Feierliche Verleihung des Preises für Vielfalt und Teilhabe

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Foto: Stadt Fulda

Zum dritten Mal ist am Mittwochabend der Preis für Vielfalt und Teilhabe der Stadt Fulda verliehen worden. In diesem Jahr fokussierte sich die Auszeichnung auf Initiativen von und für Frauen. Der Sozialdienst katholischer Frauen erhielt den ersten Preis, gefolgt vom Verein Rodnik und Antonius. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld überreichte die Ehrungen im feierlichen Marmorsaal des Stadtschlosses.

Anna-Lena Kökgiran von der Fachstelle Vielfalt und Teilhabe erklärte die Hintergründe der Preisvergabe. Seit drei Jahren werden Preise für Vielfalt und Teilhabe jährlich gemeinsam verliehen. Zuvor erfolgte dies alternierend für Integration beziehungsweise Inklusion. Das Motto dieses Jahres lautete „Gleichberechtigung, Diversität und Inklusion꞉ Engagement von und für Frauen“. Im Fokus standen Projekte, die Frauen stärken und die Geschlechtergleichstellung fördern.

Da nicht alle Bewerbungen prämiert werden konnten, hob Kökgiran besondere Projekte hervor. Dazu zählte das von Carina Gräf geleitete „Frauenzeit“ des Vereins Welcome In Fulda, das Frauen mit Migrationshintergrund Sichtbarkeit und Gleichberechtigung ermöglichen will. Dr. Kirsten Besler-Heer engagiert sich im Projekt Jobflow der AWO Fulda für die Teilhabe von Frauen mit Fluchtgeschichte. Das Kollektiv FC Amore setzt sich für die Sichtbarkeit queerer Personen im Kulturbetrieb ein. Der Feministische Buchclub diskutiert feministische Literatur. Iuliia Ieromenko, die mit „Frauenstimmen“ den zweiten Preis gewann, wurde gesondert erwähnt.

OB Wingenfeld lobte die drei Gewinnerinstitutionen und nannte den Preis eine „Ermutigung“. Projekte seien „Leuchttürme einer lebendigen Bürgergesellschaft“. Die Gewinner warteten nicht auf staatliches Eingreifen, sondern handelten eigeninitiativ.

Der erste Preis ging mit 1500 Euro an den Sozialdienst katholischer Frauen Fulda. OB Wingenfeld würdigte deren 70-jährige Tradition und innovative Projektansätze. Der ausgezeichnete Krav-Maga-Selbstverteidigungskurs für traumatisierte Frauen stärkt deren Selbstvertrauen. Das Konzept von Sarah Muth und Jana Schindler in Kooperation mit Rainer Handwerk von der Krav Maga Union Fulda wird fortgeführt.

Rodnik e.V. erhielt den zweiten Preis von 1000 Euro. Das Projekt „Frauenstimmen für Gemeinschaft und Integration“ unterstützt geflüchtete ukrainische Frauen mit Sprachkursen, Bildung und sozialen Aktivitäten. Iuliia Ieromenko und ihr Team helfen dabei, ein soziales Netzwerk zu schaffen.

Antonius gewann den dritten Preis mit 500 Euro für das Projekt „Bewegung und Empowerment“. Frauen aus einer Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Münsterfeld erhalten Unterstützung, um Selbstbewusstsein und Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Assiya Eisert leitet das Projekt, das inklusive sportliche und kulturelle Angebote umfasst. Frühere Teilnehmerinnen sind inzwischen selbst aktiv als Kontaktpersonen im Viertel tätig.

Musikalisch umrahmten Mahina Chalcou-Freier (Violoncello) und Svea Gutmann (Klavier) von der Städtischen Musikschule Fulda die Veranstaltung.


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