Außenhandels-Präsident: „Vollbeschäftigung haben wir längst“

Die Beiträge müssen runter, sie gefährden die Wettbewerbsfähigkeit

Metallarbeiter

Berlin. Außenhandelspräsident Holger Bingmann hat sich optimistisch mit Blick auf den Arbeitsmarkt geäußert. Zum Ziel der Bundesregierung, Vollbeschäftigung zu erreichen, sagte er der „Bild“: „Aus Unternehmer-Sicht muss ich sagen: Vollbeschäftigung haben wir längst. Ich habe in den letzten zwölf Monaten drei große Aufträge ablehnen müssen, weil ich um Umkreis von 100 Kilometern um München keine geeigneten Mitarbeiter mehr finde. Ich hätte damit 250 Stellen schaffen können.“ Er fügte an, es gebe aber auch einen „großen Sockel der Langzeitarbeitslosen, von denen viele nicht den Weg in Jobs finden, z.B. wegen mangelnder Qualifikation“. Bingmann sagte weiter: „Wenn die Wirtschaft weiter so läuft und keine neuen Unsicherheiten die Konjunktur bremsen, können wir auch hier große Fortschritte machen.“ Bei den Sozialbeiträgen wünscht sich Bingmann einen schnelleren Abbau, sagte er der Zeitung. „Die Beiträge müssen runter, sie gefährden die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im internationalen Vergleich. Wo die Kassen es hergeben, zum Beispiel bei Arbeitslosenversicherung und Krankenkasse, muss die Regierung da schnell ran, wenn sie schon die Steuern nicht senkt. Das gute ist ja: Überschüsse sind reichlich da, wir können es uns erlauben.“ +++

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