Hünfeld unterstützt neue Leichtathletik-Kalthalle mit 540.000 Euro

Simulation Charly Möller Architekt BDA.

Auf der Hünfelder Rhönkampfbahn soll 2027 eine neue Leichtathletik-Kalthalle entstehen. Die Pläne des Hünfelder SV wurden inzwischen in den Ausschüssen sowie in der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt. Die Kosten für das Vorhaben belaufen sich nach der aktuellen Kalkulation auf rund 2,7 Millionen Euro. Die Hünfelder Stadtverordneten beschlossen einstimmig, den Bau mit rund 540.000 Euro zu unterstützen. Damit folgt die Stadt den Vorgaben des Sportentwicklungsplans.

Die Leichtathletik-Abteilung des Hünfelder SV verzeichnet seit vielen Jahren eine positive Entwicklung. Auch sportliche Erfolge unterstreichen das Leistungsniveau der Athleten aus Hünfeld und der Umgebung. Erst im September sicherten sich die U16-Leichtathletinnen der Startgemeinschaft Hünfeld-Eichenzell-Flieden den Titel bei der Deutschen Team-Meisterschaft. Darüber hinaus konnten die Sportlerinnen und Sportler in den vergangenen Jahren zahlreiche weitere Erfolge erzielen. Die Nachwuchsarbeit des Vereins wird trotz eingeschränkter Trainingsbedingungen, insbesondere während der Wintermonate, intensiv betrieben.

Bislang stehen den Leichtathleten des Hünfelder SV ausschließlich Freiluftsportflächen zur Verfügung. Eine neue Kalthalle soll künftig ermöglichen, auch in der Wintersaison und bei schlechtem Wetter unter geeigneten Bedingungen zu trainieren. Der Hessische Leichtathletikverband (HLV) befürwortet die Errichtung einer solchen Halle in Hünfeld. Als Gründe werden die kontinuierlich steigende Zahl der Landeskaderathleten im Landkreis Fulda sowie die Entfernung zu den nächstgelegenen Leichtathletikhallen genannt. Diese liegen nach Angaben des HLV zwischen 80 und 110 Kilometern von Fulda entfernt.

Die geplante Halle soll nicht nur den örtlichen Leichtathletikvereinen zur Verfügung stehen, sondern auch als Talentstützpunkt für Osthessen dienen. Darüber hinaus ist vorgesehen, dass die Hünfelder Schulen die neue Sportstätte nutzen können. Damit soll die Halle sowohl für den Vereinssport als auch für die Nachwuchsförderung und den Schulsport zur Verfügung stehen.

Erste Pläne für den Bau einer Leichtathletik-Kalthalle waren bereits 2024 vorgestellt worden. Damals standen nach Angaben des Hünfelder SV jedoch keine geeigneten Förderprogramme des Landes Hessen zur Verfügung. Das Projekt wurde deshalb zunächst verschoben. Mit dem Förderprogramm „Vereinseigener Sportstättenbau“ hat sich nun eine neue Perspektive ergeben. Der Hünfelder SV nahm die Planungen wieder auf, nachdem sich die Fördermöglichkeiten des Landes verändert hatten.

Für die Überarbeitung der Planungsunterlagen beauftragte der Verein das Planungsbüro moeller architekten + ingenieure bda aus Hünfeld. In mehreren Gesprächen wurden die Planungen und die Kostenkalkulation gemeinsam vom Sportverein, dem Architekturbüro und der Stadt Hünfeld abgestimmt. Vorgesehen ist, die Holztribüne aus den 1960er-Jahren am Kunstrasenplatz vollständig zurückzubauen. Neue Sitzmöglichkeiten sollen anschließend unter dem Vorbau der geplanten Halle integriert werden.

Die aktuelle Kostenkalkulation für die Kalthalle beläuft sich auf rund 2,7 Millionen Euro. An das Gebäude soll ein Nebengebäude mit Sanitäranlagen einschließlich eines Behinderten-WCs, einem Umkleide- und Duschbereich sowie einem Abstellraum angrenzen. Unter dem Hallenvorbau sind entlang des Kunstrasenplatzes insgesamt 274 Sitzplätze vorgesehen.

Die sportliche Ausstattung der Halle soll verschiedene Disziplinen der Leichtathletik ermöglichen. Geplant sind vier Tartanbahnen für Sprint und Hürden über 60 Meter, ein Hochsprungbereich sowie ein Wurfkäfig für Diskus und Kugel. Hinzu kommen eine Sprunggrube für Weit- und Dreisprung, ein Konditions- und Fitnessraum sowie ein Abstell- und Geräteraum.

Das Land Hessen hat den Hünfelder SV bereits aufgefordert, einen Förderantrag einzureichen. Sobald die Finanzierung durch alle Fördergeldgeber bestätigt ist, kann die Antragstellung beim Land Hessen über den Hünfelder SV erfolgen. Der geplante Baubeginn ist für das Jahr 2027 vorgesehen. +++


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