Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main, das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main und das Polizeipräsidium Frankfurt am Main haben am Dienstag bei einer groß angelegten Razzia gegen international organisierte Rauschgiftkriminalität drei Tatverdächtige festgenommen. Das teilten die Behörden mit.
Die Beamten durchsuchten insgesamt 27 Objekte in Hessen, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden. Die Festnahmen erfolgten in Herborn, Amersfoort und Assen.
Gegen zwei weitere, bereits in Untersuchungshaft sitzende Beschuldigte wurden Überhaftbefehle erlassen.
Die Ermittler werfen den insgesamt 20 Beschuldigten vor, zwischen Juni 2024 und Januar 2026 Teil einer international agierenden kriminellen Organisation gewesen zu sein, die für die Einfuhr von Kokain im Tonnenbereich aus Südamerika nach Deutschland verantwortlich sein soll. Zur Verschleierung des Schmuggels sollen die Täter bestehende Firmen in Braunschweig, Isernhagen, Karben und Dreieich faktisch übernommen und als Scheinfirmen genutzt haben.
Allein zwischen Februar 2025 und Januar 2026 konnten vier Kokainimporte mit einem Gesamtgewicht von rund 2,5 Tonnen und einem Straßenverkaufswert von etwa 180 Millionen Euro in Luxemburg, Kolumbien und Hamburg sichergestellt werden.
Die drei Festgenommenen sind ein 59-jähriger und ein 56-jähriger Niederländer sowie ein 53-jähriger Türke. Ihnen wird vorgeworfen, als Mitglieder einer Bande zusammengewirkt zu haben.
Die beiden mutmaßlichen Rädelsführer, ein 57-jähriger Deutsch-Türke und der 56-jährige Niederländer, sollen in drei Fällen bandenmäßig mit Kokain in nicht geringer Menge Handel getrieben haben. An der Aktion waren mehr als 120 Beamte beteiligt.
Die in Deutschland Festgenommenen werden den zuständigen Haftrichtern vorgeführt. Für die in den Niederlanden Festgenommenen wurde ein Auslieferungsersuchen gestellt. +++
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