Bericht: Die meisten Anschlags-Opfer in Istanbul sind Deutsche

Berlin/Ankara. Die meisten Todesopfer des Anschlags in Istanbul sind laut eines Medienberichts deutsche Staatsbürger. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu habe Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem Telefonat darüber informiert, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Davutoglu: Mitglied des IS für Anschlag in Istanbul verantwortlich

Für den Terroranschlag in der türkischen Metropole Istanbul ist nach Angaben des Ministerpräsidenten des Landes, Ahmet Davutoglu, ein Mitglied der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) verantwortlich. Der Attentäter sei vor Kurzem von Syrien aus in die Türkei eingereist, sagte sein Stellvertreter Numan Kurtulmus am Dienstag. Bei dem Anschlag am Dienstagvormittag waren mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen, 15 weitere wurden verletzt. Davutoglu zufolge sind alle Opfer Ausländer, ersten Informationen zufolge sind auch Deutsche darunter. Der Anschlag hatte sich nahe der Sultan-Ahmed-Moschee ereignet, die in einem bei Touristen beliebten Stadtteil liegt. Außenminister Frank-Walter Steinmeier erklärte, Bundesbürger, die sich derzeit in der Türkei oder in Istanbul befänden, sollten die Reisehinweise auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes beachten.

Dort heißt es: „Reisenden in Istanbul wird dringend geraten, Menschenansammlungen auch auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen vorläufig zu meiden und sich über diese Reisehinweise und die Medien zur Lageentwicklung informiert zu halten. Landesweit ist weiter mit politischen Spannungen sowie gewaltsamen Auseinandersetzungen und terroristischen Anschlägen zu rechnen. Reisende sollten sich von Demonstrationen und Menschenansammlungen, insbesondere in größeren Städten, fernhalten. Weiterhin wird empfohlen, die Anwesenheit an belebten Plätzen im innerstädtischen Bereich und in Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs auf das erforderliche Maß einzuschränken sowie den Aufenthalt nahe Regierungs- und Militäreinrichtungen zu vermeiden.“ +++ fuldainfo

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1 Kommentar

  1. Vor gerade einmal vier Tagen haben bundesdeutsche Tornados Ihren
    ersten Einsatz über syrisches Gebiet geflogen.

    Nun sind die ersten Opfer des Aufklärungsfluges zu beklagen.

    Aber natürlich hat das ja keiner ahnen können und es gibt
    selbstverständlich keinerlei Zusammenhang zwischen der Waffenhilfe
    für unsere französischen Nachbarn und der Ermordung deutscher
    Touristen vor der Hagia Sophia.

    Anderslautende Meinungen bitte an Herrn Steinmeier, Frau Leyen und
    Frau Merkel adressieren, Rücktrittsforderungen inklusive.

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