Demenz verändert nicht nur das Leben der Betroffenen. Auch der Alltag von Angehörigen und ganzen Familien kann sich grundlegend verändern. Mit dem Fortschreiten der Erkrankung sind Angehörige zunehmend in die Betreuung eingebunden. Demenz ist damit eine Krankheit, die viele Menschen direkt oder indirekt betrifft. Sie gehört zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit und zugleich zu den anspruchsvollsten Erkrankungen im Alter. Rund zwei Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Demenz. Mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft wird diese Zahl voraussichtlich weiter steigen.
Doch nicht jede Vergesslichkeit bedeutet gleich Demenz. Die Erkrankung ist weit mehr als ein schleichender Verlust des Gedächtnisses. Je nach Form können neben dem Denken auch die Persönlichkeit und Wahrnehmung betroffen sein. Hinzu kommen Einschränkungen bei der Fähigkeit, den Alltag selbstständig zu bewältigen. Im späteren Verlauf können auch körperliche Symptome auftreten, etwa Gangunsicherheiten, Schluckstörungen, Inkontinenz oder motorische Einschränkungen. Diese Veränderungen stellen nicht nur die Erkrankten vor große Herausforderungen, sondern belasten häufig auch deren gesamtes Umfeld. Der Umgang mit Menschen mit Demenz erfordert deshalb eine professionelle und empathische Versorgung, medizinisches Know-how, Zeit und Verständnis.
Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. Insgesamt gibt es zahlreiche unterschiedliche Demenzformen, deren Ursachen noch nicht vollständig entschlüsselt sind. Eine frühzeitige Diagnose, gezielte Therapien und vor allem menschliche Zuwendung können für die Betroffenen und ihre Angehörigen einen entscheidenden Unterschied machen.
Doch welche ersten Warnzeichen gibt es? Welche Risikofaktoren spielen eine Rolle? Wie wird Demenz diagnostiziert und wie verläuft die Erkrankung? Welche körperlichen und geistigen Symptome können auftreten und wie können Angehörige und Pflegende mit den Veränderungen gut umgehen? Diesen Fragen widmet sich ein Arzt-Patientenseminar der Abteilung für Geriatrische Innere Medizin des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda.
Unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Steffen Schlee sind am Mittwoch, 26. August 2026, um 17 Uhr alle Interessierten in das Foyer des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda eingeladen. Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene, Angehörige und Pflegende ebenso wie an Menschen, die sich allgemein über Demenz, ihre Früherkennung und den Umgang mit der Erkrankung informieren möchten.
Dr. Schlee erläutert den aktuellen Stand der Forschung, geht auf Symptome und den Krankheitsverlauf ein und zeigt Möglichkeiten auf, Zugang zu Menschen mit Demenz zu finden und deren Lebensqualität möglichst lange zu erhalten. Dabei geht es nicht nur um die Erkrankten selbst, sondern auch um die Situation ihrer Angehörigen.
Demenz kann man bislang nicht heilen. Umso wichtiger ist es, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen, sie besser zu verstehen und Wege für den gemeinsamen Umgang mit ihren Folgen zu finden. Im Anschluss an die Informationsveranstaltung steht Dr. Schlee den Teilnehmern für Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltung ist kostenlos. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. +++

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