Nach der öffentlichen Diskussion über den Anschlag eines Rechtsextremisten in Halle (Saale) verliert die AfD laut Umfrage von Forsa an Zustimmung. Im RTL/n-tv-Trendbarometer sank der AfD-Wert am Donnerstag und Freitag um zwei Prozentpunkte gegenüber den ersten drei Tagen der Woche. Montag bis Mittwoch hatten nach Angaben des Instituts 13 Prozent die Absicht erklärt, AfD zu wählen, Donnerstag und Freitag waren es nur noch 11 Prozent.
Im Wochendurchschnitt kam die AfD auf 12 Prozent, ein Prozent weniger als in der Woche davor. Die CDU/CSU verlor gegenüber der Vorwoche ebenfalls einen Prozentpunkt, Grüne und Linke konnten um einen Prozentpunkt zulegen. Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 27 Prozent, SPD 14 Prozent, FDP 8 Prozent, Grüne 23 Prozent, Linke 8 Prozent, AfD 12 Prozent. 8 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden. 22 Prozent aller Wahlberechtigten sind derzeit unent schlossen oder würden nicht wählen. 90 Prozent der Deutschen ohne AfD-Präferenz sind nach dem Anschlag in Halle (Saale) überzeugt, "dass die AfD durch ihr Auftreten und ihre Wortwahl rechtsextremen Gewalttaten einen geistigen Nährboden bereitet". Von den Anhängern der AfD glaubt im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer allerdings niemand (0 Prozent) an eine Verantwortung der AfD.
76 Prozent der Bundesbürger ohne AfD-Präferenz haben Angst davor, dass Ausländerhass und rechtsradikales Gedankengut in Deutschland zunehmen werden. Diese Befürchtung äußern nur 13 Prozent der AfD-Anhänger. Drei Viertel der Bundesbürger (76 Prozent) sind überdies überzeugt, dass die rechte Gewalt unterschätzt wird; dieser Auffassung sind 83 Prozent der Anhänger der demokratischen Parteien, aber nur 29 Prozent der AfD-Anhänger. "Der Kern der AfD-Anhänger lässt sich auch durch Gewalttaten wie die in Halle nicht beirren, sondern steht treu zur Partei", kommentierte Forsa-Chef Manfred Güllner die Zahlen gegenüber R TL. Die Daten zur Parteipräferenz wurden vom 7. bis 11. Oktober im Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 2.500 Befragte. Die Meinungen zum Rechtsextremismus in Deutschland wurden am 10. und 11. Oktober 2019 erhoben. Datenbasis: 1.004 Befragte. +++

Bekennende AfD/PEGIDA/Identitären-Anhänger, Ihr müsst jetzt ganz tapfer sein: Ihr müsst Euch bald eine neue politische Heimat suchen! Wie auch Umfragen und die letzten Wahlen in Brandenburg und Sachsen zeigen, sind die Tage der AfD gezählt, u.a. wg. AfD-Spenden- und Steuersumpf, Selbstzerlegung der AfD - aktuell gerade in NRW, Schleswig-Holstein, Bremen und Bayern -, Flügelkämpfen, Konzeptionslosigkeit z.B. bei Rentenpolitik und Europapolitik, Entlarvung als Nazi-Partei, an Putins Leine, ...
Die Wahlergebnis-Erwartungen der Rechtspopulisten hinken weit hinter der Realität hinterher! Auch in Europa! So in werden die Populisten zunehmend entlarvt als das, was sie sind: Demokratie-Gefährder! Lösung-Verweigerer! Spalter! Menschenverachtende Hetzer gegen Ausländer, Andersgläubige und Klima-Aktivisten!
Und dass darüberhinaus die AfD mit Ihrer Klimawandel-Leugnungspolitk gerade auch die Zukunft unserer aufgeweckten jungen Fridays-for-Future-Generation bedroht, gibt ihr den Rest.
Und der Durchmarsch der AfD durch die Justizinstitutionen scheint, zumindest außerhalb Sachsens, auch erst mal gestoppt!
PS: Übrigens charakterisierte Anfang 2019 der AfD-Ex-MdL Swoboda seine AfD-Parteifreunde als „rechtsradikale Gesinnungs-Hasardeure“ und der Ex-AfD-Fraktionsvorsitzende und Ex-AfD-MdL Plenk zumindest Teile der AfD-Führungsriege als „rechtsextremistisch“! Das „Bürgerliche“ ist da weit und breit nicht zu erkennen!