Etwa 200 Menschen demonstrieren in Fulda für Demokratie und gegen Rechtsextremismus

Ein grauer, regnerischer Freitagabend auf dem Universitätsplatz in Fulda. Der Regen prasselt spürbar auf das Pflaster, die Temperaturen laden nicht gerade zum Verweilen im Freien ein. Dennoch haben sich rund 200 Menschen zusammengefunden, um ein deutliches, wenn auch überschaubares Zeichen zu setzen. Das Bündnis „Fulda stellt sich quer“ hatte unter dem Motto „Fulda steht auf“ zu der Kundgebung aufgerufen, um gemeinsam für Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt einzustehen.

Im Zentrum des Geschehens stand die Mahnung zur Wachsamkeit. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten eine Vielzahl an Fahnen, Plakaten und selbstgestalteten Schildern mit. Aufschriften wie „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ oder „Gemeinsam für Vielfalt und Menschenwürde“ prägten das Bild in der Innenstadt. Trotz der kühlen Witterung sorgten Musik, Applaus, rhythmische Gesänge und Trillerpfeifen für eine wahrnehmbare Kulisse auf dem Universitätsplatz.

Inhaltlich ging es den Veranstaltern vor allem darum, Flagge gegen Hass, Ausgrenzung und rechtsgerichtete Menschenfeindlichkeit zu zeigen. Andreas Goerke, der Vorsitzende von „Fulda stellt sich quer“, fand in seiner Ansprache klare Worte: Es gehe in der aktuellen gesellschaftlichen Debatte mehr denn je darum, Unerschütterlichkeit zu beweisen, klare Haltung einzunehmen und die Grundlagen unserer Demokratie aktiv gegen ihre Feinde zu verteidigen.

Dass die Teilnehmerzahl mit rund 200 Personen eher verhalten ausfiel, mag zum einen den widrigen Wetterbedingungen geschuldet sein. Zum anderen offenbart es jedoch auch eine gewisse Demonstrationsmüdigkeit, die in vielen Teilen der Gesellschaft zu beobachten ist. Dennoch zeigt die Versammlung auf dem Universitätsplatz eines ganz deutlich: Der Kern der Zivilgesellschaft vor Ort bleibt wachsam. Auch in kleinerem Rahmen wird in Fulda der Wille artikuliert, Grundrechte und Vielfalt nicht kampflos dem politischen Rand zu überlassen. Das Signal des Abends war somit weniger quantitativer, als vielmehr klarer normativer Natur.


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