Abwasserverband Fulda im Jubiläumsjahr technisch und organisatorisch gut aufgestellt

„Vom Grabensystem bis zum Großklärwerk“

Fulda. Anlässlich einer Fachtagung zum 50-jährigen Verbandsjubiläum hat die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) dem Abwasserverband Fulda das Qualitätssiegel „Technisches Sicherheitsmanagement“ (TSM) in der Sparte Abwasser überreicht. Der Vorsitzende des Abwasserverbandes, Fuldas Stadtbaurat Daniel Schreiner, konnte anlässlich der Jubiläumsveranstaltung rund 100 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft, insbesondere auch Kunden und Geschäftspartner des Verbandes, im Marmorsaal des Stadtschlosses begrüßen. Er bezeichnete die gemeinschaftliche Abwasserentsorgung in der Stadtregion Fulda als ein Konzept für eine funktionierende interkommunale Zusammenarbeit, das bis heute aufgeht, und sah den Verband auch für kommende Herausforderungen gut gewappnet.

Der DWA-Landesverbandsvorsitzende, Dipl.-Ing. Peter Lubenau, händigte dem Geschäftsführer des Verbandes, Dipl.-Ing. Joachim Adams, als technischer Führungskraft das TSM-Zertifikat aus. Dieses Qualitätssiegel bescheinigt dem Abwasserverband die sichere, wirtschaftliche und umweltfreundliche Abwasserentsorgung. Dazu musste sich der Verband im August 2017 einer 2-tägigen freiwilligen Überprüfung durch ein unabhängiges DWA-Expertenteam stellen. Geprüft wurden die Fachkompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die organisatorischen Strukturen des Verbandes. Die DWA-Experten kontrollierten zudem den technischen Zustand der Anlagen, das Störungsmanagement und die Beachtung der Sicherheitsbestimmungen. Daniel Schreiner und Joachim Adams zeigten sich über diese Bestätigung sehr erfreut und bedanken sich insbesondere bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Verbandes, die das TSM täglich mit Inhalt füllen und damit der wesentlichste Bestandteil der Organisationsstruktur sind.

Die Verleihung wurde durch hochinteressante Fachvorträge umrahmt. Mit dem Titel „Vom Grabensystem bis zum Großklärwerk“ gab Joachim Adams zunächst einen Abriss über die Entwicklung der Siedlungsentwässerung in der Stadtregion. Albert Glocker, Betriebsleiter des Klärwerks Gläserzell, erläuterte die technische Entwicklung der letzten Jahrzehnte im Klärwerk Gläserzell und die erzielten Verbesserungen beim Gewässerschutz. Die aktuellen Strategien zur Substanz- und Werterhaltung des Kanalnetzes beim Abwasserverband hatte Peter Geffe; Leiter der Kanalabteilung, zum Thema. Die Laborleiterin des Abwasserverbandes, Andrea Hintzmann, stellte die Qualitätssicherungsmaßnahmen bei der Abwasserreinigung durch chemische Analytik vor.

Dr. Paul Becker, Vizepräsident und Vorstand des Deutschen Wetterdienstes Offenbach, beleuchtete in seinem sehr anschaulichen Vortrag „Was sagen uns die Daten? Radar und mehr“ das aktuelle Phänomen der häufiger auftretenden Starkregenereignisse. Prof. Dr. Stefan Schildbach von der Hochschule Fulda ging mit seinem Thema „Trinkwasser aus Abwasser – eine Perspektive?“ auf die technischen Möglichkeiten der Wasseraufbereitung ein, welche nicht nur für Entwicklungsländer relevant sind. Abschließend referierte Prof. Dr. Thomas Grünebaum vom Ruhrverband Essen über die aktuellen Entwicklungen und die Zukunftsaufgaben in der Siedlungswasserwirtschaft. +++ pm/jh

 
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