Zum Hessentag in Fulda bauen die Verkehrsverbünde Rhein-Main-Verkehrsverbund und Nordhessischer Verkehrs-Verbund ihr Angebot im Regionalverkehr deutlich aus. Zwischen dem 11. und 22. Juni sollen zusätzliche Zugverbindungen und mehr Sitzplätze die An- und Abreise der Besucher erleichtern. Das Sonderangebot beginnt damit bereits einen Tag vor dem offiziellen Start des Hessentags und endet erst einen Tag nach Abschluss der Veranstaltung.
Besonders auf den Strecken rund um Fulda wird das Fahrplanangebot spürbar verdichtet. Betroffen sind unter anderem die Linien RE50 zwischen Frankfurt, Fulda und Bad Hersfeld, die RB45 zwischen Gießen, Alsfeld und Fulda sowie die RB52 Richtung Gersfeld. Auch auf den Verbindungen nach Kassel und Bebra werden zusätzliche Fahrten eingerichtet.
Vor allem auf der Linie RE50 setzen RMV und NVV auf mehr Kapazitäten. Zwischen Fulda und Bad Hersfeld ergänzen zusätzliche Nachmittagsfahrten den bestehenden Fahrplan. Gemeinsam mit der RB5 entsteht dadurch auf diesem Abschnitt am Nachmittag praktisch ein durchgehender Halbstundentakt. Für Konzertbesucher werden zudem zusätzliche Spätverbindungen angeboten. So fährt nachts um 0.28 Uhr ein zusätzlicher Zug der RB5 ab Fulda Richtung Bebra und Kassel, wenig später folgt um 0.50 Uhr eine weitere RE50-Verbindung nach Bebra.
Auch die Platzkapazitäten werden erhöht. Die Züge der RB5 verkehren während des Hessentags in Doppeltraktion und bieten damit bis zu 386 Sitzplätze. Auf der RE50 kommen sechs Doppelstockwagen zum Einsatz, wodurch rund 700 Sitzplätze pro Zug zur Verfügung stehen. RMV und NVV empfehlen Fahrgästen mit Ziel oder Start in Hünfeld oder Bad Hersfeld ausdrücklich die Nutzung der RE50, insbesondere größeren Gruppen.
Zwischen Fulda und Alsfeld wird die RB45 deutlich häufiger unterwegs sein. Statt des bisherigen Takts verkehren die Züge annähernd im Halbstundentakt in beide Richtungen. Die RB52 nach Gersfeld bleibt bis zum Ende der Veranstaltungen ebenfalls stündlich im Einsatz.
Überschattet wird das erweiterte Angebot allerdings von mehreren Baustellen. Besonders gravierend sind die Einschränkungen im Gebiet des NVV. Dort wird die Regionalzugstrecke zwischen Kassel und Bebra von Freitag, 15. Mai, ab 21 Uhr bis Freitag, 19. Juni, um 21 Uhr vollständig gesperrt. Reisende aus Kassel sollen deshalb auf die Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn zwischen Kassel und Fulda ausweichen. Die Schnellfahrstrecke bleibt von den Arbeiten unberührt.
Im RMV-Gebiet kommt es ebenfalls zu Einschränkungen. In der Nacht vom 16. auf den 17. Juni enden Sonderzüge aus Fulda wegen Bauarbeiten bereits in Schlüchtern. Zusätzlich wird die Strecke südlich von Fulda zwischen Langenselbold und Wirtheim vom 19. bis 22. Juni jeweils nachts gesperrt. Für beide Maßnahmen kündigen die Verkehrsverbünde Ersatzverkehr mit Bussen an.
RMV und NVV raten Fahrgästen daher, sich vor Reiseantritt über aktuelle Verbindungen und mögliche Änderungen zu informieren. Die zusätzlichen Hessentags-Fahrten werden nach und nach in die digitalen Fahrplanauskünfte und Apps eingepflegt. +++
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