Fulda. Wie bereits im November 2012 angekündigt, geht der Sprecher der RhönEnergie Fulda, Dipl.-Ing. Günter Bury, am 31. Mai in den Ruhestand. Eine offizielle Verabschiedung seinerseits wird es wahrscheinlich nicht geben. Der scheidende Sprecher zog offenbar eine private Abschiedsfeier im kleinen, elitären Kreis in einem Fuldaer Lokal vor. Günter Bury wird, seinem Wunsch entsprechend, nach 38-jähriger Tätigkeit in der Energiewirtschaft – davon 20 Jahre bei der ehemaligen ÜWAG und der RhönEnergie Fulda – nach dem Erreichen seines 60. Lebensjahres in den Ruhestand treten.
fuldainfo, wünscht dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der RhönEnergie für den Ruhestand Alles erdenklich Gute und ihm nun viel Zeit, sich seinen Hobbys zu widmen. Bedauerlicherweise wird es hierzu keinen ausführlicheren Artikel oder gar ein Abschlussinterview auf fuldainfo geben, der scheidende Sprecher der RhönEnergie hatte sich dazu leider nicht bereit erklärt, da wir ein Interview ohne Autorisierung wollten.
Der Aufsichtsrat hat Dr. Arnt Meyer zum weiteren Geschäftsführer bestellt. Dr. Meyer wird die Geschicke der RhönEnergie Fulda künftig gemeinsam mit Dipl. Soz. Oec. Martin Heun lenken. Zuletzt war Meyer bei der N-ERGIE Netz GmbH, der Netztochter des Nürnberger Energieversorgers, tätig, hier hatte er die Position des Kaufmännischen Geschäftsführers inne. Das Unternehmen ist der Verteilnetzbetreiber in den Sparten Strom, Gas, Wasser und Fernwärme für etwa 650.000 Kunden in der Region Mittelfranken. Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler stammt ursprünglich aus Niedersachsen und studierte in Oldenburg, St. Gallen und London. +++ fuldainfo

Überschätzen sie nicht die Fähigkeiten von Politikern in Aufsichtsräten. Wir alle wissen doch längst aus der Bankenkrise, daß gerade Politiker häufig nur aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer Partei in einem Aufsichtsgremium sitzen und nicht, weil sie überaus kompetent sind.
Ich darf an dieser Stelle, obwohl ich ihn eigentlich schätze, auch mal daran erinnern, daß selbst der Ex-Landrat Kramer, der ja oft ziemlich gut über alles informiert war, 2001 sein Waterloo als Aufsichtsrat hatte, als er die AG Bad Salzschlirf zum Konkurs anmelden mußte (siehe Wikipedia).
Wir sind alle nur Menschen mit begrenzten Ressourcen.
Und wir alle machen Fehler.
Auch Politiker!
Und Bury hat es offenbar über all die Jahre meisterhaft verstanden,
dem Aufsichtsrat das zu geben, was er wollte.
Wer will ihm das verübeln.
Ich tippe auch auf Dr. Rhiel, der einzige CDU-Politiker, der öffentlich fundierte sachliche Kritik geäußert hat. Warum gerade die FZ seinen für Fuldaer Verhältnisse ungewöhnlich kritischen Kommentar veröffentlicht hat, ist vielen aus meinem Bekanntenkreis und mir immer noch ein Rätsel.
Aufschlussreich welche Informationen zur ÜWAG und dem Alleinvorstand hier bei fuldainfo in den letzten Jahren öffentlich wurden.
Vor Jahren hatte ich eine Personalberater-Anfrage für eine Führungsposition. Erst auf Nachfrage nannte der Personalberater das Unternehmen: ÜWAG. Ich lehnte sofort ab, da ich aus dem Bekanntenkreis viele negative Hinweise hatte. Der Berater sagte erkennbar frustriert, ich sei nicht der erste geeignete Kandidat der direkt bei Nennung der Firma ablehne; auch habe er wahrgenommen, dass die Situation überregional bekannt sei. Auf seine folgerichtige Frage, warum der Aufsichtsrat solche Zustände toleriere und nicht tätig wird, hatte ich seinerzeit keine vernünftige Antwort.
Die zusätzlichen fuldainfo Informationen, vor allem der erschütternde Kommentar von Klaus hier, in Verbindung mit dem eindeutigen FZ-Kommentar von Dr. Rhiel mit dem Fazit „Schuster bleib bei deinen Leisten“ haben meine Entscheidung bestätigt. Danke!
Bis heute habe ich noch keine plausible Antwort, warum sich der Aufsichtsrat so an der Nase herumführen hat lassen und vor allem die Opposition allen voran SPD und Grüne so inaktiv und unkritisch waren.
Hat jemand eine Erklärung dafür und gibt es aktuelle Stellungnahmen von OB, LR und der Opposition dazu?
Sie können davon ausgehen, dass Gerhard Möller die Zustände bei ÜWAG bekannt waren.
Alle Warnsignale wurden über viele Jahre schlicht ignoriert und schöngeredet, im Archiv von fuldainfo können dazu umfangreiche Informationen nachgelesen werden.
Ich schätze Gerhard Möller und Bernd Woide durchaus. Im Punkt Alleinvorstand ÜWAG haben beide ein miserables Bild abgegeben. Die Gründe können nur vermutet werden.
Die Zeugnisnote in der Bilanz von Gerhard Möller hier kann nur ungenügend lauten, mit viel Wohlwollen gerade noch mangelhaft unter der Voraussetzung sie haben sich wie Sie es vermuten nur missbrauchen lassen, denn Unkenntnis oder „andere Verpflichtungen“, etc. entbinden nicht von der Verantwortung als Aufsichtsratsvorsitzende.
Gerhard Möller hat zugelassen, dass sein Ansehen erheblich geschädigt wird.
Bezeichnend in diesem Zusammenhang ist Burys Aussage im FZ-Interview vom 30.5.2015:
„Der Aufsichtsrat fand keinen geeigneten Nachfolger für den kaufmännischen Vorstand.“
Ganz schön dreist erscheint diese Aussage wenn man bedenkt, welcher Schaden durch fehlende kaufmännische Kompetenz mittlerweile angerichtet wurde.
Es ist erstaunlich, wie widerspruchslos sich Gerhard Möller und Bernd Woide immer wieder als inkompetent darstellen lassen.
Volle Zustimmung und Respekt Herr Klotzsche auch für die früheren fundierten und konstruktiv kritischen Stellungnahmen dazu (bin übrigens kein Unterstützer der Bundes-FDP).
Noch eine Ergänzung dazu: für die Einschätzung sozialer Kompetenzen von Managern genügt im Allgemeinen schon gesunder Menschenverstand und Berufs-/Lebenserfahrung.
Der Zusammenhang dieser Fähigkeiten mit dem wirtschaftlichen Erfolg ist allseits bekannt. Offensichtlich bestand auch hier bei den Beteiligten fehlende Kompetenz/Erkenntnis, leichtfertige Ignoranz oder im schlimmsten Fall Akzeptanz.
Es ist schon bemerkenswert, daß die Stahlhelmfraktion der CDU in Fulda einen Fehler nach dem anderen aneinander reiht und die Damen und Herren im Kreistag und in der Stadtverordnetenfraktion offenbar für alle guten Ratschläge aus anderen Fraktionen blind und taub sind.
Was dann dabei heraus kommt, kann jeder, der in Fulda aufmerksam die Politik beobachtet, selbst feststellen:
Pleiten, Pech und Pannen. Und dadurch jede Menge Schulden!
Nicht allein beim Thema ÜWAG war man jahrelang unbelehrbar, auch in Sachen Uniplatz hat sich deutlich gezeigt, daß hier Inkompetenz mit Unbelehrbarkeit eine unheilige Allianz bildet, was uns alle bedauerlicherweise noch viel Geld kosten wird.
Es wird Zeit, daß die Stahlhelmfraktion von Kramer und Konsorten endlich in den Ruhestand geht und man auch in der CDU endlich begreift, daß das C nicht für Chaos sondern für Competenz stehen sollte.
Zum Wohl aller Einwohnerinnen und Einwohner von Fulda!
Wer glaubt, dass die Probleme der Rhönenergie (bzw. vorher ÜWAG) nur auf die Rolle von Herrn Bury zurückgeführt werden können, liegt meiner Einschätzung nach falsch.
Selbstverständliche tragen die Mitglieder des Aufsichtsrates, insbesondere Landrat und Oberbürgermeister als Vorsitzende des Kontrollgremiums, entscheidende Mitverantwortung.
Die bekannten Fehlentwicklungen (z.B. 55 Mio. Euro Verlust aus Strombeschaffung allein bis 2016) waren durchaus früher erkennbar, sogar für Außenstehende. Wer darauf aufmerksam gemacht hat, wurde aber öffentlich verbal scharf angegriffen, nicht nur von der Geschäftsführung, auch von der Mehrheitsfraktion.
Voraussetzung für das Erkennen von Fehlentwicklungen: die Bereitschaft zum kritischen Hinterfragen und eine gewisses Bereitschaft sich Sachkenntnisse anzueignen. Beides war nach meiner Ansicht – zumindest so wie ich Landrat und OB in den Diskussionen der letzten drei/viere Jahre erlebt habe – nicht oder nur unzureichend vorhanden.
Mit Ausnahme der beiden Thüga-Vertreter im 21-köpfigen Aufsichtsrat der RE verfügt hier niemand über tiefere Kenntnisse der Prozesse und Rahmenbedingungen in der Energiewirtschaft. Nur wie will man seine gesetzlichen Kontrollpflichten wahrnehmen, wenn schon die Voraussetzungen dafür fehlen. Ich plädiere deshalb dafür mehr externe Fachleute, auch als Vertreter von Stadt und Kreis, in Kontrollgremien zu entsenden.
Das Thema Breitband, welches wir kritisch begleitet haben, war keine Idee der Geschäftsführung der Rhönenergie, sondern das Wahlkampfthema der CDU im letzten Kommunalwahlkampf (vom Landrat 2 Wochen vor der Wahl als 50 Mio. Projekt vollmundig angekündigt). Die SPD wollte sogar noch mehr (300 Mio. Euro). Die Verantwortung dafür muss man dann auch dort verankern.
Übrigens hat der Landrat im Kreistag erklärt, dass er auch persönlich Verantwortung für die Fehlentwicklungen bei der Rhönenergie übernimmt. In welcher Weise sich diese Verantwortungsübernahme zeigt, also was dieser Satz in der Konsequenz heißt, wurde von ihm leider nicht weiter ausgeführt.
Ich hoffe, dass die neue Geschäftsführung der Rhönenergie nun einen sauberen Schnitt macht und die Karten auf den Tisch legt. Wir wollen wissen, welche Belastungen tatsächlich noch auf die Eigentümer und damit die Steuerzahler zukommen werden.
Wir haben als Konsequenz aus den Millionenverlusten im Kreistag beantragt, dass der Landkreis im eigenen Haus eine kompetente Stelle für die Steuerung seiner Beteiligungen (u.a. auch Sparkasse Fulda) aufbaut und nicht – wie bisher – mehr oder minder blind die Zahlen der Rhönenergie übernimmt. Leider wurde dieser Vorschlag von der CDU abgelehnt.
Wir haben auch beantragt, durch eine Sonderprüfung seitens einer kompetenten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Frage der Belastungen (Drohverlustrückstellungen, Vertragsgestaltung der Beschaffungsverträge etc.)transparent zu dokumentieren, auch um eventuelle Schadenersatzansprüche bei Fehlverhalten des Managements durchzusetzen. Leider wurde auch dieser Vorschlag abgelehnt.
Das kommt schon mal vor, wenn eine Partei die absolute Mehrheit hat.
Passt: 100% ICH; ICH ICH ICH habe alles richtig gemacht, alle anderen haben keine Ahnung, nur die Politik hat Schuld am wirtschaftlichen Niedergang meiner ÜWAG. indirekt ein verheerendes Zeugnis für die Fuldaer Politiker, die zu allem Ja gesagt haben.
Es ist keine Schande wenn man vom Geschäftsfeld der RhönEnergie keine Ahnung hat, Möller und genauso Woide hätten in diesem Fall externe Berater hinzuziehen müssen. Taten sie aber nicht, und genau dieses ist den Gesellschaftern vorzuwerfen.
Auch wußten Möller und Woide wie der Führungsstil von Bury aussieht, die Liste der Menschen die er systematisch zerstört hat ist lang, dass Klima der Angst welches geschürrt wurde tat das übrige.
An den Zuständen ist Bury nicht alleine Schuld, er wurde jahrelang gedeckt….
Zur Diskussion eine verlässliche Information aus CDU-nahen Umfeld:
Grund für die letzte Vertragsverlängerung von 2 Jahren war demnach die Befürchtung im Aufsichtsrat, dass die geplante Fusion bei Nichtverlängerung gehörig gestört werden könnte. Das macht wirklich sprachlos.
Falls ein Vertrauensverhältnis so gestört ist, gibt es sonst nur eine Konsequenz: sofortiges Absetzen.
Die Rolle und Entscheidungen der Aufsichtsräte Möller, Woide und Dr. Wingenfeld werden hier ebenfalls zu recht hinterfragt.
Was meinen die fuldainfo Leser dazu?
In einem kurzen Abschiedsbrief an seine Mitarbeiter soll er angeblich 21 mal das Wort „Ich“ verwendet haben. Der Brief wäre genauso wie die bestellten Interviews voll von wirklichkeitsfremden Eigenlob.
Vor allem hätte er es in dem Brief nicht mal fertig gebracht, den Mitarbeitern und vor allem seinen beiden Nachfolgern alles Gute zu für die Zukunft zu wünschen.
Ich bin froh, dass viele genauso denken und sich FDI für ein unkritisches Showinterview nicht hergibt!
In dem sogenannten „Pressegespräch“ zeigt ON ein Foto von Burys Büro.
Das ist ja so groß wie ein halbes Fußballfeld!
Herrschte da jahrelang Größenwahn?
Mich wundert, dass so etwas vom Aufsichtsrat geduldet wurde.
Ich sage mal spontan: Alois Rhiel. Denn im Gegensatz zu manch anderem ehemaligen OB war der von ganz anderem Kaliber.
Richtig?
Das kann man auch anders sehen: Gerhard Möller hat sich ja evtl. dafür massiv eingesetzt, daß Bury mit 60 vorzeitig geht.
So ist es evtl. ja auch Möller zu verdanken, daß jetzt neue, kompetentere (?) Manager der Rhönenergie wieder auf die Beine helfen.
Also es muss für Möller nicht unbedingt ein Schaden sein.
Aber alles in Allem ist es doch bemerkenswert, in welch kurzer Zeit sich im Fuldaer Land das Personalkarussel ganz oben gedreht hat:
Dippel – weg
Zuschke – weg
Bury – weg
Möller – bald auch weg
wer bleibt?
Neue Leute kommen, die evtl. manches besser machen werden.
Die Zukunft wird es zeigen … ;-)
Natürlich haben die CDU Politiker im Aufsichtsrat eine große Mitverantwortung. Die Funktion und Verantwortung Aufsichts-Rat liegt nämlich weniger beim (er-)raten sondern vor allem bei Aufsicht und Rat geben.
Einer der von Ihnen genannten Aufsichtsräte soll aber schon vor Jahren eine Ablösung ins Auge gefasst haben. Raten Sie mal wer.
Das hätte großen wirtschaftlichen und sozialen Schaden verhindern können. Aber es kam anders mit all den bekannten negativen Auswirkungen.
Gerhard Möller hat sich mit viel Fleiß und Engagement für Fulda eingesetzt. Dafür gebührt ihm großer Dank!
Nach meinem Eindruck hat Bury das Vertrauen des Aufsichtsrats über viele Jahre schwerwiegend missbraucht, weil er über die großen Risiken seiner neuen Geschäftsfelder nicht ausreichend informiert hat.
Gerhard Möller hat es zum Ende seiner Amtszeit deshalb nicht verdient, dass Bury derart sein Ansehen schädigt!
Wer als Gast den Neurentner einmal live in der Kantine erlebt hat, wie die Küchenmannschaft wegen einer totalen Nichtigkeit in unvorstellbarer und maximal erniedrigender Weise vor Kollegen und Gästen beschimpft und niedergemacht wird, der glaubt danach weder Pressemitteilungen noch Berichten oder Interviews der selbsternannten Nr. 1 zum Unternehmen. Ein solches Verhalten war angeblich die Regel und ging hin bis zu spontan ausgesprochenen Kündigungen mit anschließender Rücknahme.
Es ist rätselhaft warum die Aufsichtsräte das nicht schon vor Jahren beendet und die Auswahl von Dr. Wolfgang Hamberger und Fritz Kramer korrigiert haben. Vielleicht weil Gerhard Möller damals schon mit dabei war und keinen Fehler zugeben wollte?
Außer, dass ich dringend die kostengünstigere kundenorientierte Telekom als Breitbandpartner empfehlen kann, muss ich bei Lesen der Kommentare mich wundern.
Bury hatte doch nur den Spielraum den seine „armseligen-Gladiatoren-ohne Ehre“ innerhalb der Uewag & Co. ihm gelassen haben.
In Frührente hätten, wenn ich alles so lese bei fuldainfo, ganz viele mit Bury gemeinsam gehen sollen. Was sind das für Leute, die Burys Schikanen ueberleben, weitergeben, mitmachen oder vielleicht H.Burys Ideen gefördert haben.
Für alle die darunter fallen:
wer Wind saeht, wird Sturm ernten.
Gerechtigkeit kommt oft zu Lebzeiten.
Wie weit können sich ein Manager (einschließlich Aufsichtsräte) von der Wahrheit und realer Wahrnehmung noch entfernen?
Zum Interview in der Wiesenzeitung vom Samstag:
Frage „Wären Sie gerne länger geblieben?“ Antwort: „Nein, ich wollte nicht bis 65 arbeiten – mein 60. Geburtstag bot sich als Datum an“ ein anderes Online-Portal dagegen schreibt verklausuliert aber vielsagend von einer einseitigen Entscheidung “ nach einem Grundsatzgespräch fiel die Entscheidung mit 60. Ist Schluss“?!
Frage: „Gibt es eine Abschiedsfeier?“ Antwort „Eine Feier auf Kosten der Rhönenergie hätte … nicht in der Landschaft gepasst“ Eine Abschiedsfeier kann einer der eine so großzügige Bezahlung über 16 Jahre erhalten hat aus der eigenen Tasche bezahlen wenn sie ihm wichtig ist. So oder so, was ist wenn kaum jemand zu so einer Feier kommt wenn kein Druck mehr ausgeübt werden kann?
Frage: „Bilanz?“ Antwort: “ …mit Höhen und Tiefen …mit Siegen und kleinen Niederlagen“
Kleine Niederlagen?: Schließung Terra Therm mit Millionenverlusten, kein einziges erfolgreiches Kraftwerksprojekt, keine relevante Netz-Erweiterung, Chaos Breitband, ganze 2 Jahre nach der Fusion kein einheitlicher Internetauftritt, jährliche Preiserhöhungen, hohe Personal- und Kundenverluste…
Punkt Alleinvorstand, Antwort: „Der Aufsichtsrat fand keinen geeigneten Nachfolger für den Kaufmännischen Vorstand. Ich habe die Funktion erst kommissarisch, dann endgültig übernommen. Der Aufsichtsrat (OB Dr. Hamberger, LR Kramer, Vertreter G. Möller)sagte: „Wenn es zu viel wird, melden Sie sich“. Ich habe mich nie gemeldet.“
Bekannt ist: es gab einen bewährten kaufmännischen Nachfolger, der auf unmenschliche Weise …
Eine echte Erfolgsbilanz für den Manger und die Aufsichtsräte mit Kontrollfunktion?
Alle Politiker scheinen mittlerweile heilfroh zu sein, dass er endlich weg ist.
Wenn jemand nach 20 Jahren Amtszeit nicht einmal eine offizielle Abschiedsfeier erhält, so ist das mehr als nur blamabel. Es ist eine vollständige persönliche Niederlage.
Die offenbar lange vorbereitete Gegenwehr mit bestellten Pseudo-Interviews war voll von realitätsfernem Eigenlob. Verständlicherweise hat dieses Vorgehen erneut vielfache Verärgerung ausgelöst. Der hoffnungslose Versuch, sich selbst noch ins rechte Licht zu rücken, war chancenlos und hat dem kommunalen Unternehmen nochmals geschadet.
Ein diskreter lautloser Abgang wäre politisch erheblich besser gewesen!
Ich halte nichts davon, Managern, die in den Ruhestand gehen, hinterherzutreten!
Das ist unanständig! Deshalb: Alles Gute für den Ruhestand, Mr. Bury!
ABER: Ich gebe einigen Kommentatoren Recht, die erkannt haben, daß Bury nicht der Einzige war, der Fehler gemacht hat. Es wird für seinen Nachfolger schwierig werden, da jetzt eine Linie zu finden, die Fehler zu korrigieren und die Wunden zu heilen. Und in allen Abteilungen die richtigen, kompetenten Leute zu plazieren!
Und wir sollten auch nicht vergessen, daß es die CDU Granden waren, die genau diesen Geschäftsführer Bury WOLLTEN! Und alle seine Entscheidungen mitgetragen haben. Über Jahre! Also wo ist die Mitverantwortung von Möller, Woide, Hamberger, Rhiel, Kramer und den anderen?
Den Aufsichtsrat sollte man dabei nicht vergessen!
Wir alle können nur hoffen, daß es gelingt, die schlingernde Rhönenergie wieder auf Kurs zu bringen.
Dann kann auch Mr. Bury in Ruhe seine Schallplatten geniessen.
Und ich dachte er hätte all sein privates Geld genauso in Kraftwerken angelegt. Stattdessen hat er sich wohl ein großes Mehrfamilienhaus in unserem Nachbarort gekauft.
Es ist schon interessant, wenn mit öffentlichem Geldern hochriskant spekuliert und privates Geld in defensive Immobilieninvestments gesteckt wurde.
Ein Grund mehr, warum es keine offizielle Abschiedsfeier mit Lobreden gab.
Na endlich,
ein segen für die Belegschaft man kann nur hoffen, dass bury keine nacheifrer in der üwag hinterlassen hat.
Weil speichellecker gab es während seiner Regierungszeit im Hause ÜWAG zu genüge. Gerade in den Führungspositionen der einzelnen Geschäftsgebiete besonders im Bereich Nahverkehr.
Es wäre schön gewesen wenn Bury von diesen ja Sagern und Nickmännchen einige mit in den Ruhestand genommen hätte, leider nicht.
Mal sehen wie die jetzt weitermachen wenn niemand mehr da ist der ihnen sagt wo es lang geht und was sie tun und lassen müssen incl. Essen dürfen in ihrer kantine.
Ich bin gespannt auf Burys Erbe den Club der Bedeutungslosen Geschäftsfüher
Ein Grund zur großen Freude: Der Mann ist endgültig weg. Hurra, hurra, hurra!!
Da kann man nur hoffen, dass er nicht noch irgendwelche Sonderzahlungen hinterhergeworfen bekommt.
Ich frage mich, ob man Bury alleine als Sündenbock sehen kann. Die Bilanz sieht im Nachhinein nicht gerade positiv aus.
Was mich an der Diskussion fehlt, ist die Beschränkung auf Herrn Bury.
Kann ein Herr Bury alleine alle Fehlentscheidungen getroffen haben?
Welche Mitschuld an Fehlentscheidungen hat der Aufsichtsrat, der Betriebsrat, die Führungsriege um Herrn Bury, die entscheidenden Abteilungsleiter, u.s.w.!
Muss man nicht von einer Riege von Speichelleckern und Ahnungslosen umgeben sein, um so ein System der Geldverschwendung aufzubauen?
Damit sich etwas am System ändert, müsste meiner Meinung nach nicht nur ein Mann im Vorstand ausgetauscht werden.
Was soll es. Das war ein Vorstand, der einen Haufen Geld auf unsere Kosten verdiente; ich schätze mal 600.000 Euro im Jahr. (Vielleicht kann man wenigstens jetzt einmal erfahren, was er exakt verdiente. Alles, was er tat, war ohne eigenverantwortliches Risiko, ein Staatsunternehmen in Wahrheit. Aus unseren Steuergroschen wurde seine Misswirtschaft finanziert.
Was sollte das Interview bringen als Schönrederei? Bitte sage mir mal jemand, was dieser Mann für den Stromkunden eigentlich exakt geleistet hat.
Ein Interview mit einem altgedienten Arbeiter, der seine Knochen beim Herumklettern auf Strommasten ruinierte, würde mehr bringen.
Ein Kompliment für FDINFO, dass das Interview abgelehnt wurde. In Wirklichkeit hat er nur Angst davor, dass sein Interview erneut kritische Kommentare hervorruft. Armselig nenne ich das.
Lasst ihn alte Platten sammeln. Das kann er ganz sicher.
Was hat man in Fulda doch ein Problem mit Journalismus … UNGLAUBLICH. Hier darf es nur Hofberichterstattung geben! Das Übel ist, das alle außer FDI mitmachen! Wie sehen das die Fuldaer? Möchten die das denn? Ist ihnen alles Egal? Ich komme da nicht ganz mit.
Was uns neben den riesigen Verlusten besonders ärgert ist die Tatsache, dass Bury unseren Politikern unsinnige Offshore-Windmühlen als gute Sache verkauft hat.
Als Folge von Offshore bekommen wir jetzt SüdLink durch unseren Landkreis gebaut!
Im Wiesbadener Landtag munkelt man angeblich schon länger, Fulda wäre selbst an SüdLink schuld und unsere heimischen Abgeordneten sollten mal schön ruhig sein.
„Kohle-Verbrennung“ hat für Steuerzahler aus dem Landkreis Fulda eine ganz neue Bedeutung erhalten.
Die Nachfolger treten ein schweres Erbe an.
Zumindest besteht bei den Nachfolgern die Hoffnung, daß sie kaufmännisch kompetent sind.
Herzlichen Glückwunsch an Fuldainfo zur Ablehnung des abgefragten Interviewtermins! Ihre Redaktion mit dem Motto „direkt, kritisch, unabhängig“ wurde damit geadelt.
Es wäre ein Zeichen der Größe gewesen, trotz der zurückliegenden kritischen Berichterstattung einem solchen Gespräch zuzustimmen.
Die unkritischen „Interviews“ der Fuldaer Lokalzeitung und des osthessischen Nachrichtenportals waren in Anbetracht der aufgedeckten Skandale einfach nur abstoßend.