FAIRbindet H-Milch aus dem Vogelsbergkreis

Fulda. Faire Preise für die Bauern, artgerechte Tierhaltung, betonte Grasfütterung, ohne Gentechnik und eine bienenfreundliche Bewirtschaftung der Nutzungsflächen gehören zu der Ausrichtung des Nachhaltigkeitsprojektes von tegut. „Wir freuen uns, seit Juli unseren Kunden diese faire Alternative im Bereich H-Milch von Milcherzeugern aus dem Vogelsberg anbieten zu können“, freut sich Giannina Feuerstein, tegut Produktmanagerin. „Unser FAIRbindet-Gedanke zeigt sich vor allem in der angemessenen Belohnung der Landwirte, der besonders betonten Grasfütterung und der Erzeugung ohne Gentechnik“, so Feuerstein weiter. An dem Projekt nehmen die Molkerei Immergut mit dem traditionsreichen Produktionsstandort in Schlüchtern und 13 Landwirte teil. Sie produzieren und vertreiben ihre Milch in Eigenregie, so wird sie jetzt bei tegut als FAIRbindet H-Milch aus dem Vogelsberg angeboten.

Die meisten Landwirte haben rund 50 Milchkühe auf ihren Höfen. Fair ist die Milch, weil die Landwirte garantiert 40 Cent Auszahlungspreis je Liter bekommen. Einen Teil des Aufschlags zum normalen Milchpreis erhalten die Betriebe unabhängig von der von ihnen gelieferten Menge an Milch. „Das ist ein sehr wichtiges Zeichen für den Zusammenhalt unter den Bauern – und gegen den Trend zu immer größeren Bauernhöfen“, sagt Dr. Peter Hamel, einer der Landwirte, des tegut FAIRbindet-Projektes. So wird die bäuerliche Landwirtschaft in der Region gefördert. Futterbestandteile aus Übersee wie Soja oder Maiskleber sind verboten, der Einsatz von Kraftfutter und Mais ist stark begrenzt: Stattdessen werden die Milchkühe mit Gras oder Heu gefüttert. „Das wirkt sich günstig auf die Inhaltsstoffe der Milch aus. So steigt der Anteil der lebensnotwendigen Omega-3-Fettsäuren“, erläutert Hamel.

„Wir haben uns aber auch bewusst mit den Landwirten zusammengesetzt, um im Bereich der Umweltauswirkungen nachhaltig zu wirtschaften. So entstand das Umweltprojekt Streuobstwiese“, berichtet Feuerstein. Alle Landwirte verpflichten sich zu mindestens einem Umweltprojekt: die Pflege von Streuobstwiesen oder auch zum Einsatz von tier- und insektenfreundlichen Maschinen und Mährhythmen der Felder. „Wir brauchen die Bestäubungsleistung der Bienen auf unseren Feldern und wollen sie mit unserer Form der bäuerlichen Landwirtschaft dabei unterstützen“, erläutert Hamel. „Die Vorteile dieser Milch und wer sich mit tegut zusammen dafür einsetzt, wollen wir unseren Kunden zeigen. Wir haben eine eigene Internetseite für das Projekt eingerichtet“, so Feuerstein. Dort finde man alle Informationen zu den 13 teilnehmenden Betrieben und deren Motivation an dem Projekt teilzunehmen. +++ fuldainfo

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