Mehr als tausend Bürgerinnen und Bürger protestierten am heutigen Samstag an verschiedenen Orten im Stadtgebiet gegen eine Demonstration der als rechtsextrem eingestuften Partei „Der III.
Weg“. Aufgabe der Polizei war es, einerseits die Versammlung des III. Weg zu ermöglichen und andererseits den überwiegend friedlichen Gegendemonstrantinnen und Demonstranten ihr Recht auf Versammlungsfreiheit zu gewährleisten. Dabei stand im Mittelpunkt des Polizeieinsatzes, Konfrontationen zwischen den Gruppierungen zu unterbinden.
Abgesehen von einzelnen Straftaten verliefen alle Aktionen ohne nennenswerte Ausschreitungen. Der geplante Aufzugsweg der Partei „Der III. Weg“ wurde in der Petersberger Straße wegen einer Spontanversammlung kurzfristig geändert. Mehrere Blockaden von Gegendemonstranten beendete die Polizei nach Verhandlungen friedlich. Insgesamt wurden fünf Personen vorläufig festgenommen. Im Einzelnen handelte es sich um das Zeigen des Hitlergrußes, eine Beleidigung, ein Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz – Mitführen von Pyrotechnik – sowie ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz – vermummte Person -. Außerdem wurde bei einer Personenkontrolle ein Haftbefehl vollstreckt. Polizeipräsident Günther Voß war zufrieden mit dem Ablauf des Polizeieinsatzes, bedankt sich bei allen Einsatzkräften und bittet die Bevölkerung um Verständnis für die einsatzbedingten Behinderungen im Straßenverkehr und die Absperrungen in der Innenstadt. Die Bundespolizei überwachte die An- und Abreise der Demonstranten, die mit der Deutschen Bahn anreisten.
Es kam zu keinen Störungen. Die Verantwortlichen der Stadt Fulda zeigten sich erfreut, dass alle angemeldeten Versammlungen weitgehend störungsfrei und friedlich verlaufen sind. „Unser Dank gilt insbesondere den mehr als 1000 Einsatzkräften von Landes- und Bundespolizei sowie des städtischen Ordnungsamts, die den reibungslosen Ablauf gewährleistet haben“, sagten Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und der Ordnungsdezernent der Stadt, Bürgermeister Dag Wehner, am Abend. Auch den Kräften der Rettungsdienste gelte ein besonderes Lob. Ein herzliches Dankeschön der Stadt gelte all jenen Bürgerinnen und Bürgern, die heute ein Zeichen für die Werte des Grundgesetzes, für Weltoffenheit und Toleranz in unserer Stadt gesetzt haben, betonten Wingenfeld und Wehner. +++

















Vielen Dank an Fuldainfo, dass ihr einerseits eure Verpflichtung zur Berichterstattung wahrnehmt, aber auch andererseits dem 3. Weg keine Plattform bieten wollt. Das Foto Nr. 16 ist daher imho sehr gelungen! ;-)
Immer wieder: Die Nazis -als deren softe Nachfolger man die Gruppe III.Weg betrachten kann, die ebenso wie ihre braunen Vorväter das legitim Nationale und Soziale okkupieren für den unappetitlichen sonstigen braunen Lebensentwurf voller spießbürgerlich-reaktionärer und freiheitsfeindlicher Inhalte – waren ideologisch und praktisch eine Mischung von links und rechts, hatten auch progressive Aspekte, aber keine emanzipativen wie die klassische echte Linke. – Die Nazis waren insofern links, was ihnen neben Goebbels auch Willy Brandt zuordnete, weil sie sehr sozial und von Personal und Auftreten her anti-bürgerlich waren (68er national-linker Revoluzzer Rudi Dutschke: „Die NSDAP war die 3. deutsche Arbeiterpatrei neben SPD und KPD!“ Es gab auch laut Literatur nach 1933 etliche Überläufer zum NS aus KPD und SPD, und die DGB-Führung wollte sich zum Leidwesen ihrer radikalen Leute 1933 mit Hitler arrangieren, der sie aber verjagte!), und die Nazis waren gleichermaßen rechtsextrem, also ultra-autoritär als Diktatur-Befürworter. – Das (braun-rechtsextrem) ist aber nicht klassisch rechts, also das gediegene bürgerliche liberal-konservative, gemäßigt patriotische Milieu der DVP/DDP in der Weimarer Republik (sowie der konservativen Teile von Zentrum und Bayerischer Volkspartei) und nach 1945 der alten CDU und alten FDP. – Letztere waren immer demokratische Parteien im Verfassungsbogen mit großer Wähler-Zustimmung im Volke über 50%, was aber die von der DDR geleiteten verbohrt-hetzerischen DKP-Kreise, politisch bis 1990 immer erfolglos bei 1%, aber sich im DGB unter Duldung der SPD groß ausbreiten dürfend bis in höchste Positionen, nicht hinderte, sie als Agenten von Kapitalismus, Imperialismus zu besudeln und unter Naziverdacht zu stellen, was man heute gegen die rechts-patriotische AfD fortsetzt. 1989 gab Modrow zum Schutze der SED die Parole „vor allem jetzt Kampf gegen rechts“ aus. Alsol da kommt es her! – Wer demnach völlig undifferenziert rechts (rechts-radikal, das wäre dann so etwa CDU-Dregger gewesen, ist auch noch in der FdGO zulässig!) und rechts-extrem nicht unterscheidet im Meinungskampf und stattdessen gezielt wie der kommunistische Antifaschismus-Ansatz so pauschal „gegen rechts“ polemisiert und agiert, der ist -wenn nicht nur politologisch dumm- Antidemokrat und Verfassungsfeind, denn er will die demokratisch-bürgerliche Mitte gleich mit treffen, wie es kürzlich in der WELT die ehemalige CDU-Ministerin Christa Schröder korrekt anmerkte. Diese rot-extremen Kreise, als Sittenwächter wegen ihrer früheren Nähe zu DDR und SU eh vollig untauglich, wollen letztlich einer legal-legitimen Strömung das Lebensrecht absprechen, ganz wie es in NS und DDR mit Gegnern praktiziert wurde. Und es ist eine Schande, daß sich -im Gegensatz zur anti-totalitär geprägten Nachkriegszeit- große Teile in DGB und SPD, die ja in der DDR gleichgeschaltet wurden, mit den roten Extremisten, die sich als Antifaschisten tarnen, heute oft gemein machen, oft vor Ort ein Herz und eine Seele sind
Ein hervorragender Kommentar von Herbert. Dem kann ich nur zustimmen. Dieses Gesause, das von den 0-Medien und der einst einmal serösen FZ um diese paar Pfeifenheinis herum veranstaltet wird, ist einfach nur zum Kotzen. Bericht, klein gehalten: Ja. Herorisieren: Nein. Auch wenn das viele noch nicht begriffen haben, Fuldainfo ist zurzeit die seriöseste Informationsplattform in der Region. Und dabei so bescheiden und zurückhaltend. Danke dafür.
GABI
Unsere Medien in FD/OH. Was soll man sagen.
Alles klein halten auch die Berichterstattung. Die Bilder zeigen so gut nichts von den anderen. So kann es auch gehen. Das schlimme an diesen Gegenkundgebungen ist die Aufmerksamkeit die diese Leute hierdurch in Fulda erhalten. Mein Eindruck scheint, dass es für die meisten Medien wie Ostern, Weihnachten und Geburtstag zusammen ist! Was ein Hype. Wenn man diese Brüder, einfach nur laufen lassen würde. Keine Gegendemo in der Nähe sondern ein großes Fest auf der grünen Wiese organisiert wo sich die Menschen weit weg vom Geschehen befinden und die sogenannten Medien, Kameras und Fotoapparate im Schrank lassen würden, dann wäre Fulda für diese ewig gestrigen keine Plattform mehr. Aber leider nur ein Traum. Selbst das hiesige Tagesblatt rennt diesen Idioten, mit allen Kanälen, die man heute so hat, hinterher! Von anderen O-Medien ganz zu schweigen! Schade.