Feier des Goldenen Priesterjubiläums von Bischof Algermissen im Dom zu Fulda

Der emeritierte Oberhirte des Bistums Fulda, Bischof Heinz Josef Algermissen, konnte am 19. Juli sein Goldenes Priesterjubiläum begehen. 1969 war er durch Kardinal Lorenz Jaeger im Paderborner Dom zum Priester geweiht worden. Am Sonntag, 22. September, wird sein Priesterjubiläum um 15 Uhr im Hohen Dom zu Fulda mit einem feierlichen Pontifikalamt begangen, an das sich ein Empfang im Priesterseminar anschließen wird. Alle Gläubigen sind dazu herzlich eingeladen. Mit Bischof em. Algermissen konzelebrieren: der Apostolische Nuntius Erzbischof Dr. Nikola Eterović, Bischof Dr. Michael Gerber, Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez, Generalvikar Dr. Gerhard Stanke, der auch die Predigt halten wird, Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann (Würzburg), Weihbischof Matthias König (Paderborn), Bischof Dr. Philipp Mbarga (Ebolowa/Kamerun) und Nuntiaturrat Monsignore Dr. Claudiu-Cătălin Carteş.

Papst Franziskus hatte am 5. Juni 2018 Algermissens Amtsverzicht angenommen. Seit 2001 hatte der frühere Paderborner Weihbischof die Geschicke der Diözese des heiligen Bonifatius geleitet. „Bischof Algermissen hat sich mit Eifer dafür eingesetzt, den christlichen Glauben in dieser Region Deutschlands zu lehren und mit seinem bischöflichen Wirken glaubwürdig vorzuleben. In seiner liebenswürdigen Art hat er es vermocht, Menschen für Christus zu gewinnen“, betonte damals Erzbischof Dr. Nikola Eterović, der päpstliche Nuntius in Deutschland. Am 13. Dezember 2018 ernannte der Papst den Freiburger Weihbischof Dr. Michael Gerber zu Algermissens Nachfolger auf dem Fuldaer Bischofsstuhl. Seit seiner Amtseinführung am 31. März leitet Gerber die Diözese. „In den ersten Monaten als Bischof von Fulda darf ich an vielen Orten auf das stoßen, was Bischof Heinz Josef in den vergangenen Jahren aufgebaut hat bzw. anstoßen konnte. Ich bin dankbar, wie er meine Arbeit und meinen Weg unterstützt.“

Dem heute immer deutlicher werdenden Problem des Priester- und Gläubigenmangels hatte Algermissen durch Einleitung des Pastoralen Prozesses im Jahr 2002 Rechnung getragen, der seit 2006 zur Errichtung von mittlerweile 43 Pastoralverbünden in zehn Dekanaten führte. Pfingsten 2017 setzte Algermissen die „Strategischen Ziele zur Ausrichtung der Pastoral im Bistum Fulda“ in Kraft, durch die bis 2030 das Leben der Kirche und ihre Zukunftsfähigkeit gestaltet werden soll. Bischof Dr. Gerber hat diesen Prozess aufgegriffen und wird ihn fortführen.

Bischof Algermissen wurde am 15. Februar 1943 in Hermeskeil bei Trier geboren. Nach dem Abitur 1963 studierte er Philosophie und Theologie in Freiburg und Paderborn. Nach mehrjähriger Seelsorgetätigkeit als Vikar in Bielefeld und Meschede wurde er 1980 Pfarrer in Bielefeld-Schildesche. Von 1974 bis 1980 war er auch Studentenpfarrer an der Universität Paderborn. 1984 wurde er Dechant des Dekanates Bielefeld und 1991 Regionaldekan der Seelsorgeregion Minden-Ravensberg-Lippe. Als Pfarrer im überwiegend protestantisch geprägten Bielefeld setzte Algermissen ökumenische Akzente. Mit gemeinsamen theologischen Bildungs- und Bibelwochen trug er sehr zum Miteinander von katholischen und evangelischen Christen bei. Er leitete von 1989 bis 1996 die Ökumene-Kommission des Erzbistums. Von 1994 bis 1998 war er zudem geschäftsführender Vorsitzender des Priesterrates.

Im Juli 1996 wurde Algermissen von Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Labicum (einem erloschenen Bischofssitz in Italien) und Weihbischof in Paderborn ernannt. Die Bischofsweihe empfing er am 21. September 1996 durch den Paderborner Erzbischof und späteren Kardinal Dr. Johannes Joachim Degenhardt. Als Bischofsvikar war er für Ordens- und Säkularinstitute und Gesellschaften des Apostolischen Lebens zuständig. Seit 1997 war er auch Diözesanrichter am Erzbischöflichen Offizialat. Im Mai 1999 wurde er ins Paderborner Metropolitankapitel berufen.

Am 20. Juni 2001 wurde Algermissen von Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Fulda ernannt und am 23. September in sein Amt eingeführt. Im November 2002 wurde er auf Vorschlag der Bischofskonferenz zum Präsidenten von Pax Christi gewählt und ist seit 2003 zudem Vizepräsident des Maximilian-Kolbe-Werkes. Seit 2003 ist er auch Komtur mit Stern im Ritterorden vom Hl. Grab zu Jerusalem. Bischof Algermissen ist Mitglied im Cartellverband katholischer deutscher Studentenverbindungen bei Wildenstein Freiburg, Guestfalo-Silesia Paderborn und Adolphiana Fulda. In der Deutschen Bischofskonferenz gehörte Algermissen der Liturgiekommission und der Ökumenekommission an, deren stellvertretender Vorsitzender er war. +++

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