Angesichts der angekündigten hohen Temperaturen hat Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz die Bevölkerung zu besonderer Aufmerksamkeit gegenüber alleinstehenden älteren Menschen aufgerufen. Nach aktuellen Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird ab Montag, 13. Juli, in Teilen Hessens eine gefühlte Temperatur von mehr als 32 Grad Celsius erreicht. Damit gilt für den Odenwaldkreis und den Kreis Bergstraße erneut die Hitzewarnstufe 1 („Starke Wärmebelastung“). Auch in den darauffolgenden Tagen bleibt es in Hessen warm.
„Besonders gefährdet sind bei hohen Temperaturen alleinstehende ältere Menschen. Daher gilt: Schauen Sie nach Ihren betagteren Nachbarn, Verwandten und Bekannten. Besuchen Sie diese bei hohen Temperaturen und sorgen Sie, wenn möglich, dafür, dass diese Menschen genug trinken und gut versorgt sind. Gerade an warmen Tagen und gerade in diesem Sommer ist es wichtig, in Kontakt zu bleiben“, erklärte Gesundheitsministerin Diana Stolz.
Nach Angaben des Ministeriums reagieren insbesondere ältere und gesundheitlich geschwächte Menschen empfindlich auf starke Wärmebelastung. Ihnen wird empfohlen, körperlich anstrengende Aktivitäten möglichst zu vermeiden, sich in kühlen Räumen aufzuhalten und Wohnungen vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Gelüftet werden sollte vor allem in den kühleren Nacht- und Morgenstunden. Geschlossene Rollläden oder Außenmarkisen können zusätzlich dazu beitragen, ein Aufheizen der Wohnräume zu verhindern. Darüber hinaus werden leichte Mahlzeiten und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr empfohlen.
Auch Kinder gelten bei hohen Temperaturen als besonders gefährdet, da sie ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren können und Durst häufig erst verspätet wahrnehmen. Schattige Pausen beim Spielen sowie leichte Kleidung können helfen, die Belastung durch die Hitze zu verringern.
Mit Blick auf die Sommerferien erinnert das Ministerium zudem an die Gefahren beim Baden. Von unbeaufsichtigten Gewässern wird aufgrund möglicher Strömungen und anderer nicht unmittelbar erkennbarer Risiken ausdrücklich abgeraten. In Freibädern sollten Eltern und andere Aufsichtspersonen Kinder jederzeit im Blick behalten, auch wenn diese Schwimmhilfen tragen oder ein Bademeister anwesend ist. Bereits wenige Sekunden der Unachtsamkeit könnten zu gefährlichen Situationen führen.
„Gerade an warmen Sommertagen suchen viele Familien die Abkühlung im Wasser. So schön ein Tag am See oder im Freibad ist, brauchen Kinder an diesen Orten und zu jeder Zeit die volle Aufmerksamkeit ihrer Eltern oder begleitender Aufsichtspersonen. Aufmerksamkeit rettet im Zweifel Leben“, betonte Diana Stolz.
Darüber hinaus weist das Ministerium darauf hin, dass bei Temperaturen von mehr als 30 Grad niemals Menschen oder Tiere im Auto zurückgelassen werden dürfen – auch nicht für kurze Zeit oder bei geöffnetem Fenster. Die Temperaturen im Fahrzeuginneren steigen innerhalb kürzester Zeit auf lebensgefährliche Werte an. Nach den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes wird die starke Wärmebelastung in Hessen ab Montag anhalten. Erst gegen Ende der kommenden Woche werden wieder kühlere Temperaturen erwartet. Weitere Hinweise zum Schutz vor Hitze und UV-Strahlung stellt das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege auf seiner Internetseite in mehreren Sprachen sowie in Leichter Sprache zur Verfügung. +++
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