Andy Burnham übernimmt Amt des britischen Premierministers – Merz setzt auf enge Zusammenarbeit

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Andy Burnham ist neuer Premierminister des Vereinigten Königreichs. Der Labour-Chef übernahm am Montag die Amtsgeschäfte von seinem Vorgänger Keir Starmer, der nach schlechten Wahlergebnissen und anhaltend schwachen Umfragewerten seinen Rücktritt erklärt hatte.

Starmer wandte sich zuvor ein letztes Mal vor der Residenz in der Downing Street 10 an die Öffentlichkeit. „Meine Arbeit ist getan“, sagte er und zog Bilanz seiner Zeit an der Spitze der Labour-Partei. In den sechseinhalb Jahren als Parteivorsitzender habe er die Partei nach der historischen Niederlage bei der Parlamentswahl 2019 wieder auf Kurs gebracht. Zudem habe er Labour so umgestaltet, dass sie den Herausforderungen des Landes gewachsen gewesen sei. Als größten Erfolg nannte Starmer den erdrutschartigen Wahlsieg seiner Partei bei der Parlamentswahl 2024. Seinem Nachfolger Andy Burnham wünschte er für die bevorstehenden Aufgaben „viel Erfolg“.

Unmittelbar nach seiner Abschiedsrede begab sich Starmer in den Buckingham Palace, wo König Charles III. seinen Rücktritt offiziell entgegennahm. Kurz darauf traf Burnham ein und nahm die Aufforderung des Monarchen an, eine neue Regierung zu bilden. Burnham ist damit der siebte Regierungschef Großbritanniens innerhalb von zehn Jahren. Bis vor wenigen Wochen war er noch Bürgermeister von Greater Manchester.

Zum Amtsantritt gratulierte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) dem neuen Premierminister. „Das Vereinigte Königreich und Deutschland sind einander enge Verbündete und Partner“, erklärte Merz am Montag. Gerade in diesen Zeiten zeige sich die enge Verbundenheit beider Länder. Der Kanzler kündigte an, sich mit Burnham über die anstehenden Herausforderungen austauschen zu wollen, und sprach zugleich eine Einladung zu einem baldigen Antrittsbesuch nach Berlin aus.

Regierungssprecher Stefan Kornelius betonte die Erwartungen der Bundesregierung an die künftige Zusammenarbeit. Deutschland und Großbritannien sollten das bereits sehr gute Verhältnis weiter pflegen sowie Partnerschaft und Freundschaft ausbauen. Die Zusammenarbeit mit Burnhams Vorgänger Keir Starmer sei „exzellent“ gewesen. Daran wolle die Bundesregierung nahtlos anknüpfen. Als Grundlage verwies Kornelius auf den im Jahr 2025 geschlossenen Kensington-Vertrag, der das Fundament der Beziehungen nach dem Brexit bilde. Auf dieser Basis freue sich Bundeskanzler Merz auf die Zusammenarbeit mit Burnham und auf das erste persönliche Treffen.

Zu einer möglichen weiteren Annäherung Großbritanniens an die Europäische Union unter der neuen Regierung wollte sich Kornelius nicht äußern. Dabei handele es sich um innerbritische Entscheidungen, die Deutschland aufmerksam begleiten werde. Zugleich machte er deutlich, dass jede Entwicklung, die die Zusammenarbeit zwischen Großbritannien, der Europäischen Union und Deutschland fördere, auf Unterstützung stoßen werde. +++


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