Erste Ergebnisse aus der „Zukunftswerkstatt Fulda“ liegen vor

Spannende Perspektiven für die Innenstadt

Genau vor drei Monaten hat die Stadt Fulda gemeinsam mit dem IFH KÖLN eine interaktive Ideenplattform ins Leben gerufen: die „Zukunftswerkstatt Fulda“. Bis Mitte Juni konnten dort Vorschläge gepostet, kommentiert und bewertet werden – ein Angebot, das intensiv genutzt wurde. Jetzt liegen erste Ergebnisse vor, die heute bei einer Online-Pressekonferenz der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Ein Ziel, das möglichst bald umgesetzt werden soll: Eine offene Bühne für Kultur. Auch das Thema dauerhafte Marktstände oder Markthalle stand bei der Jury hoch im Kurs, ebenso wie Projekte, die Fuldas Innenstadt als besonderen Erlebnisraum erfahrbar machen sollen.

Das seit März 2021 geschaltete Portal der Zukunftswerkstatt erfüllt seinen Zweck voll und ganz: Mehr als 270 Vorschläge zur Verbesserung des innerstädtischen Lebens wurden eingereicht, dazu kamen mehr als 800 Kommentare und tausende Likes der Nutzerinnen und Nutzer, die sich in den allermeisten Fällen konstruktiv mit den Zukunftsfragen auseinandersetzten. In einem mehrstufigen Verfahren wurden die Ideen dann gesichtet, verdichtet und priorisiert, bevor sie die Jury dann bewertete und drei Ideen für die erste Umsetzung auswählte. Diese versprechen aus Sicht der Jury eine besondere Bereicherung für die Innenstadt. Die Ideen führte Projektleiterin Dr. Eva Stüber vom IFH KÖLN im Detail aus:

Themenbereich: Die Innenstadt als gemeinschaftlicher Raum

Aufgabe: Die Stadt schafft den Rahmen für Open-Air-Kultur. Maßnahme: Offene Bühne für Kultur (Vereine, Musik und Tanz). Die Jury wünscht sich für diese Idee, die den Vereinen und Künstlern den Neustart nach der Pandemie erleichtern soll, eine baldige Realisierung. Als Standorte für diese Bühne wurden z.B. die Bahnhofstraße oder auch die Löherstraße vorgeschlagen.

Themenbereich: Marktplatz Innenstadt

Aufgabe: Die Stadt erweitert die Möglichkeiten für attraktive Marktstände in Fulda, temporär oder dauerhaft. Maßnahme: Markt in Fulda: Dauerhafte Marktstände oder eine eigene Markthalle. Die Jury ist sich bewusst, dass dies kein Projekt für eine ganz schnelle Realisierung ist, äußerte aber die Hoffnung, dass noch in 2021 temporär kulinarische oder handwerkliche Stände auf den Plätzen der Stadt auftauchen können.

Themenbereich: Besondere Orte – Die Stadt als Erlebnisraum

Aufgabe: Die Stadt fördert und unterstützt gastronomische Erlebniskonzepte an besonderen Orten, z.B. über den Dächern der Stadt. Maßnahme: „Fulda von oben“: Bar/Bistro mit Ausblick auf die Stadt. Die Jury drückt mit dieser Idee exemplarisch den Wunsch aus, dass neue Erlebnisräume, z.B. auf Parkhäusern oder Dachterrassen entstehen.

Mit der Jury wurde vereinbart, dass Ende 2021 eine Zwischenbilanz gezogen wird. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld machte deutlich, dass in der Zukunftswerkstatt noch viel mehr gute Ideen stecken. „Die drei ausgewählten Projekte sollen jetzt die Kreativität aller Beteiligten beflügeln. Wie genau diese umgesetzt werden können, werden wir in den nächsten Wochen sehen.“ Viele Anregungen aus der Werkstatt seien bereits jetzt in der Umsetzung. So sei der Wunsch nach Rundwanderwegen in der Nähe der Innenstadt ist bereits erhört worden: Derzeit laufen Baumaßnahmen für den „Bonifatiusstieg“ als besonderes Angebot für Einheimische und Touristen. Ein E-Bike-Verleih ist bereits etabliert, neue Angebote im Bereich Wohnmobilstellplatz/Camping wurden in den vergangenen Wochen geschaffen, und der bereits konzipierte Skate- und Bewegungsparkt in der Fulda-Aue kommt sicher dem Wunsch nach mehr Sportmöglichkeiten entgegen.

Bei der konkreten Umsetzung der Ideen aus der Zukunftswerkstatt hofft die Stadt Fulda auf Fördermittel aus Wiesbaden: „Wir haben die Zukunftswerkstatt genau zum richtigen Zeitpunkt gestartet“, freut sich OB Dr. Wingenfeld. „Das Land Hessen hat jetzt das Förderprogramm ,Zukunft Innenstadt‘ aufgelegt. In der ersten Förderrunde, stehen insgesamt 12,25 Millionen Euro bereit, um die Kommunen bei Innenstadtprojekten zu unterstützen. Wir haben unsere Maßnahmenvorschläge für das Programm sogar mit Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erarbeitet und haben damit gute Chancen auf Landesmittel“, ist der OB überzeugt. +++ pm

In der Jury waren vertreten:
Steffen Ackermann, DEHOGA, Karsten Aßmann, Haus und Grund e.V., Reginald Bukel, City Marketing e.V., Christoph Burkard, Region Fulda, Peter Hügel, Stadtmarketing, Ann-Katrin Jehn, Caritas, Michael Konow, IHK, Edi Leib, Stadtmarketing/Citymarketing, Gabriele Leipold, Kreishandwerkerschaft, Thorsten Mager, Kino35, Dr. Heiko Wingenfeld, Oberbürgermeister, Tamarra Schneider, Bürgerin, Vera Vogt, Bürgerin und Teil des Hessentagspaares 2021.

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