlin und Hamburg zu sehen war, auch nach Fulda zu bekommen. Lassen Sie deshalb die Bilder in all ihrer Eindringlichkeit auf sich wirken.“
Eröffnet wird die Ausstellung „Ukraine: Journalists in War zones“ am Donnerstag, 16. Januar 2025 um 19:00 Uhr im Fuldaer Bonifatiushaus, Neuenberger Straße 3-5, 36041 Fulda.
Anmeldung erbeten unter der Telefonnummer 0661/8398-114 oder unter katholische.akademie@bistum-fulda.de.
Die Ausstellung ist vom 16. Januar bis zum 28. Februar 2025 werktags von 9 bis 17 Uhr im Bonifatiushaus zu besichtigen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. +++ pm

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