Der DJV Hessen hat anlässlich des Tages des Lokaljournalismus die Bedeutung regionaler Berichterstattung hervorgehoben und zugleich faire Arbeitsbedingungen für Journalistinnen und Journalisten gefordert.
Der Verband betonte, dass Lokaljournalismus eine wichtige Rolle für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie spiele. Es sei entscheidend, nicht nur über nationale und internationale Themen zu berichten, sondern auch über Entwicklungen vor Ort in Städten, Gemeinden und Regionen. Dadurch werde das Gemeinschaftsleben gestärkt und demokratische Teilhabe gefördert.
Mit Sorge blickt der DJV Hessen nach eigenen Angaben auf die Entwicklung in der Medienbranche. Hintergrund sei, dass mehrere Verlage in Hessen aus Tarifverträgen ausgestiegen seien und versuchten, journalistische Angebote zu deutlich niedrigeren Kosten bereitzustellen.
„Die Printprodukte sind rückläufig, das sehen wir auch. Dafür steigen die Nutzerzahlen bei den digitalen Angeboten. Auch hier sind gut ausgebildete Journalistinnen und Journalisten gefragt“, erklärte der Vorsitzende des DJV Hessen, Knud Zilian. Gleichzeitig hätten Medienschaffende „das Recht auf eine faire Bezahlung – auch und vor allem, wenn sie sich den lokalen und regionalen Themen widmen“.
Der Journalistenverband forderte die hessischen Zeitungsverleger deshalb auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Ziel seien faire Gehälter und angemessene Arbeitsbedingungen für Journalistinnen und Journalisten in Hessen. +++
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