Die Spannung war greifbar, als am Sonntagabend in der Aula der Alten Universität die letzten Töne verklangen. Acht außergewöhnliche Klaviertalente aus vier Nationen stellten sich im Halbfinale der 19. PIANALE dem Urteil einer hochkarätig besetzten Jury – und einem Publikum, das die jungen Musikerinnen und Musiker mit großer Aufmerksamkeit durch einen ebenso anspruchsvollen wie faszinierenden Konzertabend begleitete. Am Ende standen vier Finalisten fest, die am Dienstag auf Schloss Fasanerie um den Sieg spielen werden.
Bereits der Einzug ins Halbfinale ist bei der PIANALE mit einer besonderen Wertschätzung verbunden. Aus insgesamt 25 Pianistinnen und Pianisten wurden acht Talente für die nächste Runde ausgewählt. „Alle acht Talente werden vom Förderverein PIANALE Freunde e.V. mit jeweils 500 Euro unterstützt“, erklärte PIANALE-Gründerin Uta Weyand. Dass bereits Halbfinalisten eine finanzielle Anerkennung erhalten, sei außergewöhnlich. Sie freue sich sehr, dass dies auch in diesem Jahr dank des Engagements des Fördervereins möglich geworden sei.
Das musikalische Niveau des Halbfinales unterstrich den internationalen Anspruch des Festivals eindrucksvoll. In ausgeloster Reihenfolge präsentierten Cameron Liu (15) aus England, Kanako Fujiwara (17) aus Japan, Nayuta Okabe (17) aus Japan, Zhu Wang (29) aus China, Asahi Ota (17) aus Japan, Miloš Grnčaroski (25) aus Serbien, Lixian Jiang (28) aus China und Yoshitaka Shigematsu (24) aus Japan ihr Können. Jeder Auftritt setzte eigene Akzente und zeigte eindrucksvoll, mit welcher Reife und künstlerischen Ausdruckskraft die jungen Pianistinnen und Pianisten bereits auf der Bühne stehen.
Über den Einzug ins Finale entschied eine international besetzte Jury. Den Vorsitz führte Uta Weyand. Unterstützt wurde sie von den PIANALE-Dozenten Ya-Fei Chuang und William Fong sowie den Juroren Carlo Guaitoli aus Italien und Justas Dvarionas aus Litauen.
Erst am späten Sonntagabend fiel die Entscheidung. Damit geht die 19. PIANALE auf ihre Zielgerade. In der Junior-Kategorie qualifizierten sich Kanako Fujiwara (17) aus Japan und Asahi Ota (17) aus Japan für das Finale. In der Altersgruppe der 18- bis 30-Jährigen überzeugten Miloš Grnčaroski (25) aus Serbien und Zhu Wang (29) aus China die Jury und komplettieren das Finalfeld.
Mit Interpretationen von Werken Rachmaninoffs, Liszts, Schumanns und Albéniz‘ überzeugten die vier Finalisten die Jury. Im Finale am Dienstag, 2. August, auf Schloss Fasanerie geht es nun nicht nur um den Wettbewerbssieg, sondern auch um den Publikumspreis. Dessen Gewinner erhält die Gelegenheit, am 8. November gemeinsam mit Orchester im Fürstensaal des Fuldaer Stadtschlosses aufzutreten – eine Auszeichnung, die den erfolgreichen Abschluss des Festivals bildet und zugleich den Blick auf die weitere musikalische Laufbahn öffnet.
Das große Finale ist bereits vollständig ausverkauft und unterstreicht die hohe Resonanz, die das internationale Klavierfestival seit Jahren in der Region genießt. Für das Preisträgerkonzert am 8. November um 17 Uhr sind weiterhin Eintrittskarten über Reservix sowie bei der Fuldaer Zeitung erhältlich. +++
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