Baukrise: Hubertz setzt auf Digitalisierung und serielles Bauen

Baugerüst an einem Haus.
Baugerüst an einem Haus. Foto: Symbol

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) will mit einem 13-Punkte-Plan die hohen Baukosten bekämpfen. Die hohen Baukosten seien einer der Hauptgründe, warum in Deutschland zu wenig gebaut werde, heißt es in dem Aktionsplan, über den die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten.

„Es geht bei der Frage der Reduzierung der Baukosten an vielen Stellen nicht mehr nur darum, Bauen attraktiver zu machen“, heißt es in dem Papier. „Es geht darum, dafür zu sorgen, dass Bauprojekte überhaupt noch realisiert werden.“

Hubertz kündigte mit ihrem Plan unter anderem an, dass Bauanträge ab 2028 nur noch digital möglich sein sollen; dies werde zum verbindlichen Regelweg. Papieranträge sollen dann nur noch in begründeten Härtefällen zulässig sein. Zudem soll in der Neubauförderung ein Bonus-System für verkürzte Bauzeiten und reduzierte Baukosten durch serielles und modulares Bauen entwickelt werden.

Außerdem verspricht Hubertz ein neues, zentrales Förderprogramm für Neubauvorhaben. Künftig werde die Neubauförderung in einem zentralen Förderprogramm Neubau gebündelt und modular aufgebaut. Derzeit gibt es auf Bundesebene noch eine Vielzahl verschiedener Fördermöglichkeiten.

Insgesamt sollen laut Bauministerium Planungs- und Genehmigungsprozesse durch den 13-Punkte-Plan deutlich beschleunigt, Bau- und Erwerbsnebenkosten spürbar gesenkt und zugleich Qualität sowie Sicherheitsstandards gewährleistet werden.

In Deutschland sind im vergangenen Jahr so wenige Wohnungen fertiggestellt worden wie seit 2012 nicht mehr. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts aus dem Mai wurden 206.600 Einheiten fertiggebaut – ein Rückgang um 18 Prozent oder 45.400 Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr. +++


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