Berlin. Die deutschen Finanzämter haben im vergangenen Jahr die Rekordsumme von 1,3 Milliarden Euro für die Verzinsung von Steueransprüchen kassiert. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Focus“ unter Berufung auf eine Aufstellung des Bundesfinanzministeriums. Danach hat der deutsche Fiskus mehr als die Hälfte seiner Zinsgewinne bei der Körperschaftsteuer verbucht. Für Nachzahlungs- und Erstattungszinsen verlangen die Finanzämter nach der Abgabenordnung sechs Prozent im Jahr. Das Bundesfinanzministerium will an diesen Zinssätzen „im Interesse der Praktikabilität“ derzeit nichts ändern. Massive Kritik am hohen Zins kommt von FDP-Präsidiumsmitglied Volker Wissing: „Es ist pervers, wenn der Staat einerseits von der Niedrigzinspolitik der EZB profitiert, andererseits selbst den Bürgern Wucherzinsen abverlangt“, sagte Wissing dem Nachrichtenmagazin. +++ fuldainfo
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