ADFC Hessen fordert 14 Millionen Euro zusätzlich für Radwege an Landesstraßen

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Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Hessen fordert von der Landesregierung zusätzliche Investitionen in den Ausbau der Radinfrastruktur. Nach Auffassung des Verbands sollen bis zum Jahr 2028 weitere 14 Millionen Euro für den Bau von Geh- und Radwegen an hessischen Landesstraßen bereitgestellt werden.

Anlass der Forderung ist das Investitionsprogramm des Landes für die Verkehrsinfrastruktur. Zwar stehen nach Angaben des ADFC rund 140 Millionen Euro aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität zur Verfügung, der Verband kritisiert jedoch, dass diese Mittel überwiegend für Brücken und den Straßenbau vorgesehen seien. Aus Sicht des Fahrradclubs müsse ein Teil der Gelder gezielt in den Ausbau sicherer Geh- und Radwege fließen.

Der ADFC verweist darauf, dass nach seinen Angaben 88 Prozent der hessischen Landesstraßen bislang über keinen begleitenden Radweg verfügen. Besonders im ländlichen Raum fehlten dadurch sichere Verbindungen zwischen Städten und Gemeinden. Mit zusätzlichen Investitionen könnten bereits geplante Projekte beschleunigt und weitere Lücken im Radwegenetz geschlossen werden.

Der Landesvorsitzende des ADFC Hessen, Ansgar Hegerfeld, betont, dass Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur nicht allein dem motorisierten Verkehr zugutekommen sollten. Wer Straßen ausbaue oder saniere, müsse gleichzeitig sichere Wege für Radfahrerinnen, Radfahrer und Fußgänger schaffen.

Die Forderung fällt mit der Vorstellung des neuen Investitionsprogramms für Hessens Landesstraßen zusammen. Das Land plant bis 2030 Investitionen von rund 850 Millionen Euro in Landesstraßen. Hinzu kommen etwa 140 Millionen Euro an Bundesmitteln. Während der Schwerpunkt des Programms auf der Sanierung von Straßen und Brücken liegt, sieht der ADFC beim Ausbau der Radinfrastruktur weiteren Handlungsbedarf. +++


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