Aus Ordnungspolizei wird Stadtpolizei

Neuer Name trägt gewachsenem Aufgabenspektrum Rechnung

Bürgermeister Dag Wehner (links) nahm zusammen mit Michael Stappen von der Stadtpolizei die neu beschrifteten Fahrzeuge in Augenschein. Foto: Stadt Fulda

Aufmerksamen Beobachtern des Fuldaer Stadtbilds ist es vermutlich schon aufgefallen: Seit Kurzem tragen die Fahrzeuge der Fuldaer Verkehrsbehörde neue Aufdrucke: „Stadtpolizei“ statt wie bisher „Ordnungspolizei“ heißt es auf den blau-weißen Autos. Der neue Name soll dem gewachsenen Aufgabenspektrum der städtischen Ordnungshüter Rechnung tragen.

Bürgermeister Dag Wehner nahm jetzt zwei der neu beklebten Wagen in Augenschein und erläuterte die Hintergründe für den Namenswechsel. Das Aufgabengebiet habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert und erweitert: Neben den bereits umfangreichen und vielseitigen Aufgaben im Bereich der Verkehrsüberwachung und Verkehrslenkung haben die Aufgaben in dem Bereich des Allgemeinen Ordnungsdienstes an Volumen, Vielschichtigkeit und auch Komplexität gewonnen. Bei einer Vielzahl von Veranstaltungen, Demonstrationen, Sondernutzungen und sonstigen Ereignissen, die im öffentlichen Straßenraum stattfinden, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz, um diese zu begleiten, die Einhaltung der jeweiligen Bedingungen und Auflagen zu kontrollieren und bei Bedarf auch etwaige Verstöße festzustellen und zu dokumentieren. Nach der Beendigung der Zusammenarbeit mit einem privaten Sicherheitsdienst zum Ende des Jahres 2019 wurden die Aufgabenwahrnehmung innerhalb der Ordnungspolizei neu strukturiert und modifiziert.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen oder fahren (auch mit dem Fahrrad) zur Prävention Streife, sind auch gelegentlich in den Stadtbussen unterwegs, überwachen die Einhaltung der geltenden Regelungen in den öffentlichen Anlagen und auf öffentlichen Plätzen. Weitere Schwerpunkte sind das Bekämpfen von Vandalismus, Graffiti und aggressivem Betteln, auch wird gegen das öffentliche Konsumieren von Betäubungsmitteln vorgegangen. „Bei Bedarf finden Einsätze auch in den Nachtstunden sowie an Sonn- und Feiertagen statt“, betonte Bürgermeister Wehner. Aufgrund der in der Vergangenheit stark angestiegenen Besucherzahlen in der Stadt ist eine weitere Aufgabe hinzugekommen: Durch die tägliche und deutliche erkennbare Präsenz in der Innenstadt sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer häufiger der erste Ansprechpartner für Touristen in der Stadt. Sie geben oft wertvolle Informationen weiter und leisten die unterschiedlichsten Hilfestellungen.

Durch den neuen Namen soll die Ansprechbarkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Sicherheit gestärkt und nach außen auch deutlicher kommuniziert werden. „Die Aufgabenwahrnehmung der Landespolizei sowie die sehr gute Zusammenarbeit mit Polizei in den unterschiedlichen Aufgabenfeldern werden durch die Änderung der Bezeichnung nicht berührt“, betonte Wehner. Die Bezeichnung „Stadtpolizei” werde auch schon in vielen anderen vergleichbaren Städten in Hessen angewendet (u.a. Hanau, Offenbach, Marburg, Rüsselsheim, Wiesbaden, Frankfurt) und führe zu einer deutlich verbesserten Akzeptanz und Wahrnehmung der Aufgabenträger. Der neue Name spiegelt sich auch in der E-Mail-Adresse wider: Seit Anfang Januar ist die Ordnungspolizei beziehungsweise Stadtpolizei über die Adresse stadtpolizei@fulda.de erreichbar. +++

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