Mit einem Rundgang über die Streuobstwiese und zahlreichen Gästen aus Politik, Bildung, Naturschutz und regionalen Partnern hat die Akademie Burg Fürsteneck ihren neuen Lehrpfad offiziell eröffnet. Das Projekt macht den besonderen Natur- und Kulturraum im Norden des Burggeländes künftig für Besucherinnen und Besucher unmittelbar erlebbar.
„Bildung für nachhaltige Entwicklung und die stärkere Öffnung der Burg nach außen sind uns wichtige Anliegen“, betonte Matthias Feuerstein, Programmbereichsleiter für Gesellschaftspolitische Bildung, bei der Enthüllung der Informationstafeln. Während bislang vor allem kulturelle Veranstaltungen Menschen aus der Region auf die Burg geführt hätten, richte sich das neue Angebot nun auch gezielt an Kindergärten, Schulklassen und Familien.
Der neue Lehrpfad verbindet mit sieben großformatigen Infotafeln und zehn interaktiven Quiz-Stationen die Themen Naturbildung, Regionalgeschichte und spielerisches Lernen. Die Tafeln vermitteln Wissenswertes über die ökologische und kulturhistorische Bedeutung der Streuobstwiese ebenso wie über regionale Apfelsorten, traditionelle Veredelungstechniken und die lokale Tierwelt. Über QR-Codes können zusätzliche digitale Inhalte aufgerufen werden. Für Gruppen gibt es das Quiz auch als anschauliches Unterrichtsmaterial.
Die erste Idee für den Lehrpfad entstand bereits 2023. Das Vorhaben wurde gemeinsam mit zahlreichen Partnern entwickelt und umgesetzt. Beteiligt waren neben der Akademie Burg Fürsteneck e.V. die MineralBrunnen RhönSprudel GmbH, die Hessische Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, ekwdesign sowie die Weber Werbung GmbH & Co. KG. Die Mitarbeiter des Naturparks Hessische Rhön fertigten die Holzständer, während die Hausmeisterei der Akademie Wegeführung, Fundamente und Installation übernahm.
Die 1. Vorsitzende des Trägervereins der Akademie, Stefanie Klee MdL, würdigte bei der Eröffnung insbesondere das Engagement der Projektverantwortlichen. Grafiker Christian Kunert gab den Gästen anschließend Einblicke in die gestalterische Entwicklung der Tafeln. Auch Torsten Raab vom Biosphärenreservat Rhön hob die langjährige Zusammenarbeit mit der Burg hervor: „Wir kennen uns schon lange und haben viel gemeinsam bewegt. Es ist schön, dass das Wissen über die Natur nun auch direkt auf der Streuobstwiese und nicht nur abstrakt in den Räumen der Akademie gelesen und gelernt werden kann.“
Die Gesamtkosten des Projekts beliefen sich auf rund 13.000 Euro. Die rund 150 Obstbäume umfassende Streuobstwiese soll künftig noch weiter ausgebaut werden: Neben zusätzlichen Parkflächen für Besucherinnen und Besucher sind unter anderem Nachpflanzungen sowie ein Bildungsurlaub zur Obstbaumpflege geplant.
Mit dem Lehrpfad soll die Streuobstwiese langfristig als offener Lern- und Erfahrungsort für nachhaltige Entwicklung in der Region gestärkt werden. +++ pm
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