
Berlin. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat die in dieser Woche gestartete Initiative von 2.000 Ärzten zur Einführung einer Zuckersteuer zurückgewiesen. Klöckner sagte der „Bild am Sonntag“: „Eine Zuckersteuer klingt vielleicht gut, ob das aber die Fehl- und Überernährung verhindert, ist zu bezweifeln.“ Durch eine Strafsteuer würden nicht alle gesund, so Klöckner. „Vielmehr müssen wir den Lebensstil und die Gesamtkalorienzahl in den Blick nehmen.“
Als Beispiel nannte die Minister eine „bessere Ernährungsbildung von der Kita an, theoretisch wie praktisch“. Es gehe ihr um eine stärkere Ernährungskompetenz und auch um eine Reduktion von Salz, Fett und Zucker in Fertiglebensmitteln. Sie sei deshalb bereits im Gespräch mit Herstellern und Verbraucherverbänden. Die Besteuerung bestimmter Inhaltsstoffe sei auch sozial nicht zu vertreten, sagte Klöckner. „Sollen Lebensmittel mit einer Strafsteuer künstlich verteuert werden? Dann können sich nur noch bestimmte Kreise solche Lebensmittel leisten, ich finde das nicht gerecht.“ Für möglich hält es Klöckner, sich in Deutschland gesund und günstig zu ernähren.
„Eine ausgewogene Ernährung ist keine Frage des Geldbeutels. Fertigprodukte sind im Vergleich zu Rohwaren oftmals teurer. Wer mit frischen Lebensmitteln selbst kocht, kann sich gesund und durchaus günstig ernähren.“ Klöckner kritisierte zudem, dass heute deutlich weniger Geld für Lebensmittel ausgegeben werde als früher. „Mein Eindruck ist, dass viel mehr in die Kücheneinrichtungen investiert wird als in die Nahrungsmittel, die darin zubereitet werden.“ Sie wolle den Deutschen nicht vorschreiben, was sie zu essen hätten, sagte Klöckner. Sie selbst versuche, saisonale und regionale Produkte zu kaufen. „Alles jederzeit verfügbar zu haben, ist verlockend. Aber für den ökologischen Fußabdruck ist das nicht ideal.“ +++

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Nach dem Glyphosat-Heiland Schmidt also der Glyphosat-Engel Klöckner! Oder doch alle nur Teufel?
Frau Klöckner reiht sich mit ihrem „Fachwissen“ (Zuckerrüben-Glyphosat-Bienensterben!) ein in die Riege ihrer Vorgänger wie z.B. Aigner, die über glückliche Kühe mit lactosefreier Milch schwadronierte!
Und ihr kürzliches Süßholzraspeln über die Systemrelevanz von Bienen erweist sich jetzt als zynisch! Verkündet sie doch anstelle eines durchgängigen, weitgehenden Glyphosat-Verbots weitere Untersuchungen für bereis hinreichend bekanntes und abgesichertes Wissen! Das ist kein Zeichen für Handlungsstärke sondern ein Zeichen von Verzögerungstaktik auf Kosten der Gesundheit der gutgläubigen Verbraucher und zu Lasten der Artenvielfalt!
Und dass sie sich mit dem bahnbrechenden Argument, „durch eine Zuckersteuer würden nicht alle gesund“, gegen eine Zuckersteuer und damit gegen die Gesundheit der Verbraucher stellt, und damit die Zuckerindustrie schont, hat man fast schon wieder erwartet!
Immerhin scheint sie mit ihrer Medienpräsenz Frau von der Leyen nacheifern zu wollen!
Würde sie doch mit ihrer Redseligkeit auch endlich mehr Licht in ihre Maus-Affäre bringen und auch in den Stand des von ihr angekündigten Parteiausschlußverfahrens gegen den Koblenzer CDU-Politiker Wilms, der Anfang letzten Jahres auf üble Weise gegen Manu Dreyer gehetzt hatte. Hatten sie doch mehr Klarheit angekündigt. Umgesetzt oder alles wieder einmal nur erstunken und erlogen?
Ach noch etwas!
Nach der Wahl ist vor der Wahl:
http://youtu.be/0zSclA_zqK4
Immer schön für die Industrie arbeiten. Damit bleibt Klöckner in der Tradition der Unions-Ernährungsminister. Was im Ausland funktioniert, gilt für Deutschland nicht. Keine Zuckersteuer auf gesundheitsschädliche Getränke; kein Verbot von großflächiger Tabakwerbung in Deutschland als einziges EU-Land usw. usw. – Hat jemand etwas anderes erwartet?