FDP: Staus auf Hessens Straßen auf 120.000 Kilometer verdoppelt

Busse und Bahnen im Rhein-Main-Gebiet überfüllt

Wiesbaden. In Hessen hat sich seit Amtsantritt des grünen Verkehrsministers Tarek Al-Wazir die Länge der Staus auf den Straßen auf 120.000 Kilometer verdoppelt. Auch Busse und Bahnen werden immer unpünktlicher oder fallen häufiger aus als früher. So lag die Pünktlichkeit der Regionalbahnen in Hessen in 2014 noch bei 94,5 Prozent. Im letzten Jahr wird die Pünktlichkeit voraussichtlich nur noch 91 Prozent erreichen. Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Jürgen LENDERS, wirft dem Minister Untätigkeit angesichts der Probleme vor.

„Besonders entlang der Pendlerstrecken und im Rhein-Main-Gebiet nimmt die Zuverlässigkeit spürbar ab. Zwischen Juni und Oktober 2017 haben allein 23.400 Fährgäste der Regionalexpress-Verbindung zwischen Frankfurt und Fulda Anträge auf Kostenerstattung wegen verspäteter Züge gestellt. Weitere 51.000 ÖPNV-Nutzer monierten innerhalb der fünf Monate Verspätungen bei der S2 (Niedernhausen-Frankfurt-Ditzenbach), der S8 (Wiesbaden-Frankfurt-Hanau), der S1 (Wiesbaden-Frankfurt-Oder-Roden) und der Regionalbahn 51 (Wächtersbach-Frankfurt) und forderten Fahrtkostenerstattungen.“

Lenders erläuterte weiter: „Wenn Herr Al-Wazir sagt den ÖPNV attraktiver machen zu wollen, dann muss er auch konkrete Maßnahmen nennen, wie das geschehen soll. Schon heute sind Busse und Bahnen im Rhein-Main-Gebiet überfüllt. Viele Pendler finden auch bei längeren Strecken keinen Sitzplatz oder müssen auf Anschlusszüge warten, wenn die Bahnen zu voll sind. Von Seiten der Landesregierung kommt aber nichts, außer bunte Werbebroschüren über die schöne Welt des ÖPNVs. Viele gestresste Pendler empfinden das als zynisch. Ich empfehle Herrn Al-Wazir sich einmal in der Frühe anzuschauen, was am Frankfurter Hauptbahnhof los ist, wenn sich zehntausende Pendler vor den S-Bahnen stauen.“

Lenders kritisierte, dass das Handeln der Landesregierung besonders abstrus ist, wenn sie einerseits das Schülerticket und das kostenlose Jobticket für alle Landesbedienstete als große verkehrspolitische Errungenschaften feiert, sich aber weigert auch nur einen Zug mehr einzusetzen. „Wer angesichts überfüllter Bahnen und Busse mehr Fahrgäste zum ÖPNV holt, der muss auch zusätzliche Mittel für mehr Busse und Bahnen bereitstellen. Wir haben doch nicht das Problem, dass Leere in den Bahnen Herrschaft, sondern dass vorhandene Kapazitäten nicht ausreichen. Ich befürchte, dass sich vor allem diejenigen, die den vollen Preis für ihre Fahrkarten zahlen, angesichts der abnehmenden Qualität, überlegen werden, ob sie sich das dann noch antun wollen“, so Lenders.

„Herr Al-Wazir sieht im ÖPNV nur ein Massenbeförderungsmittel. Wir glauben, dass Busse und Bahnen auch an Qualität gewinnen müssen, um attraktiv zu werden. Dazu gehören die Steigerung der Pünktlichkeit, der Sauberkeit in den Zügen, mehr Sitzplätze und einwandfrei funktionierende Toiletten- und Klimaanlagen. Wir wollen den ÖPNV für Berufspendler außerdem durch leistungsfähiges WLAN in Bussen und Bahnen attraktiv machen. Wer täglich ein oder zwei Stunden im Zug sitzt, der braucht eine ordentliche Internetverbindung. Für uns ist der ÖPNV kein billiges Massenverkehrsmittel, sondern eine attraktive Form smarter Mobilität. Die Menschen müssen sich in Bussen und Bahnen gut aufgehoben fühlen. Davon sind wir heute leider noch weit entfernt“, erklärte der FDP-Politiker. +++ pm

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