GDL kündigt bundesweiten Streik bei der Bahn an

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Berlin. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat die Lokomotivführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Disponenten und Instruktoren/Trainer in allen Eisenbahnverkehrsunternehmen der Deutschen Bahn am heutigen Dienstag – von 21 Uhr bis zum 8. Oktober 2014 um 6 Uhr – zum bundesweiten Streik aufgerufen. Die GDL wird mit Tarifverhandlungen für das Zugpersonal nicht warten, bis es irgendwann ein Gesetz zur Tarifeinheit gibt, wie das die DB verlangt, so eine Sprecherin.

Sie fordert für das Zugpersonal: Fünf Prozent mehr Entgelt und zwei Erfahrungsstufen in der Tabelle nach 30/35 Jahren im Beruf, dotiert mit je 60 Euro, eine zweistündige Arbeitszeitverkürzung auf 37 Stunden pro Woche ab dem 1. Januar 2015, eine Senkung der Belastung mit einer Stunde weniger maximaler Fahrzeit auf dem Triebfahrzeug, nur noch 50 statt bisher unbegrenzte Überstunden im Jahr sowie einen 50-prozentigen Zeitzuschlag bei Schichtverlängerungen, dass zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf maximal fünf Schichten in 120 Stunden (fünf Tagen) verplant werden dürfen, freie Wochenenden mindestens von Freitag 22 bis Montag 6 Uhr dauern, der Dienstbeginn nach dem Urlaub nicht vor sechs Uhr erfolgt und dass zur Wertschätzung eine dem Gewinn des Konzerns entspre-chende Mitarbeiterbeteiligung gezahlt wird. Bis heute hat es keine inhaltlichen Verhandlungen zu diesen Forderungen gegeben, lediglich die Lokomotivführer sollten eine zweiprozentige Zulage des Entgelts erhalten. Es wird Zeit, dass die DB mit der GDL endlich die Ta-rifverhandlungen für das Zugpersonal aufnimmt.

Bahn: Kein Verständnis für Blockadehaltung der GDL

Das Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn, Ulrich Weber, kritisiert die Blockadehaltung der „Gewerkschaft deutscher Lokführer“ (GDL). Die Ankündigung flächendeckender Streiks sei „völlig überflüssig“, hieß es in einer Presseerklärung des Konzerns. „Das ist einfach nicht wahr, dass wir als Arbeitgeber eine Gewerkschaft in einen Konflikt treiben. Kompromisse findet man nur am Verhandlungstisch. Der GDL-Führung geht es aber darum, das Terrain von Konkurrenzgewerkschaften erobern zu wollen“, so Weber. Dafür nehme die Gewerkschaft Schäden für Kunden, Mitarbeiter und Unternehmen in Kauf. Die Bahn sei weiter zu Verhandlungen mit der Spartengewerkschaft bereit. Die Ablehnung des Angebots vom 1. Oktober sei eine „Fehleinschätzung seitens der GDL-Führung“, es handele sich dabei um ein „ernstgemeintes Angebot an die GDL, um die Situation zu befrieden“. +++ fuldainfo


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