Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf ihrer vorverlegten Sommerpressekonferenz am Donnerstag in Berlin die Ereignisse in Ansbach und München als "islamistischen Terror" bezeichnet - und angekündigt, es werde alles getan, diese barbarischen Taten aufzuklären. Die aktuellen Ereignisse in Würzburg, München und Ansbach haben es erforderlich gemacht, diese Stellungnahme heute abzugeben, so Merkel. Der Anschläge in Deutschland, aber auch in Frankreich, den USA und Belgien seien "erschütternd und deprimierend". Es sei erschreckend, dass Menschen, die als Flüchtlinge nach Deutschland kamen, diese Anschläge verübt haben. "Diese Männer verhöhnen unser Land", so Merkel, die Helfer und Ehrenamtlichen, aber auch die anderen Hilfe suchenden Flüchtlinge. Als Konsequenzen kündigte Merkel an, die "Rückführungsanstrengungen zu verstärken".
Boddenberg: Merkel gibt klare Linie in schwieriger Lage vor
Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Michael Boddenberg erklärte nach der Sommerpressekonferenz das Bundeskanzlerin Merkel eine klare Linie in schwieriger Lage vorgebe. „Bundeskanzlerin Merkel hat mit ihrem Auftritt vor der Bundespressekonferenz eine klare Linie in schwieriger Lage vorgegeben. Mit dem Neun-Punkte-Plan stärkt die Bundeskanzlerin das Vertrauen der Menschen in die Handlungsfähigkeit des Staates. Es ist nach den Terroranschlägen in Deutschland und Europa und dem Amoklauf in München wichtig, dass die Bevölkerung schnell wieder ein Gefühl der Sicherheit bekommt. Hier hat die Bundeskanzlerin mit ihrem Plan die richtigen Antworten geliefert. Die Sicherheit unseres Landes und der Schutz der Bevölkerung haben gerade in diesen Tagen absolute Priorität. Dem tragen wir in Hessen mit der Aufstockung von Polizei, Verfassungsschutz und Justiz Rechnung. Wir diskutieren ohne Scheuklappen, wie wir unsere Art zu leben und unsere Freiheit gegen Extremisten und Kriminelle verteidigen werden. Die historische Aufgabe zur Integration von Flüchtlingen und der Bewahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts werden wir weiterhin mit Tatkraft und den nötigen Mitteln angehen“, so Boddenberg.
Kipping: Merkel verharmlost rechte Gewalt von München
Linke-Chefin Katja Kipping wirft der Bundeskanzlerin eine Verharmlosung der rechten Gewalt von München vor. "Wer über die Gewalttaten der vergangenen Wochen spricht, muss die menschenverachtenden Ideologien Rassismus und islamistischen Fundamentalismus gleichermaßen benennen", sagte Kipping den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Zu den rassistischen Hintergründen der Bluttat in München hat die Kanzlerin kein Wort gesagt." Zudem kritisierte Kipping Merkels Plan gegen den Terror. "Merkels Neun-Punkte-Plan ist Seehoferei mit freundlichem Antlitz", sagte Kipping. Merkel werde nur konkret, wenn es um Militär und Überwachung gehe. "Soziale Integration und Prävention kommen nur als unverbindliche Stichworte vor."
Wagenknecht kritisiert Merkels Sommerpressekonferenz
Linke-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht kritisierte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach der Pressekonferenz scharf. "Es ist bedauerlich, dass Deutschland in der aktuellen schwierigen Situation von einer Kanzlerin regiert wird, die die Tragweite der Probleme offenbar bis heute nicht erfasst hat oder nicht sehen will", sagte Wagenknecht den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Merkels "Neun-Punkte-Plan" klammere die wichtigsten Fragen aus. "In Deutschland sind neben zusätzlichen Polizisten zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit auch mehr Sozialarbeiter und Psychologen notwendig, die sich um traumatisierte Flüchtlinge kümmern." Zudem forderte Wagenknecht die Schaffung von preisgünstigem Wohnraum, von Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie eine Regulierung des Arbeitsmarktes, die Lohndumping verhindere. +++ fuldainfo

Klare Linie? Planloses "Das schaffen wir Mantra"! Und schon wieder ein sogenannter 9-Punkte-Plan!
Frau Merkel und ihre Union sind mit ihren 9 magischen "N"s grandios gescheitert und drohen, auch das Europäische Projekt gegen die Wand zu fahren (der Brexit macht dies gerade offensichtlich).
- NSA (No Spy Abkommen): No aus Amerika: die NSA spioniert in Deutschland munter weiter
- Neoliberale Wirtschafts- und Finanzpolitik verklärt als marktkonforme Demokratie in Europa (z.B. "Rettungspolitik" für Griechenland nach dem Schneeballprinzip, "keine EURO-Bonds/Transferunion": was sonst sind Milliarden-Kredite, die niemals zurückgezahlt werden?, wieder einmal wird vorwiegend der Finanzsektor gerettet, Deutschlands Ansehen ist im Rahmen der sog. EURO-Rettungspolitik trotz der Übernahme größerer Risiken weiter gesunken, Europa ist in der Flüchtlingspolitik zerstritten und in der jetzigen Form unregierbar, Regeln werden gedehnt und/oder gebrochen, Deutschland mit Häme überzogen, rechtspopulistische Europagegner in ganz Europa ermuntert
- (so gut wie) Null zusätzliche Mittel für marode Infrastrukturen (Straßen, Brücken, Schulen, Schwimmbäder, ..) stattdessen
- Null (schwarze): keine zusätzliche Neu-Verschuldung im Bundeshaushalt, stattdessen
- Negieren staatlicher Aufgaben: Verlagerung von Aufgaben des Bundes auf Sozialversicherungen, private Investoren und damit auf Beitragszahler bzw. Nutzer inkl. willkürliche Kürzung des Bundeszuschusses zur Krankenversicherung sowie größte Enteignung von Sparern und Rentnern seit der Währungsreform infolge EZB-Zinspolitik; wem kommen eigentlich die gut 200 Milliarden Zinseinsparungen infolge der Null-Zins-Politik der EZB zugute?
- Nein zur Zuwanderungspolitik (Die CDU und insbesondere Merkel haben vor 14 Jahren das Süssmuth-Konzept für eine moderne Zuwanderungspolitik abgeschmettert! Über das heute sichtbare Chaos werden Krokodilstränen vergossen. Stattdessen: gut gemeinte, aber planloses Willkommensmantra, für das sich die Kanzlerin weltweit feiern ließ. Scheinheilig!)
- Nein zur Türkeipolitik des damaligen Kanzlers Schröder: Das Konzept von CDU und CSU einer "privilegierten Partnerschaft" mit der Türkei ist krachend gescheitert. Die Kanzlerin ist mitverantwortlich dafür, dass die türkische Führung immer autoritärer agiert bis zur derzeitigen Abkehr von einem demokratischen Rechtsstaat. Die Weigerung der Union, die EU-Beitrittsverhandlungen vor über 15 Jahren zu intensivieren, hat letztlich zu einer Abkehr der Türkei von europäischen Werten geführt mit dem derzeitigen Höhepunkt der sogenannten Säuberungsaktionen und der Ausrufung des Ausnahmezustandes. Letztlich hat diese Politik dazu geführt, dass Merkel sich im Rahmen der Flüchtlingskrise Erdogan quasi ausliefern musste. Was für eine grandiose Fehleinschätzung!
- No zur Quotenregelung für Flüchtlinge auf europäischer Ebene vor 2 Jahren, inzwischen aber vehement gefordert (moralisch unglaubwürdig und arrogant! Infolgedessen: Dublinregelung ausgesetzt, Schengen-Europa vor dem Aus, planloses Willkommensmantra mittlerweile von Schließung der Balkanroute mit erneutem Massensterben im Mittelmeer abgelöst, was die Kanzlerin großherzig ignoriert)
- Nichts sehen/hören/reden, und wenn doch: dann Täuschung, Unwahrheit und planloses "Wir schaffen das-Mantra"
Und wen kümmerts?
- Niemand! Auch nicht das Nobel-Kommittee!
Die Union kann nicht mehr Europa, ebensowenig wie Zuwanderung und soziale Gerechtigkeit.
Verkehrte Welt?
http://youtu.be/QqoSPmtOYc8
Und im übrigen: nach der Wahl ist vor der Wahl:
http://youtu.be/0zSclA_zqK4
Viel Spaß beim Anhören!