Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Sonntagmittag auf der Landesstraße 3167 zwischen den Laubacher Stadtteilen Freienseen und Altenhain ereignet. Gegen 13.45 Uhr stießen kurz vor dem Abzweig nach Sellnrod in einer S-Kurve ein Citroën C4 Aircross und ein VW Polo frontal zusammen. Sechs Menschen wurden verletzt, eine junge Frau musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Frankfurter Klinik geflogen werden.
Nach bisherigen Erkenntnissen war der mit vier Personen besetzte Citroën von Altenhain in Richtung Freienseen unterwegs, als ihm ein VW Polo mit zwei jungen Frauen aus dem Raum Bad Salzschlirf entgegenkam. In einer Linkskurve verlor die 20-jährige Fahrerin des Polos aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Der Wagen geriet auf die Bankette, drehte sich und prallte anschließend in den entgegenkommenden Citroën.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Citroën in den rechten Straßengraben geschleudert. Dabei riss das linke Hinterrad des Fahrzeugs ab. Der VW Polo rutschte mit ebenfalls abgerissenem linken Vorderrad noch rund 50 Meter weiter, bevor er auf der Fahrbahn zum Stehen kam.
Während die Insassen des Citroën sowie die Fahrerin des VW Polo nach ersten Erkenntnissen nicht schwer verletzt wurden, erlitt die Beifahrerin des Kleinwagens Rückenverletzungen. Für sie wurde der Rettungshubschrauber „Christoph 2“ angefordert, der die junge Frau in eine Frankfurter Klinik brachte. Alle weiteren Beteiligten wurden vom Rettungsdienst untersucht und vorsorglich in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Eine Person konnte nach der Behandlung an der Unfallstelle wieder entlassen werden.
Wegen der Vielzahl der Betroffenen wurde zunächst von einem Massenanfall von Verletzten ausgegangen. Deshalb entsandten die Einsatzkräfte zusätzlich einen Leitenden Notarzt, den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst sowie den Einsatzleitwagen Rettungsdienst zur Unfallstelle.
Im Einsatz waren die Feuerwehr Laubach mit 35 Kräften aus Altenhain, Freienseen und der Kernstadt, zwei Streifen der Polizeistation Grünberg, sechs Rettungswagen sowie zwei Notarzteinsatzfahrzeuge aus Grünberg und Nidda. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch den Rettungshubschrauber „Christoph 2“.
Die Landesstraße 3167 blieb während der Rettungs- und Bergungsarbeiten von 13.45 Uhr bis etwa 16 Uhr vollständig gesperrt. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 35.000 Euro. +++





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