Die Fuldaer Grünen haben sich deutlich hinter die Arbeit von pro familia Fulda gestellt und einen Vorstoß der Bundestagsfraktion der AfD scharf kritisiert. Anlass ist die Forderung der AfD, pro familia von der Schwangerschaftskonfliktberatung auszuschließen. Bündnis 90/Die Grünen Fulda weisen diesen Vorschlag entschieden zurück und betonen die Bedeutung der langjährigen Beratungsarbeit der Einrichtung.
„Pro familia leistet seit vielen Jahren professionelle, unabhängige und gesetzlich anerkannte Beratungsarbeit für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Diese Arbeit verdient Respekt und Unterstützung und keine politischen Angriffe“, erklärt Marie-Louise Puls, Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen Fulda. Nach Angaben der Grünen stelle pro familia – wie alle Angebote der Schwangerschaftskonfliktberatung – die persönliche Lebenssituation der Betroffenen in den Mittelpunkt, arbeite auf Grundlage klarer gesetzlicher Vorgaben und unterliege der staatlichen Anerkennung.
Aus Sicht der Grünen sollten politische Anstrengungen darauf gerichtet sein, die Versorgung von Schwangeren zu verbessern. „Wer die Situation von Schwangeren verbessern möchte, sollte sich mit den realen Versorgungsproblemen beschäftigen, statt bestehende Beratungsangebote zu schwächen. Wir brauchen eine verlässliche und wohnortnahe Versorgung für Frauen in ganz Osthessen“, so Puls. Die AfD lenke mit ihrem Antrag von den tatsächlichen Herausforderungen ab. Die Versorgungslage beim Schwangerschaftsabbruch sei in weiten Teilen Osthessens seit Jahren unzureichend.
Zugleich verweisen die Grünen auf die vielfältige Beratungslandschaft in Deutschland, die aus kirchlichen, kommunalen und freien Trägern bestehe. Nach ihrer Auffassung richte sich der Vorstoß der AfD gezielt gegen eine Organisation, die für Selbstbestimmung und reproduktive Rechte von Frauen eintrete, und nicht gegen das System der Schwangerschaftskonfliktberatung insgesamt.
„Das ist der billige Versuch, den Zugang zu unabhängiger Beratung und damit die Entscheidungsfreiheit von Frauen einzuschränken“, erklärt Marie-Louise Puls. Der Vorstoß füge sich nach Einschätzung der Grünen in eine Strategie der AfD ein, zivilgesellschaftliche Organisationen und unabhängige Beratungsangebote unter politischen Druck zu setzen. „Dem stellen wir uns entschieden entgegen. Menschen in schwierigen Lebenslagen brauchen Unterstützung, Verlässlichkeit und fachkundige Beratung – und keine ideologischen Debatten auf ihrem Rücken“, so Puls. +++

Meine volle Unterstützung für die Kritik der Grünen an der AFD!!
Pro familia leistet seit vielen Jahren sehr gute und neutrale Arbeit für Frauen in Not!